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John Ford (* 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth, Maine; † 31. August 1973 in Palm Desert, Kalifornien), eigentlich John Martin Feeney bzw. irisch Sean Aloysius O'Fearna, war ein US-amerikanischer Filmregisseur irischer Abstammung.

Leben


John Ford wurde als John Martin Feeney als Sohn einer irischen Einwandererfamilie in Maine geboren. Er nahm später den Namen Ford an, weil sein älterer Bruder Francis bereits unter diesem Pseudonym Erfolge in Hollywood feiern konnte.

Obwohl grundsätzlich erzkonservativ, patriotisch und katholisch eingestellt, bewahrte er sich eine politisch relativ unvoreingenomme Arbeitseinstellung, die es ihm ermöglichte, das hohe Niveau seiner Filme zu erhalten.

Seine Regiearbeit begann er 1917 für das Filmstudio Bison 101 mit dem Western The Tornado.

1956 wollte er sich den Grauen Star entfernen lassen. Nach der Operation war er zu ungeduldig und entfernte die Verbände zu früh von seinen Augen. Die Folge war die völlige Erblindung seines linken Auges. Seitdem trug er seine berühmte Augenklappe. Seit 1964 war er krebskrank und starb schließlich 1973 an den Folgen.

Ford gewann mehr Regie-Oscars als jeder andere Regisseur.

Wirkung


John Ford gewann insgesamt vier Oscars als „bester Regisseur“. 1936 für Der Verräter, 1941 für Früchte des Zorns, 1942 für So grün war mein Tal und 1953 für Der Sieger. Dazu kamen zwei Preise für den besten Dokumentarfilm, die er während des Zweiten Weltkriegs drehte: The Battle of Midway (1942) und Der 7. Dezember (1943).

Ford gilt als einer der wichtigsten Regisseure des Western-Genres. Mit Ringo machte er im Jahre 1939 sowohl John Wayne zum Star als auch das Monument Valley als Kulisse bekannt. Das Tal mit seinen Felstürmen diente auch in Faustrecht der Prärie, Bis zum letzten Mann, Der Teufelshauptmann und Der Schwarze Falke'' als Schauplatz.

In Bis zum letzten Mann durfte sich erstmals in der Filmgeschichte ein Indianer verbal verteidigen, vorher waren sie lediglich Statisten und „zum Abschuss freigegeben“. Fords Filme blieben trotz seiner konservativer Ansichten relativ unpolitisch, romantisch und an der Legende des Wilden Westens orientiert. Zitat aus Der Mann, der Liberty Valance erschoss: „Wir lassen uns unsere Legenden nicht zerstören.“

Seine Verfilmung von John Steinbecks sozialkritischem Klassiker Früchte des Zorns ist eines der ersten Road Movies. Er drehte zudem Dokumentationen an Kriegsschauplätzen.

Filmografie (Auszug)


John Ford hat in ca. 50 Jahren Regiearbeit 124 Filme gedreht. Viele seiner Stummfilme gelten als verschollen.

Legende:

1 Jahr der ersten öffentlichen Aufführung
2 Beteiligung Fords: Produktion, Regie, Buch

bis 1945

ab 1946

Auszeichnungen


Oscar

American Film Institute

  • 1973 – Preis für das Lebenswerk

Argentinean Film Critics Association Award

  • 1943 – Silberner Condor für den besten (ausländischen) Film (So grün war mein Tal)

Blue Ribbon Awards

Directors Guild of America

  • 1953 – DGA Award für hervorragende Regie-Arbeit (Film) (Der Sieger)
  • 1954 – Preis für das Lebenswerk

Golden Globes

  • 1955 – Special „Pioneer“ Award

Italian National Syndicate of Film Journalism

  • 1948 – Silver Ribbon für den besten (ausländischen) Film (Faustrecht der Prärie)

Locarno International Film Festival

  • 1948 – Prize für den besten Regisseur von Bis zum letzten Mann
  • 1950 – Grand Prix für When Willie Comes Marching Home

National Board of Review

  • 1958 – NBR Award für den besten Regisseur von Das letzte Hurra

New York Film Critics Circle Award

  • 1936 – NYFCC Award für den besten Regisseur von Der Verräter
  • 1939 – NYFCC Award für den besten Regisseur von Ringo
  • 1940 – NYFCC Award für den besten Regisseur von Früchte des Zorns
  • 1941 – NYFCC Award für den besten Regisseur von So grün war mein Tal

Venedig Film Festival

  • 1934 – Special Recommendation für The World Moves On
  • 1936 – Special Recommendation für Maria von Schottland
  • 1952 – International Award für Der Sieger
  • 1952 – OCIC Award für Der Sieger
  • 1971 – Career Golden Lion

Western Heritage Awards

gemeinsam mit Willis Goldbeck (Produzent); James Warner Bellah (Buch); Lee Marvin, Edmond O'Brien, James Stewart, Vera Miles, John Wayne (Schauspieler)
  • 1964 – Bronze Wrangler für einen theatralischen Film (Das war der Wilde Westen),
gemeinsam mit Henry Hathaway, George Marshall (Regisseure); James R. Webb (Buch)
  • 1965 – Bronze Wrangler für einen theatralischen Film (Cheyenne),
gemeinsam mit Bernard Smith (Produzent); James R. Webb (Buch)

Walk of Fame

  • Star on the Walk of Fame: 1642 Vine Street

Literatur


  • Richard J. Anobile (Hrsg.): John Ford's "Stagecoach" (The Film Classics Library). Avon Books, New York 1975, ISBN 0-380-00291-4
  • Ronald L. Davis: John Ford. Hollywood's Old Master. University of Oklahoma Press, Norman, Okla. 1995, ISBN 0-8061-2708-2
  • Scott Eyman, Paul Duncan (Hrsg.): John Ford. Pionier der Bilder 1894-1973. Taschen, Köln 2004, ISBN 3-8228-3090-9
  • Dirk C. Loew: Versuch über John Ford. Die Westernfilme 1939 - 1964.BoD, Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2124-X
  • Janey A. Place: Die Western von John Ford (OT: "The Western Films of John Ford"). Goldmann, München 1984, ISBN 3-442-10221-9
  • Andrew Sarris: The John Ford Movie Mystery (Cinema One Series; Bd. 27). Secker & Warburg, London 1976, ISBN 0-436-09941-1

Weblinks


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