Johnny Cash (* 26. Februar 1932 als J.R. Cash in Kingsland (Arkansas); † 12. September 2003 in Nashville (Tennessee)) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Country-Sänger und Songwriter.
Johnny Cash-Nixon.jpg im Juli 1972]]
Er war für seine markante Bassbariton-Stimme und den sogenannten „Boom-Chick-a-boom“-Sound seiner Begleitband „The Tennessee Three“, sowie seine kritischen und unkonventionellen Texte bekannt. Sein musikalisches Spektrum reichte von den 50er Jahren mit Country, Gospel, Rock'n'Roll, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country Anfang des 21. Jahrhunderts. Legendär sind seine Konzerte in den Gefängnissen Folsom State Prison und San Quentin Ende der 60er Jahre. Cash trug den Beinamen „Man in Black“.
Johnny Cash hatte sechs Geschwister: Roy, Louise, Jack, Reba, Joanne und Tommy. Sein zwei Jahre älterer Bruder Jack starb 1944 im Alter von 14 Jahren bei einem Unfall mit einer Kreissäge.
Cash begann früh, Gitarre zu spielen und Lieder zu schreiben. In seiner Zeit auf der High School trat er bereits bei einem lokalen Radiosender auf. 1950 wurde er als Funker der Air Force auf einem Abhörposten in Landsberg am Lech in Bayern stationiert. Hier gründete er seine erste Band, die Landsberg Barbarians („Landsberger Barbaren“, wobei „Barbarians“ eine Verballhornung von Bavarians, Englisch für „die Bayern“, ist) und schrieb den Folsom Prison Blues, nachdem er den Film Inside the Walls of Folsom Prison gesehen hatte.
Nach Beendigung seiner Militärzeit in Deutschland mit dem Rang eines Oberfeldwebels zog Johnny Cash 1954 nach Memphis (Tennessee) und heiratete Vivian Liberto. Aus dieser Ehe stammen seine Töchter Rosanne (*1955), Kathleen (*1956), Cindy (*1959) und Tara (*1961).
Tagsüber jobbte Cash als Vertreter für Elektrogeräte, abends spielte er zusammen mit den „Tennessee Two“, dem Gitarristen Luther Perkins und dem Bassisten Marshall Grant (aus denen 1960 mit dem Schlagzeuger WS Holland die „Tennessee Three“ wurden) in verschiedenen Clubs in Memphis. Da Cashs Band zu dieser Zeit noch keinen Schlagzeuger hatte, klemmte er ein Stück Papier hinter die Saiten seiner Rhythmusgitarre; dieses perkussive Schnarren wurde zum typischen Merkmal des berühmten „Boom-Chick-a-boom“-Sounds. Die Bezeichnung ist eine lautmalerische Beschreibung für den schnellen, stampfenden Klang ähnlich dem eines fahrenden Zugs.
Schließlich stellte er sich Sam Phillips, dem Besitzer und Produzenten von Sun Records vor, der ihn unter Vertrag nahm. Johnny Cashs erste Single bei Sun Records erschien mit Cry! Cry! Cry! am 21. Juni 1955, auf der B-Seite befand sich Hey Porter. Seine nächste Veröffentlichung, Folsom Prison Blues, die schon gut einen Monat nach der Debüt-Single erschien, erreichte bereits die Top 5 der Country-Charts. I walk the line (1956) schaffte es schließlich auf Platz 1 der Country-Charts und konnte sich auch unter den Top 20 der Pop-Charts platzieren. Aus dieser Zeit stammen auch die legendären „Sun Session“-Aufnahmen des sogenannten „Million Dollar Quartetts“ mit den Rock'n'Roll-Größen Carl Perkins, Jerry Lee Lewis und Elvis Presley, die ebenfalls bei Sun Records unter Vertrag waren.
1956 lernte Johnny Cash hinter der Bühne der Country-Radio-Show Grand Ole Opry in Nashville, die damals noch im Ryman Auditorium aufgezeichnet wurde, seine spätere Ehefrau June Carter von der berühmten Carter Family kennen, die er schon seit seiner Kindheit bewunderte. Zu dieser Zeit begann Cash auch, jedes seiner Konzerte mit den Worten: „Hello, I'm Johnny Cash“ zu eröffnen, was zu seinem Markenzeichen wurde.
Zum Ende der 50er Jahre ging es mit Johnny Cashs Karriere steil bergauf und er war ständig auf Tour, was die Ehe mit Vivian Liberto sehr belastete. Cash hielt dem Konzertstress nur schwer stand und nahm nach eigener Aussage 1957 während einer Tour mit den Musikern Faron Young und Ferlin Huskey seine erste Benzedrintablette. In der Folgezeit griff er immer häufiger zu Alkohol, Amphetaminen und Barbituraten und teilte sich für einige Zeit ein Appartement mit dem Country-Sänger Waylon Jennings, der ebenfalls tablettensüchtig war.
1958 zog Cash mit seiner Familie nach Kalifornien und wechselte zu Columbia Records, die ihm ein lukratives Angebot gemacht hatten. Hier erschien im November desselben Jahres das Album The Fabulous Johnny Cash, das unter anderem den Nr. 1-Hit Don't Take Your Guns to Town enthielt. Mit diesem Album erweiterte Cash sein Klangspektrum um Pop, Folk und Gospel. Das Album Songs of Our Soil, größtenteils bei einer einzigen Session im März 1959 aufgenommen, ist wiederum im Americana-Stil gehalten. Der bekannteste Song hieraus ist Five Feet High and Rising, ein Lied über das Mississippi-Hochwasser, das in den 1930er Jahren beinahe das Haus der Cashs in Arkansas weggerissen hätte.
Ab 1961 ging June Carter mit ihm auf Tourneen. Im März 1963 brachte er den Song Ring of Fire heraus, der in seiner Version – unterlegt mit den markanten Mariachi-Trompeten – ein Welthit wurde. Das Lied hatte Merle Kilgore zusammen mit June Carter geschrieben, die darin Cashs Drogensucht und ihre verbotene Liebe zu ihm beschreibt. Cash und Carter waren beide zu diesem Zeitpunkt noch mit anderen Partnern verheiratet, aber seit langem ineinander verliebt.
Anfang der 60er Jahre erschienen einige Konzeptalben von Johnny Cash, unter anderem im September 1964 das wütende Bitter Tears, auf dem sich das Aufkommen der amerikanischen Indianerbewegung und die zunehmende Empörung über den Umgang der US-Amerikaner mit den Ureinwohnern des Landes niederschlagen. Auf diesem Album verwendet Cash Stammestrommeln und indianische Gesänge, identifiziert sich mit den Unterdrückten und bezichtigt die US-amerikanischen Präsidenten des Betruges an den Indianern. Ein Höhepunkt des Albums ist The Ballad of Ira Hayes, eine Hymne an den gleichnamigen indianischen Kriegshelden, der als bettelarmer Alkoholiker starb. Mit diesem in kommerzieller Hinsicht riskanten Projekt begründete Cash bei der aufkommenden Protestbewegung und der damit verbundenen Subkultur seinen Ruf als glaubwürdiger Künstler.
Obwohl Johnny Cash seinen Fans das romantische Image vom Outlaw verkaufte, war er nur einige Male kurzfristig wegen kleinerer Vergehen im Gefängnis. Im Oktober 1965 wurde er verhaftet, als er in seinem Gitarrenkoffer Amphetamine von Mexiko in die USA schmuggeln wollte. Seine Tablettenabhängigkeit war auf dem Höhepunkt angekommen, was zur Scheidung von Vivian Liberto, Gewaltausbrüchen auf der Bühne und einigen Konzertabsagen führte. Cash magerte auf 70 kg bei einer Größe von 1,87 m ab, seine Stimme wurde brüchig. Er kaufte ein Haus am Old Hickory Lake in Hendersonville in der Nähe von Nashville.
Anfang Oktober 1967, nachdem er mehrere Tage nicht gegessen und geschlafen hatte, zog Cash sich in die Nickajack-Höhle in der Nähe von Nashville zurück und legte sich dort hin, um zu sterben. Er schrieb in seiner Autobiographie, dass ihm dort irgendwann klar wurde, dass er seinen Todeszeitpunkt nicht selbst bestimmen könne. Zitat: „Ich würde sterben, wenn Gott die Zeit für gekommen hielt, und nicht, wenn ich es wollte.“
June Carter und ihre Eltern standen Cash bei seinem nun folgenden schwierigen Entzug zur Seite und schirmten ihn vor allem von Leuten ab, mit denen er Drogen genommen hatte. Am 11. November 1967 gab Cash an der Highschool von Hendersonville sein erstes Konzert in „nüchternem Zustand“ seit mehr als zehn Jahren. Kurze Zeit später erfüllte sich für Johnny Cash einer seiner größten Wünsche, die Aufnahme zweier Live-Alben in einer Strafanstalt. Das erste dieser Alben, Johnny Cash at Folsom Prison vom Januar 1968, wurde sehr erfolgreich.
Nachdem sich June Carter wegen Cashs Drogensucht lange geweigert hatte, ihn zu heiraten, nahm sie am 22. Februar 1968 seinen Heiratsantrag, den er ihr auf der Bühne während eines Konzertes in Ontario in Kanada machte, an. Sie heirateten am 1. März 1968 in Franklin, Kentucky.
Beim zweiten Live-Album aus einem Gefängnis wurde der im August 1968 bei einem Hausbrand verstorbene Cash-Gitarrist Luther Perkins durch Bob Wootton ersetzt, der Cash bis an dessen Lebensende begleiten sollte. Der Erfolg des Folsom-Prison-Albums wurde von Johnny Cash at San Quentin mit der Nr. 1 Single A Boy Named Sue noch übertroffen. Dieser Auftritt in der Strafanstalt San Quentin in Kalifornien am 24. Februar 1969 verhalf Cash zu internationaler Bekanntheit. Ein Filmmitschnitt des britischen Senders „Granada Televison“ wurde von den großen Sendeanstalten wegen Cashs gesellschaftskritischer Aussagen zunächst jedoch nicht gesendet.
Am 5. Dezember 1969 spielte Cash vor 21.000 Zuschauern im ausverkauften Madison Square Garden in New York. Das dazugehörige Live-Album wurde erst 2002 veröffentlicht. Mit Cash auf der Bühne waren Carl Perkins, die Statler Brothers, die Carter Family und sein Bruder Tommy Cash. June Carter Cash fehlte bei diesem Auftritt, da sie schwanger war. Am 3. März 1970 wurde das einzige gemeinsame Kind von Johnny und June, John Carter Cash, geboren.
In den frühen 70ern begann Cash, nur noch in schwarzer Kleidung aufzutreten, was ihm den Beinamen „Man in Black“ einbrachte. Seine Kleidung stand in starkem Kontrast zu den sonst üblichen farbenfroh-kitschigen Hemden der Country- und Western-Musiker dieser Zeit. Im Juni 1971 veröffentlichte Cash den gleichnamigen Song, um seinem Publikum zu erklären, warum er nur noch Schwarz trug:
Zitat aus Man in Black:
Mitte der 70er Jahre sank Cashs Popularität langsam, trotzdem verkauften sich 1975 von seiner Autobiografie Man in Black 1,3 Millionen Exemplare. Cash übernahm in dieser Zeit auch erste Fernsehrollen, beispielsweise 1974 in der Folge „Schwanengesang“ der Krimi-Reihe Columbo.
1980 erhielt Johnny Cash die höchste Auszeichnung in der Country-Musik. Er wurde in die Country Music Hall of Fame aufgenommen und war mit 48 Jahren der jüngste lebende Künstler, dem diese Ehre zuteil wurde.
Im Juni 1980 erschien Cashs Album Rockabilly Blues, bei dem ihn im Studio der New Wave-Musiker Nick Lowe, Ehemann von Cashs Stieftochter Carlene Carter, begleitete. Ähnlich konzipiert war auch Cashs nächste Produktion, das Album „Johnny 99“ vom September 1983, auf dem Cash mit Johnny 99 und Highway Patrol Man unter anderem zwei Coverversionen von Bruce Springsteens gerade veröffentlichtem Album Nebraska sang.
Cash hatte auch weiterhin Fernsehauftritte, beispielsweise noch im selben Jahr im Bürgerkriegsepos Fackeln im Sturm, in dem er den Abolitionisten John Brown spielte oder später in den 90er Jahren zusammen mit seiner Frau June Carter Cash in der Western-Serie Dr. Quinn mit Jane Seymour in der Hauptrolle.
Johnny Cash gehörte mit seiner rebellischen Art und seinen Liedern über Strafanstalten und Revolverhelden seit Ende der 60er Jahre zu den Wegbereitern der sogenannten Outlaw-Bewegung, die sich gegen die immer glatter werdenden Country-Pop-Produktionen Nashvilles auflehnte. Im Mai 1985 schlossen sich die erfolgreichsten Mitstreiter dieser Bewegung, Waylon Jennings, Willie Nelson und Kris Kristofferson mit ihrem Freund und Vorbild Johnny Cash zusammen und gründeten The Highwaymen. Mit dem Album Highwayman und dem gleichnamigen Titelsong erreichte Cash das erste Mal seit mehr als 10 Jahren wieder Platz 1 der Country-Charts. 1986 erschien Cashs einziger Roman Man in White über die Wandlung vom „Saulus zum Paulus“.
Im Jahr 1988 musste sich Cash einer doppelten Bypass-Operation unterziehen. Gleichzeitig erlebte seine Karriere gegen Ende der 80er Jahre ihren Niedergang, der auch mit der Umstrukturierung einer sich rein an Marktgesetzen orientierenden Countrymusik-Industrie zusammenhing. Alte Stars wie George Jones, Dolly Parton und eben Cash waren zumindest im Mainstream nicht mehr gefragt. Radiosender und Plattenfirmen ignorierten Künstler, die sich im Hinblick auf den Publikumsgeschmack wenig flexibel zeigten. Mit dem parodistischen Song Chicken in Black arbeitete Cash aktiv an der Demontage der eigenen Legende. Sein Plattenvertrag mit Columbia Records lief aus, es folgte ein Vertrag mit Mercury/PolyGram, aber diese Produktionen waren kommerziell wenig erfolgreich. Das wohl wichtigste Album aus dieser Zeit ist Water From the Wells of Home vom November 1988, auf dem Cash Duette mit bekannten Künstlern wie Linda & Paul McCartney, den Everly Brothers, Emmylou Harris und seinen Kindern Rosanne und John singt.
1994 bot ihm Rick Rubin, der eigentlich als Produzent von Hip-Hop- und Metalbands wie Run-DMC, den Beastie Boys oder Slayer bekannt war, einen Plattenvertrag an. Für das erste gemeinsame Album mit dem Titel American Recordings machten die beiden viele Experimente. Zunächst wurde in Rubins Wohnzimmer ein Demoband nur mit Johnny Cash und seiner akustischen Gitarre produziert, dann arbeitete Cash mit verschiedenen Konstellationen von Bands zusammen, um herauszufinden, wie der „neue“ Cash-Sound klingen sollte. Schließlich entschieden Cash und Rubin sich für die „minimalistische“ Version, wie sie auf dem ursprünglichen Demoband zu hören war. Sie setzten ein Konzert im Viper Room in Los Angeles an und verwendeten die Live-Versionen zweier Songs für das Album. Eröffnet wird American Recordings mit Delia's Gone, einer Ballade über einen Mörder, in der Tradition von Cashs düstersten Songs. Mit dem dazugehörigen Video, in dem Topmodel Kate Moss die Hauptrolle spielt, wurde Cash schließlich auch dem jüngeren „MTV-Publikum“ bekannt. Eines der weiteren Highlights des Albums ist Bird on a Wire, ein Song, der ursprünglich von Leonard Cohen stammt.
Für das zweite Album Unchained im Jahr 1996 holte sich Cash Begleitmusiker von Tom Petty & the Heartbreakers, den Red Hot Chili Peppers und Fleetwood Mac. Als Höhepunkte dieses Albums gelten Tom Pettys Southern Accent und das inbrünstig gesungene Spiritual. Bei den Aufnahmen zu diesem Album ging es Cash gesundheitlich schon so schlecht, dass er zwischendurch immer wieder Pausen einlegen musste.
Auf dem im Oktober 2000 erschienen Album American III – Solitary Man klingt Cashs sonst so fester Bariton erstmals brüchig; auffällig zu hören ist dies bei Tom Pettys I won’t back down. Einer der für Johnny Cash ungewöhnlichsten Titel auf diesem Album ist Nick Caves The Mercy Seat, der Monolog eines in der Todeszelle wartenden Strafgefangenen und nach Cashs eigenen Angaben einer seiner Lieblingssongs.
Mit Johnny Cashs letztem Album, American IV - The Man Comes Around vom November 2002 gelang ihm mit einem 2. Platz in den Country-Charts noch einmal ein fulminanter Erfolg. Cashs Gesang ist hier fragil, zurückhaltend und würdevoll. Man hört ihm an, dass er schwer krank ist, die Gebrochenheit seiner Stimme passt jedoch zum Grundton des Albums, das vorwiegend von Liebe, Tod und dem Leben danach handelt. Mit dem Titelsong The Man Comes Around machte Cash deutlich, dass er nach wie vor auf der Höhe seiner Schaffenskraft als Songwriter war. Das Video des Nine Inch Nails-Coversongs Hurt wurde mit dem MTV Video-Music-Award und einem Grammy ausgezeichnet. Beim letzten Song des Albums, We’ll Meet Again, unterstützte ihn gesanglich und instrumental die gesamte „Cash-Gang“ inklusive des Personals. Diese vier letzten Alben von Johnny Cash der American-Recordings-Reihe fanden weltweit auch außerhalb der Countryszene große Anerkennung.
Nach Cashs Tod kam am 16. Dezember 2003 eine 5-CD-Box mit dem Titel Unearthed in den Handel, auf der über 60 unveröffentlichte Songs aus den American Recordings Sessions enthalten sind, u. a. auch Neuinterpretationen von Klassikern wie Cat Stevens’ Father & Son oder Heart of Gold von Neil Young. Unter den Aufnahmen finden sich auch Duette mit den Musikergrößen Joe Strummer, Tom Petty und dem Rock'n'Roll-Veteran Carl Perkins.
Nach Cashs Tod wurden Hunderte von Bändern in einem Büro hinter den Aufnahmestudios des House Of Cash gefunden. Einige davon hatte er als "Personal Files" gekennzeichnet, es handelt sich dabei um unzählige private Solo-Aufnahmen aus den 70er und 80er Jahren. 49 Songs davon wurden am 26. Mai 2006 als Doppel-CD mit dem Titel Personal File - Homerecordings erstmals veröffentlicht. Die CD wird eine Sammlung von Titeln enthalten, die von klassischen Folk- & Gospel-Traditionals über Interpretationen von Cashs persönlichen Lieblingsliedern bis hin zu eigenen Songs reicht. Mit American V - A Hundred Highways wurde von "Lost Highway Records" für den 4. Juli 2006 ein weiteres Album der American Recordings-Reihe angekündigt. Produzent Rick Rubin deutete darüber hinaus das Erscheinen von American Recordings VI an. Das Album soll eventuell bereits im Jahr 2007 auf den Markt kommen.
Cash musste mehrmals mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Im Oktober 2001 wurde er so krank, dass die Ärzte ihn für eine Woche in ein künstliches Koma versetzen mussten. Des Weiteren litt Cash durch starkes Asthma ständig unter Atemnot, außerdem war seine Sehkraft durch Glaukom sehr zurückgegangen.
Am 15. Mai 2003 starb Johnny Cashs Ehefrau June Carter Cash im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Herzklappenoperation. Die beiden waren 35 Jahre miteinander verheiratet. Bei ihrer Beerdigung saß Cash bereits im Rollstuhl. Zehn Tage nach Junes Tod sagte Cash, er müsse wieder ins Studio und weiterarbeiten: „Ich möchte Musik machen und arbeiten, so gut ich kann. Sie würde das wollen, und ich will es auch.“ Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Johnny Cash am 5. Juli 2003 bei einem Konzert auf dem Anwesen der Carter Family in Bristol, Virginia.
Gut zwei Monate später telefonierte Rick Rubin zum letzten Mal mit Cash, um ihm mitzuteilen, dass er ihm Abmischungen für die CD-Box „Unearthed“ schicken würde. Johnny Cash konnte sie sich nicht mehr anhören. Er starb am nächsten Tag, dem 12. September 2003, im Alter von 71 Jahren im Baptist Hospital in Nashville an Lungenversagen. Johnny Cash wurde neben seiner Frau auf dem Friedhof Hendersonville Memory Gardens nahe seinem Wohnhaus in Hendersonville, Tennessee, bestattet.
Das letzte Musikstück, das Cash zwei Wochen vor seinem Tod aufgenommen hatte, ist ein Traditional namens „Engine 143“. Sein House of Cash mit angeschlossenem Tonstudio in Hendersonville, in dem er mit seiner Frau 35 Jahre lang gelebt und gearbeitet hatte, wurde im Januar 2006 von dem Sänger Barry Gibb von den Bee Gees gekauft.
Walk the Line wurde 2006 mit drei Golden Globes ausgezeichnet und für fünf Oscars nominiert; Reese Witherspoon erhielt den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“.
- bgcolor="#dddddd" | Jahr | Org. | Award | Titel | - | 1967 | Grammy | Best Country & Western Performance | - | 1968 | CMA | Album Of The Year | "Johnny Cash At Folsom Prison" | - | 1968 | Grammy | Best Male Country Vocal Performance | "Folsom Prison Blues" | - | 1969 | CMA | Album Of The Year | "Johnny Cash At San Quentin Prison" | - | 1969 | CMA | Entertainer of the Year | - | 1969 | CMA | Male Vocalist Of The Year | - | 1969 | CMA | Single Of The Year | "A Boy Named Sue" | - | 1969 | CMA | Vocal Group Of The Year | "Johnny Cash / June Carter" | - | 1969 | Grammy | Best Male Country Vocal Performance | "A Boy Named Sue" | - | 1970 | Grammy | Best Country Performance By A Duo Or Group | "If I Were A Carpenter" | - | 1985 | ACM | Single Of The Year | "Highwayman" | - | 1994 | Grammy | Best Contemporary Folk Album | "American Recordings" | - | 1997 | Grammy | Best Country Album | "Unchained" | - | 1999 | Grammy | Lifetime Achievement Award | Auszeichnung für Cashs Lebenswerk | - | 2000 | Grammy | Best Male Country Vocal Performance | "Solitary Man" | - | 2002 | Grammy | Best Male Country Vocal Performance | "Give My Love To Rose" | - | 2003 | CMA | Album Of The Year | "American IV: The Man Comes Around" | - | 2003 | CMA | Music Video Of The Year | "Hurt" | - | 2003 | CMA | Single Of The Year | "Hurt" | - |
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| 1977 | Nashville Songwriters Hall of Fame | - | 1980 | Country Music Hall of Fame | - | 1992 | Rock and Roll Hall of Fame |
Anmerkungen
Mann | US-Amerikaner | Country-Musiker | Country-Sänger | Baptist | Geboren 1932 | Gestorben 2003
Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | ジョニー・キャッシュ | კეში, ჯონი | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | Johnny Cash | 强尼·卡什
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