Joint.jpg Ein Joint, auch Haschzigarette oder Tüte genannt, ist eine mit Haschisch oder Marihuana und meist Tabak gefüllte Zigarette. Statt Tabak kann auch sogenannter Knaster verwendet werden. Auch kann Marihuana pur im Joint geraucht werden. Interessant ist die weltweite Differenzierung.
Zum Drehen des Joints gibt es von verschiedenen Herstellern in Länge, Breite und Papierbeschaffenheit variierende, spezielle Zigarettenpapiere. Meist werden Longpapers (extralange Zigarettenpapiere) oder rips (Markenname; Endlospapiere von der Rolle) verwendet. Alternativ können mehrere normale Zigarettenpapiere zu einem größeren zusammengeklebt werden (Zweiblatt, Dreiblatt, ...); auch mehrere Longpapes können verbunden werden (z.B. *). Dickeres Papier besitzt dabei den Nachteil, schneller als das Cannabis zu verbrennen.
Oft wird am dünnen Ende ein Mundstück, auch Filter oder Base genannt (engl. tip), in Form einer kleinen Pappröhre (z. B. gefertigt aus der Pappe einer Zigarettenbox oder einer Karteikarte) eingearbeitet; dies erhöht sowohl die Stabilität, als auch die Griffigkeit des Joints. Des weiteren dient die Länge des tip der Abkühlung des Rauches. Hierfür kann man auch spezielle Tip-Tubes erwerben, die nach Bedarf mit Aktivkohle gefüllt sind. Die Aktivkohle soll Schadstoffe aus dem Rauch herausfiltern, ist jedoch durchlässig für den Wirkstoff THC.
Ein Tulip (engl.: Tulpe), ist ein kugelartiger, kurzer und extrem dicker Joint, der wie ein Kopf auf einem sehr langen Tip steckt. Bei der Windmill (engl.: Windmühle) handelt es sich um eine Ansammlung von vier oder mehr normalen Joints, zusammengefasst in einem großen Tip, die synchron geraucht werden. Der Diamond (englisch für Diamant), ist ein Joint, der sich in der Mitte in zwei spaltet und zu beiden Seiten zusammen läuft, so dass man ihn an einer Stelle anzündet, er aber während des Rauchens zwei Gluten entwickelt. Die Phantasie der Kiffer ist beinahe grenzenlos, was Dreh-, Bau-, Rollmethoden anbelangt, sodass beispielsweise auch ein "Joint-um-die-Ecke" möglich ist.
Ein Stick oder Sticky (engl.: Stock, Stäbchen) ist ein kleiner, aus einem kurzen Zigarettenpapier gedrehter Joint mit der Form einer gewöhnlichen, selbstgedrehten Zigarette.
Ein Blunt wird mit aromatisierten Tabakblättern, ähnlich denen einer Zigarre und üblicherweise mit purem Marihuana gedreht. Er ist milder und in kann im Aroma mit verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Kirsche, Erdbeere, Apfel, Honig etc. variieren.
Die psychoaktive Wirkung mit Tabak gleicht einer steilen Kurve, welche dann über 30 Minuten abflacht. Die aktive Wirkung des THC wirkt jedoch 2 bis 6 Stunden länger. Verschiedene Zusätze zum handelsüblichen Tabak verstärken die Wirkung und verkürzen die Zeit bis zu deren Einsetzen. Hier sei als ein Zusatz Ammoniak erwähnt, welches den Transport der Wirkstoffe Nikotin und THC in das Gehirn beschleunigt.
Pur, mit Tabak oder Knaster geraucht ist die Kurve der psychoaktiven Wirkung langsam ansteigend, erreicht den Höhepunkt nach 15 bis 30 Minuten und flacht dann langsam ab...
Gegenüber der Wirkung einer Bong ist die Wirkung eines Joints deutlich schwächer, bzw. bedarf es für die gleiche Wirkung mehr Hanfmaterial. Jedoch ist das Rauchen durch eine Bong auch wesentlich schädlicher für die Lunge, da durch die Luftblasen, durch welche der Rauch gekühlt wird und somit seine Dichte erhöht wird, in einem unregelmässigen Rhythmus in die Lunge aufgenommen wird. Daraus folgt, dass Bong-rauchen zu einer unregelmässigen Atmung und einer stärkeren Tiefenschädigung der Lunge als beim Jointrauchen führt. In der Folge werden häufig auch Unregelmässigkeiten am Herzschlag des Konsumenten festgestellt. Durch die langsamere Aufnahme des Wirkstoffs kommt es beim Jointrauchen auch nicht zu einem plötzlichen Rausch. Die Suchtgefahr wird daher von einigen Experten beim Jointrauchen als geringer eingeschätzt als bei schneller wirkenden Konsummethoden.
Eine andere oft verwendete Methode ist das Stopfen, wobei zuerst das Blättchen mit dem Filter ohne Cannabis oder Tabak vorgedreht wird und dann die Mische nach und nach mit einem dünnen Gegenstand hineingestopft wird.
Ein Joint kann auch mit einer speziellen Drehmaschine gefertigt werden.
In den niederländischen Coffee Shops gibt es vorgedrehte s zu kaufen, meist eine Mischung aus Tabak und Marihuana oder Haschisch; manchmal werden dort aber auch s aus purem Marihuana angeboten.
Wie bei Drogen allgemein üblich gibt es auch für den Joint unzählige Bezeichnungen und Szenenamen, die sowohl der Diskretion wegen, als auch als Spitzname verwendet werden und teilweise stark vom Lokalkolorit geprägt sind. Sie beziehen sich oft auf die Form (Tüte) oder sind metaphorisch zu verstehen (Dübel, Ofen).
Mittlerweile werden ihnen sogar abstrakte Namen gegeben, wie z.B. Reisetasche, Koffer oder Rucksack (abgeleitet von der Tüte, also Einkaufstüte)
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