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Joseph Bell (* 2. Dezember 1837; † 4. Oktober 1911) gilt als Pionier der Forensik. Im Jahr 1888 tötet Jack the Ripper in London sein viertes Opfer. Scotland Yard sucht daraufhin Rat bei dem Arzt Joseph Bell, der sich mit dem neuem Gebiet, der Forensik, befasst.

Dr. Bell war Professor an der medizinischen Fakultät der Universität von Edinburgh im 19. Jahrhundert. In seinen Vorlesungen betonte er die Wichtigkeit von genauen Beobachtungen für eine Diagnose. Um dies zu verdeutlichen, nahm er oft einen Fremden und leitete aus seinen Beobachtungen die Beschäftigung und kürzliche Aktivitäten desjenigen ab.

Sir Arthur Conan Doyle traf Bell 1877 und arbeitete als sein Assistent am Royal Infirmary in Edinburgh. Der Charakter des Sherlock Holmes fußt lose auf Joseph Bell. Dr. Bell war sich der Inspiration wohl bewusst und stolz darauf.

Dr. Bell war auch der Leibarzt von Queen Victoria, wenn sie in Schottland weilte. Während seiner Lebensspanne verfasste er verschiedene medizinische Abhandlungen.

Die BBC-Fernsehserie Murder Rooms: The Dark Beginnings of Sherlock Holmes war eine übersteigerte Darstellung von Doyles Zeit als Bells Assistent, in der die Bedeutung von Bell für Holmes Charakter stärker war als in der Realität, Doyle wurde mit Dr. Watson gleichgestellt. Dr. Bell wurde von Ian Richardson dargestellt.

Im Juli 2005 wurde bei Stone Publishing House ein Buch für Schulkinder namens "Dr Joseph Bell — the original Sherlock Holmes" herausgebracht. Autor ist der Historiker aus Kent Dr. Robert Hume, der vorher schon Bücher über Christopher Columbus und Perkin Warbeck schrieb, die Illustrationen stammen von Cheryl Ives.

Mann | Brite | Mediziner (19. Jh.) | Rechtsmediziner | Geboren 1837 | Gestorben 1911

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