John Reed (* 22. Oktober 1887 in Portland Oregon; † 19. Oktober 1920 in Baku) war ein amerikanischer Journalist.
Während des Ersten Weltkrieges war Reed als Kriegsberichterstatter für die amerikanische radikal-revolutionäre Zeitschrift The Liberator an fast allen Kriegsschauplätzen unterwegs. Verheiratet war er mit Louise Bryant und war gut befreundet mit Eugene O'Neill.
Von August 1917 bis April 1918 hielt sich Reed in Russland auf und war ein unmittelbarer Zeitzeuge der Oktoberrevolution, was sich dann auch in seinem berühmtesten Werk Ten days that shook the world (später verfilmt als Reds) niederschlug. Aus dieser Zeit stammte auch seine Freundschaft mit Lenin. Er gründete die eigenen Zeitschriften The Revolutionary Age und The Communist.
Als Reed im August 1919 in die USA zurückkehrte, wurde er wegen seiner Aktivitäten in Russland aus der Sozialistischen Partei Amerikas ausgeschlossen. Fast als Trotzreaktion gründete Reed daraufhin die Kommunistische Arbeiterpartei und wurde deren erster Vorsitzender.
Als Reed vom obersten Gerichtshof der USA des Hochverrats angeklagt wurde, flüchtete er in die Sowjetunion. Dort infizierte er sich in Baku an Typhus und starb daran im Alter von 33 Jahren. Als einziger Amerikaner liegt er in einem Ehrengrab in Moskau an der Kremlmauer zwischen anderen prominenten Sozialisten.
Journalist | Mann | US-Amerikaner | Geboren 1887 | Gestorben 1920
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