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John „Johnny“ Christopher Depp II (* 9. Juni 1963 in Owensboro, Kentucky) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.

Biographie


1963–1989

Der Sohn von Betty Sue und John Christopher Depp I. (sen.) und Ur-Enkel eines Cherokees kam nach dem College über verschiedene Gelegenheitsjobs zunächst als Komparse zum Film. Nach diversen Nebenrollen, in denen er meist das Opfer in Horrorfilmen, wie in einer seiner ersten Filmrolle in Mörderische Träume von Wes Craven, spielte, bekam nach dem Besuch mehrerer Schauspielschulen seine Karriere den eigentlichen Kick durch die erfolgreiche Fernsehserie 21 Jump Street, in der er einen jugendlichen unangepassten Undercover-Polizisten spielte. Wegen seiner rebellischen Art wurde er mit Marlon Brando und James Dean verglichen.

1983 heiratete Depp die Künstlerin Lori Allison, die Ehe hielt allerdings nur zwei Jahre.

Den für sich selbst bedeutsamsten Schritt unternahm er jedoch laut eigenem Bekunden mit der Nebenrolle des Sanitäters Private Lerner in Oliver Stones Platoon (1986), da er hierbei gemerkt habe, welche Möglichkeiten einem der Film gegenüber dem Fernsehen geben würde.

Der Erfolg der Kultserie war dermaßen groß, dass Depp – wie er es selbst empfand – zur Ware degradiert wurde. Auch wenn er in dieser Zeit viel gelernt habe – so Depp – wollte er etwas derartiges nie mehr erleben. Fortan suchte er sich seine Rollen stets bedachtsam und ohne Rücksicht auf etwaiges „Kassengift“ aus. Seine Rollen liebt er stets mit bemerkenswerten Marotten auszustatten. Eigenen Worten zufolge setzt er sie stets zusammen aus einem Drittel der so genannten Strasberg-Methode des Method Acting, einem weiteren Drittel, indem er die zu spielende Person mit Wesenszügen ausstattet, die ihm von einem real existierendem Menschen bekannt sind, und letztlich den bereits erwähnten Marotten.

1990–2006

1990 spielte er in dem Film Cry Baby seine erste Hauptrolle in einem Kino-Film. Regisseur des Films war John Waters, der für zotige und geschmacklose Filme bekannt war und ist.

Seinen ersten großen Erfolg in einer Hauptrolle hatte er 1990 in der Fantasy-Tragikomödie Edward mit den Scherenhänden, wo er das erste Mal mit Tim Burton zusammen arbeitete, den Johnny Depp als Regisseur sehr schätzt. Für seine Leistung in dem Film wurde er für den Golden Globe als bester Hauptdarsteller nominiert. Mit der Rolle des Edward gelang es Depp, sich von dem „Schickimicki“-Image der Serie zu lösen, und bewies erstmals seine Wandlungsfähigkeit. Während der Dreharbeiten zu Edward mit den Scherenhänden lernten sich Johnny Depp und Winona Ryder, die die weibliche Hauptrolle spielte, persönlich näher kennen. Ihre Liaison hielt vier Jahre lang.

1993 übernahm er die Hauptrolle in der melancholischen Liebeskomödie Benny und Joon, für die er ebenfalls eine Nominierung für den Golden Globe erhielt. Im selben Jahr spielte er in dem Emir Kusturica Film Arizona Dream von 1993 die Hauptrolle sowie im Musikvideo zu Into the Great Wide Open von Tom Petty.

Im selben Jahr wurde der Club Viper Room eröffnet und bis 2004 hatte Johnny Depp Anteile des Clubs. 1993 starb River Phoenix, welcher zu den engsten Freunden Depps gehörten an einer Überdosis Speedball vor dem Eingang des Viper Room.

1994 spielte er die Titelrolle in Tim Burton´s Ed Wood, zusammen mit Martin Landau als abgehalftertem Dracula-Star Bela Lugosi.

In Sleepy Hollow arbeitet Depp 1999 erneut mit Tim Burton zusammen. Depp zufolge hätte er nicht gedacht, dass ein großes Studio seine Grundanlage der Rolle des "Detektivs" – "eine Mischung aus Miss Marple, Sherlock Holmes und einem pubertierenden Mädchen" (Depp) – jemals toleriert hätte, aber der Film kam beim Publikum gut an.

Depp spielte auch in weiteren Horror-Filmen mit u.a. in der Jack-the-Ripper-Verfilmung From Hell (2001), an der Seite von Heather Graham, Robbie Coltrane und Ian Holm, und in Das geheime Fenster (2004), der auf einer Kurzgeschichte von Stephen King beruht. In dem Jarmusch-Films Dead Man 2002, spielt er in einem Western in dem viele kafkasche Themen berührt werden.

2003 wurde er für seine schauspielerischen Leistungen in Fluch der Karibik für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Im Jahr darauf erhielt er eine Nominierung in der selben Kategorie für seine Darstellung des Peter-Pan-Autors J. M. Barrie im Filmdrama Wenn Träume fliegen lernen. Außerdem spielte er 2005 in der Verfilmung von Charlie und die Schokoladenfabrik, den Inhaber der Fabrik, Willy Wonka. Erneute Zusammenarbeit mit Tim Burton.

Bereits seit 1998 ist Depp mit der französischen Schauspielerin und Sängerin Vanessa Paradis liiert, mit der er zwei Kinder hat (Lily-Rose Melody (* 27. Mai 1999) und Jack John Christopher Depp (III.) (* 9. April 2002).

1999 unterstützte Depp seinen Freund, den Rockmusiker John Frusciante, dessen Drogensucht zu überwinden. Damit half Depp der US-Rockband Red Hot Chili Peppers, nicht auseinander zu gehen.

Filmografie (Auswahl)


Auszeichnungen


Nominierungen

Literatur


  • Adolf Heinzlmeier: Johnny Depp. Der sensible Don Juan. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-11855-3
  • Brian J. Robb: Johnny Depp - enfant terrible. Die Bildbiographie (OT: Johnny Depp. A Modern Rebel). vgs, Köln 1997, ISBN 3-8025-2472-1
  • Alexandra Seitz: Johnny Depp (Stars! 13). Bertz + Fischer, Berlin 2006, ISBN 3-929470-43-8

Sonstiges


Die deutsche Synchronstimme von Johnny Depp ist David Nathan

Weblinks


Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Filmregisseur | Geboren 1963

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