Johannes Nider (* um 1380 in Isny im Allgäu; † 1438 in Colmar; † 13. August 1438 in Nürnberg nach: www.sfn.uni-muenchen.de s.u.).
Nider war ein deutscher Dominikaner. Er war zunächst zu Wien, dann . Er war ein berühmter Kanzelprediger seiner Zeit. Er wurde bekannt als Hexentheoretiker. Soldan-Heppe nennt ihn einen "Hauptvertreter des kirchlichen Aberglaubens".
Sein Vater, ein Flickschuster, starb sehr früh, der begabte Junge fiel vermutlich dem Abt des dortigen Benediktinerklosters auf, der ihm eine schulische Ausbildung ermöglichte. 1402 trat er in den Dominikanerkonvent in Colmar im Elsass ein, ab 1422 studierte er in Köln und Wien. 1425 erwarb er seinen Doktor.
Auf dem Konstanzer Konzil kam er mit den Hussiten in Berührung und forderte Reformen in der Kirche. 1429 wurde er Prior des Basler Konvents, das er den Teilnehmern des Basler Konzils als Verhandlungsort zur Verfügung stellte und dessen Eröffnungsprediger er war. 1434 nahm er seine Lehrtätigkeit als Professor der Theologie in Wien auf, 1436 wurde er Dekan der dortigen theologischen Fakultät.
Nider wird den gemäßigten Papalisten zugerechnet und der Observanzbewegung.
Er bemühte sich mit verschiedenen Schriften und Handbüchern um die Reform des Säkularklerus und erlangte Ansehen durch seinen Einsatz für die Kirchenreform und im Kampf gegen die Hussiten.
Nider war Zeit seines Lebens ein eifriger Reformator der Klöster seines Ordens und ein Verfechter der "strikten Observanz". Er forderte auch von Laien ein Leben nach dem mönchischen Idealen. Sein Hauptwerk, der Formicarius (dt. Der Ameisenstaat), war eine der meistbenutzten Zitatenquelle im Hexenhammer des Heinrich Institoris.
Dominikaner | Deutscher | Mann | Geboren 1380 | Gestorben 1438
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