Josephus Adjutus (* um 1602 in Ninive; † 21. Mai 1668 in Wittenberg) war ein Theologe.
So hielt er am 23. Oktober 1643 im Großen Auditorium der Wittenberger Universität seine „Oratio-revocatoria, eine Erklärung der Abkehr von der römischen Kirche, der er schon auf dem Deckblatt des Druckes Irrtümer in der Lehre und schmähliche Einstellung der Sitten vorwarf. In dieser Rede prangert er an, dass die Römische Kirche behaupte, die Heilige Schrift enthalte nicht alles, was zum Heile nötig sei. Die Kirchenoberen der damaligen Zeit behaupteten, dass alle Geheimnisse des Glaubens und das übrige, das zu glauben und zu wissen nötig ist, bei ihrer Kirche bewahrt werde und im Herzen ihres Papstes aufgezeichnet sei. Deshalb kann ihre Kirche und ihr Papst die Heilige Schrift vervollständigen und vollenden, da diese nicht hinreichend die ganze Belehrung zur Erreichung des Zieles, nach dem die Gläubigen streben, umfasse. Daher muss sie von ihm selbst vervollständigt und die übrigen Geheimnisse des Glaubens erforscht und untersucht werden. Denn so wird es in den Verordnungen verbreitet, und in der Tat blickten alle mit solcher Ehrfurcht zur Spitze des Apostolischen Stuhles empor, dass sie einen beträchtlichen Teil der Lehre der Heiligen und der alten Einrichtung der christlichen Religion mehr vom Munde ihres Papstes als von den heiligen Schrift und den Überlieferungen der Vater zu erlangen suchen.
Sein Wollen, sein Nichtswollen nur erkunden sie, um nach seinem Urteil auch selbst von ihrem Lebenswandel abzulassen oder ihn darauf auszurichten. Weiterhin seien dem Worte Gottes seine Beschlüsse vorzuziehen. Jenes beschuldigt er nicht nur der Unvollkommenheit, der Zweideutigkeit rund der Dunkelheil, sondern er zeichnet es auch als Quelle von Irrtümern, als Stein des Anstoßes. Der katholischen Kirche der Adjutus bisher folgte, warf er drei Hauptsünden vor.
Dieser Widerruf auf die katholische Kirche kam dem Wittenbergern und dem sächsischen Hof gelegen und nahm deswegen Adjutus in Wittenberger Universität auf, wo er im folgenden den Lehrstuhl eines Professors für Theologie erhielt. In Wittenberg starb er am 21. Mai 1668.
Mann | Iraker | Theologe (17. Jh.) | Geboren 1602 | Gestorben 1668
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