Roberts, Bush SCOTUS announcement.jpg John Glover Roberts, Jr. (* 27. Januar 1955 in Buffalo, NY) ist ein US-amerikanischer Jurist und seit dem 29. September 2005 Chief Justice of the United States und damit vorsitzender Richter des Obersten Gerichtshofes.
Als er die zweite Klasse besuchte, zog die Familie nach Long Beach (Indiana), einem Vorort von Chicago am Michigansee. 1973 schloss er die La Lumiere-Schule in LaPorte ab, ein katholisches Jungeninternat. Anschließend studierte er 6 Jahre Latein und Französisch. Er war Co-Kapitän des Football-Teams und beschrieb sich selbst als langsamer Verteidiger (slow-footed linebacker). Weiterhin war er Ringer, Mitautor der Studentenzeitung, Mitglied des Sportbeirates und Vorstandsmitglied des Studentenrates. Weiterhin sang er im Chor und spielte im Theater.
Er besuchte auch das Harvard College, wo er seinen Bachelor of Arts mit summa cum laude erhielt. 1979 erhielt er seinen Doktor in Jura (J.D.) mit magna cum laude von der Harvard Law School.
John Roberts ist seit 1996 mit der Rechtsanwältin Jane Marie Sullivan verheiratet und hat zwei Kinder.
2005 gab Roberts gemäß Veröffentlichungs- und Berichtspflichten für öffentliche Amtsträger an, ein Jahreseinkommen von 1.044.399 USD zu beziehen, neben umfangreicher Investments in Aktien pharmazeutischer und technischer Werte sowie einer 1/8 Beteiligung an einem Landhaus in Irland und dem Erbbesitz seiner Ehefrau in Grundstücken von weniger als 15.000 USD.
1992 wurde er von Präsident Bush Sen. für das Berufungsgericht des District of Columbia nominiert, allerdings kam es zu keiner Abstimmung darüber im Senat, da der Präsident die Wahl verlor. Roberts kehrte zu Hogan & Hartson zurück und wurde Chef für Berufungsverfahren. 2001 wurde er von Präsident Bush Jr. als Richter für das Berufungsgericht des District of Columbia nominiert, der Rechtsausschuss des Senats lehnte ihn aber ab. 2003 wurde er wieder, als Nachfolger von James L. Buckley, nominiert. Seine Berufung wurde vom Rechtsausschuss und Plenum des Senats bestätigt. Am 2. Juni 2003 trat er seinen Posten an. 2003–2005 war er Richter am Bundes-Appellationsgericht für den District of Columbia.
Am 19. Juli 2005 wurde er von Bush als Nachfolger von Sandra Day O'Connor am Supreme Court nominiert. Roberts gilt laut Time Magazine als „Mainstream Conservative“ und so drehte sich die Debatte um die politische Grundhaltung von Roberts und daraus resultierende zukünftige Entscheidungen des Supreme Courts sowie die möglichen Auswirkungen auf das öffentliche Leben in den USA. Am 5. September 2005 änderte der Präsident die Nominierung. Roberts sollte als Oberster Richter den verstorbenen William H. Rehnquist ersetzen. Der Senat bestätigte seine Nominierung am 29. September 2005 und er wurde darauf im Weißen Haus vereidigt.
Mann | US-Amerikaner | Richter (Supreme Court USA) | Geboren 1955
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