Wolfgang Joop (* 18. November 1944 in Potsdam) ist ein international erfolgreicher deutscher Modedesigner. Er ist Gründer der Mode- und Kosmetikfirma JOOP! und gilt zusammen mit Karl Lagerfeld und Jil Sander als erfolgreichster Deutscher in dieser Branche.
Den internationalen Durchbruch erzielte Joop 1978, als er seine erste eigene Pelzkollektion vorstellte, welche unter anderem von der New York Times mit dem Ehrentitel "Prussian Designer" ("Preußischer Designer") gewürdigt wurde.
1983 wurde Joop mit dem Fil d'or geehrt, welcher auch als "Mode-Oscar" bezeichnetet wird. 1984 folgte die Auszeichnung mit dem "Goldenen Spinnrad" der Europäischen Seiden-Kommission.
1985 übernahm Joop eine Rolle als Gastdozent im Fachbereich Design an der Berliner Hochschule der Künste. Die Hochschule ernannte ihn 1987 zum Honorarprofessor. Er leitete später das Seminar "Pelzmode mit Accessoires".
Nach der Wiedervereinigung begann Joop als erster westlicher Designer mit der Meissener Porzellanmanufaktur zusammenzuarbeiten, für die er ein Service entwarf. Seit 1997 werden seine Produkte durch die Joop GmbH vertrieben. 1998 verkaufte Joop 95 % seiner Firmenanteile. Der Verkauf der restlichen 5 % erfolgte im Jahr 2001. 1999 gründete Joop die Firma, "Wunderkind Art", die ihren Sitz in Potsdam hat und als Modelabel mit der im September 2004 in New York vorgestellten Kollektion ihr internationales Debüt hatte.
Im Jahr 2000 spielte er in der Gesellschaftssatire Suck My Dick von Oskar Roehler eine Hauptrolle.
Joop ist Autor einiger Bücher und vieler Artikel für Zeitschriften und Zeitungen. Unter anderem schrieb er für den Spiegel, den Stern und die Welt am Sonntag. Seine bisher erschienenen Bücher sind das Geschenkbüchlein "Das kleine Herz" (2001), das Kochbuch "Hectic Cuisine" (2002), die Autobiographie "Stillstand des Flüchtigen" (2002) und der Roman "Im Wolfspelz" (2003). Nach eigenen Angaben kann er noch immer keinen Computer bedienen und verfasst Bücher wie seinen geplanten zweiten Roman handschriftlich.
Joop unterstützt den Verein "Dunkelziffer e.V.", welcher sich um sexuell missbrauchte Kinder kümmert und den Verein "Hamburg Leuchtfeuer", der sich um mit Aids infizierte Menschen sorgt.
Hin und wieder meldet sich Joop auch zur aktuellen Weltlage zu Wort, unter anderem mit dem Ausspruch "Ich bedaure nicht, dass das Symbol der Twin Towers nicht mehr steht, weil sie kapitalistische Arroganz symbolisierten."
Er bezeichnet sich selbst als Kosmopolit und besitzt unter anderem ein Domizil in Monte Carlo, ein Penthouse in New York und zwei Villen in Potsdam (Villa "Wunderkind" und Villa "Rumpf"), seiner Heimatstadt, der er sich sehr verbunden fühlt und in der er nach langjährigem Aufenthalt in Hamburg seit 1998 wieder wohnt.
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