Judgment Night – Zum Töten verurteilt ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1993 von Stephen Hopkins mit Emilio Estevez, Cuba Gooding Jr. und Denis Leary.
Handlung
Frank Wyatt, sein Bruder John, Mike Peterson und Ray Cochran treffen sich, um gemeinsam mit einem Wohnmobil zu einem Boxkampf zu fahren. Auf dem Weg dahin geraten sie auf dem
Highway in einen Stau. Um diesem zu entgehen und Zeit zu sparen, beschliessen sie, den Highway zu verlassen und eine Abkürzung durch ein verrufenes Wohnviertel zu nehmen. Dort kommt es zu einem Zwischenfall: Als sie über ein Hindernis fahren, befürchten sie, einen Menschen überfahren zu haben und verlassen das Wohnmobil um nachzusehen. Sie finden einen verletzten älteren Mann, Teddy, und tragen ihn in den Wagen. Bei der Untersuchung stellt sich heraus, dass Teddy angeschossen ist. Auf der Suche nach Hilfe hören sie eine Sirene und fahren in die Richtung, aus der das Signal zu hören ist; in der Hoffnung, dort die Polizei zu finden.
Dort angekommen, finden sie allerdings kein Polizeiauto, werden aber plötzlich von einem anderen Auto angefahren; das Wohnmobil wird in der Folge stark beschädigt. Teddy wird von Mitgliedern einer unbekannten Gang aus dem Wagen gezogen und von Fallon, derem Anführer und Fahrer des anderen Autos, erschossen. Als die Bande beschliesst, die immer noch im Wohnmobil befindlichen Freunde als Mitwisser ebenfalls zu beseitigen, zünden diese ihr Wohnmobil an und flüchten.
Auf ihrer Flucht vor der Bande durch die Häuser und das Kanalsystem des Viertels wird Ray von der Bande getötet; es gelingt ihnen aber, auch ein Mitglied der Verfolgergruppe auszuschalten. Als sie sich in Sicherheit wiegen, brechen sie in ein Lebensmittelgeschäft ein, um durch dessen Alarmsirene die Polizei zu alarmieren. Sie werden dadurch von ihren Verfolgern gefunden und es kommt zu einem Kampf, in dem bis auf Fallon alle Mitglieder der Verfolger ums Leben kommen, aber auch Frank und John verwundet werden. Es gelingt Frank schliesslich, Fallon von einer Treppe herunter zu stossen und damit zu töten. Die Freunde werden am Ende von der Polizei, die am Ort des Geschehens eintrifft, gerettet.
Hintergrund und Kritiken
Der Film wurde von Filmkritikern zum größten Teil negativ beurteilt. Die
Washington Post nannte ihn „vorhersehbar“ und „wenig spannend“, auch andere Kritiker kamen zu ähnlichen Urteilen. Mit knapp 12 Millionen US-Dollar Einspielergebnis war er auch kein großer Erfolg an den Kinokassen. Ein größerer Erfolg dagegen wurde der Soundtrack des Filmes.
Soundtrack
Der Soundtrack zum Film war ein aufsehenerregendes
Konzeptalbum. Verschiedene bekannte
Hip Hop- und
Rock-Künstler wurden zusammengebracht, um gemeinsam Songs zu schreiben und aufzunehmen. Das Album gilt als einer der erfolgreichsten Alben des damals populären
Crossover-Genres. Das Konzept wurde 1997 für die Comicverfilmung
Spawn kopiert, dort allerdings mit
Rock- und
Electronica-Musikern.
Tracklist
- Helmet & House of Pain – Just Another Victim (4:21)
- Teenage Fanclub & De La Soul – Fallin′ (4:25)
- Living Colour & Run DMC – Me, Myself & My Microphone (3:08)
- Biohazard & Onyx – Judgment Night (4:35)
- Slayer & Ice-T – Disorder (4:57)
- Faith No More & Boo-Yaa T.R.I.B.E. – Another Body Murdered (4:22)
- Sonic Youth & Cypress Hill – I Love You Mary Jane (3:49)
- Mudhoney & Sir Mix-A-Lot – Freak Momma (3:57)
- Dinosaur Jr. & Del The Funky Homosapien – Missing Link (3:44)
- Therapy? & Fatal – Come And Die (4:22)
- Pearl Jam & Cypress Hill – Real Thing (3:31)
Weblinks
Filmtitel | Filmtitel 1993 | US-amerikanischer Film
Judgment Night (film) | Ночь страшного суда (фильм)