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Leben


Kindheit und Jugendalter

Geboren wurde er am 24. Juni 1911 in Balcare als Sohn von Don Loreto und Herminia Fangio. Während seiner Schulzeit wollte er lieber Arzt werden, allerdings begeisterte er sich immer mehr für Autos und nahm bald an einem öffentlichen Rennen teil.

Seine Schulzeit begann, als er 6 Jahre alt war und endete, als er mit 11 ein Auszubildener in einem Metallgeschäft wurde. Schon bald bekam er einen Job in einer Autowerkstatt, bei dem er das erste Mal Kontakt zu diesen "höllischen Maschinen" aufnahm. Mit dem Reinigen und Reparieren der Teile erwarb er eine lebenslange Faszination für Automechanik. Mit 13 bekam er einen Job als Schlosserlehrling. Zu seiner Freude bereitete diese Firma auch Rennwagen vor. Auf diese Weise erweiterte er seine mechanischen Kenntnisse um ein Vielfaches. Zu seinen Aufgaben gehörte auch das Fahren auf Pick-Ups und das Abliefern in benachbarte Städte.

Karriere

Fangio startete vor dem Krieg bei Rallye-Veranstaltungen in Südamerika, wobei bei einem Unfall sein Beifahrer getötet wurde. Fortan fuhr er nur noch allein, auch bei Sportwagenrennen in Europa. 1949 kam Fangio nach Europa und gewann auf Anhieb den GP von San Remo 1949. Noch im selben Jahr bekam er einen Vertrag bei Maserati. Für dieses Team fuhr er mit seinem M-4CLT, seinem damaligem Auto, bereits nach kurzer Zeit Erfolge ein und wurde zur Formel-1-Saison 1950 zugelassen. Allerdings fuhr er jetzt für das Alfa Romeo-Team.

In der Saison 1950 gewann er bereits drei Grand Prixs und wurde hinter Giuseppe Farina Vize-Weltmeister.

Schon bald stellte sich heraus, dass "El Chueco", d. h. "Der Krummbeinige", trotz seiner fast 40 Jahre der Konkurrenz an fahrerischem Können und taktischem Geschick überlegen war. So wurde er 1951 auf Alfa Romeo mit 37 Punkten zum ersten Mal Weltmeister, es folgte ein Jahr Zwangspause, da er wegen eines Unfalls zu Beginn der Saison ausfiel. Nach diesem Jahr wechselte er wieder zu Maserati, allerdings konnte er während dieser Zeit nur ein Rennen für sich entschieden. Sein schärfster Konkurrent in diesem Jahr war Alberto Ascari, der mit einem deutlich überlegenen Ferrari unterwegs war. Er wurde Vize-Weltmeister 1953.

1954 wurde Fangio von Mercedes-Benz als Fahrer verpflichtet. Die neuen Rennwagen, mit denen die Rückkehr des Werks in den Grand-Prix-Sport erfolgen sollte, wurden jedoch erst zum GP von Frankreich fertig. Da Fangio seine Chancen auf die Weltmeisterschaft nicht riskieren wollte, startete er während der ersten Saisonrennen in Argentinien und Belgien für Maserati. Mit insgesamt 6 Saisonsiegen wurde Fangio überlegen zum zweiten Mal Weltmeister.

Auch 1955 pilotierte Fangio einen Mercedes W196 und wurde mit 40 Punkten und 4 Saisonsiegen ein drittes Mal Weltmeister. Zum Saisonende zog sich Mercedes wieder aus dem Rennsport zurück und Fangio wechselte zu Ferrari-Lancia. 1956 wurde er dann mit diesem Team zum vierten Mal Weltmeister.

1957 wechselte er dann erneut zum Maserati-Team, mit dem er dann zum 5. Mal Weltmeister wurde. Im gleichen Jahr zeigte er seine wohl begeisterndste Leistung am 4. August 1957 beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring, als er einen durch einen verpatzten Boxenstopp verursachten, scheinbar aussichtslosen Rückstand auf seine Konkurrenten Mike Hawthorn und Peter Collins dadurch aufholte, dass er in jeder folgenden Runde einen neuen Rundenrekord aufstellte. Fangio beendete das Rennen als Sieger und sicherte sich so seinen fünften WM-Titel.

1958 startete er erneut, fuhr aber lediglich zwei Grand Prixs und gab seinen Rücktritt aus dem Motorsport bekannt. Er nahm aber weiterhin an Oldtimer-Rennen teil, bis er am 17. Juli 1995 aufgrund von Nierenleiden mit 84 in Buenos Aires starb.

Weltmeistertitel


  • 1951 auf Alfa-Romeo
  • 1954 auf Mercedes-Benz
  • 1955 auf Mercedes-Benz
  • 1956 auf Ferrari
  • 1957 auf Maserati

Seine Formel 1-Karriere in Zahlen


Formel 1-Debüt 13. Mai 1950 GP von Groß Britannien, 6. Platz
Letztes Rennen 6. Juli 1958 GP von Frankreich, 4. Platz
Teams Alfa Romeo (1950 - 1951), Maserati (1953 - 1954), Mercedes (1954 - 1955), Ferrari (1956), Maserati (1957), Scuderia Sud Americana (1958), Privateers (1958)
Anzahl der Grand Prix 59 (1950 - 1958)
Starts 59
WM-Titel 1951, 1954 bis 1957!
WM-Punkte insgesamt 243,5
Erste Punkte 21. Mai 1950 GP von Monaco, 1. Platz
Letzte Punkte 21. Mai 1950 GP von Monaco, 1. Platz
Punkte pro Start 4,13
Führungsrunden 1347
Führungskilometer 9315,887
Siege 24, Rekord bis 1968, dann Jim Clark
Erster Sieg 21. Mai 1950 GP von Monaco im 2. Rennen
Letzter Sieg 4. August 1957 GP von Deutschland
Zweite Plätze 8
Ein dritter Platz
Podiumsplätze 33
Erster Podiumsplatz 21. Mai 1950 GP von Monaco, 1. Platz
Letzter Podiumsplatz 8. September 1957 GP von Italien, 2. Platz
Pole Positions 29
Erste Pole Position 21. Mai 1950 GP von Monaco
Letzte Pole Position 19. Januar 1958 GP von Argentinien
Schnellste Runden 23
Beendete Rennen 44
Beendete Rennen in den Punkten 46
Ausfälle 15

Zitate


  • "Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos."

Weblinks


  • http://www.gilthserano.de/bio/sport/bio-fangio.html (der im link zu lesende Text enthält leider zahlreiche Fehler!)
  • http://www.motorsportarchiv.de/f1/fahrer/142/

Mann | Formel-1-Rennfahrer (Argentinien) | GP-Fahrer vor 1950 | Mercedes-Benz | Geboren 1911 | Gestorben 1995 | Weltmeister (Formel 1)

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