Josef Stingl (* 19. März 1919 in Maria-Kulm, Egerland; † 19. März 2004 in Leutesdorf am Rhein) war ein deutscher Politiker der CDU.
Vom 2. Mai 1968 bis zum 30. März 1984 war er Präsident der Bundesanstalt für Arbeit. In seiner Amtszeit wurde die Zentrale der BA in Nürnberg gebaut und die vielen kleinen Dienststellen zusammengefasst. Aufgrund seiner langen Amtszeit fand der Name auch Eingang in die Umgangssprache. "Ich arbeite bei Firma Stingl" war gleichbedeutend mit "Ich bin arbeitslos". Er selbst handelte sich als Verkünder der monatlichen Arbeitslosenstatistiken den Spitznamen "Bundesunke" ein.
Nach seinem Ruhestand engagierte Josef Stingl sich für die Kirche und die Rechte von Heimatvertriebenen. Er selbst war Ehrenvorsitzender der sudetendeutschen Ackermann-Gemeinde und setzte sich als selbst Heimatvertriebener für den Dialog und die Versöhnung zwischen Sudetendeutschen und Tschechen ein. Weiterhin war er Mitglied der K.D.St.V. Nordgau Prag Stüttgart im CV. Er verstarb an seinem 85. Geburtstag.
Mann | Deutscher | Bundestagsabgeordneter | Person (Arbeitsmarkt) | CDU-Mitglied | CSU-Mitglied | Korporierter im CV | Geboren 1919 | Gestorben 2004
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