John Dann MacDonald (* 24. Juli 1916 in Sharon, Pennsylvania; † 28. Dezember 1986 in Milwaukee) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er veröffentlichte als John D. MacDonald eine Reihe von Kriminalromanen mit dem Helden Travis McGee.
MacDonald studierte an der Harvard University das Fach Betriebswirtschaftslehre und schloss sein Studium mit dem MBA ab. Während des Zweiten Weltkriegs diente er im Fernen Osten für den amerikanischen Geheimdienst OSS. Dort schrieb er in der Freizeit eine Kurzgeschichte, die er zu deren Vergnügen an seine Frau schickte. Angeblich reichte sie die Geschichte bei einer Zeitschrift ein, die sie dann umgehend veröffentlichte, ohne dass John MacDonald überhaupt von der ganzen Sache gewusst haben soll. Jedenfalls begann MacDonald nach seiner Rückkehr aus dem Krieg umgehend hauptberuflich als professioneller Schreiber von Detektiv-, Science-Fiction-, und Westerngeschichten für amerikanische Groschenhefte ("pulp magazines") zu arbeiten. Als die Verkaufsform des Taschenbuchs (paper back) sich in den USA etabliert hatte, schaffte er den Sprung in die Klasse der "richtigen" Romanautoren. Sein erster langer Roman hieß "The Brass Cupcake" aus dem Jahre 1950.
Der bekannteste von MacDonalds Helden wurde Travis McGee, der seinen ersten Auftritt 1964 im Roman "The Deep Blue Good-by" hatte. Das letzte Mal ließ ihn MacDonald 1985 ermitteln, in "The Lonely Silver Rain". (Jeder der 21 McGee-Romane hat eine Farbe im Titel). Als Begleitfigur wird McGee von seinem Sidekick "Meyer" unterstützt, einem Ökonomen im Ruhestand. McGee lebt auf seinem Hausboot "Busted Flush", das er im Pokern gewonnen hat (daher der Name) und das an der Anlegestelle F-18 im Jachthafen "Bahia Mar Marina" in Fort Lauderdale vor Anker liegt.
MacDonalds Bewunderer, unter ihnen Stephen King, betonen, dass seine Romane neben der intelligenten, schlüssigen und spannungsreichen Handlung auch einen exakten Einblick in die Gesellschaft Floridas im jeweiligen Zeitkontext bieten.
Neben den McGee-Romanen hatte John MacDonald auch mit seinem Roman The Executioners (1957) großen Erfolg. 1962 wurde die Geschichte unter dem Titel Cape Fear verfilmt, ein Re-Make erfolgte 1991 unter demselben Titel, auf Deutsch lief der Film unter dem Namen "Cape Fear - Kap der Angst".
Weitere Romane:
Sammlungen von Kurzgeschichten:
Autor | US-Amerikaner | Mann | Geboren 1916 | Gestorben 1986
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