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Johannes Nepomuk (tschechisch Jan Nepomucký auch Jan z Pomuku, jedoch vermutlich deutscher Abstammung) (* um 1350 in Pomuk, Westböhmen; † 20. März 1393 in Prag) war ein Priester und Märtyrer.

Leben


In einer problematischen Zeit (abendländisches Schisma 1378 bis 1417) war er seit 1389 Generalvikar der Kirche. Johannes stellte sich gegen König Wenzel IV., als er die Stelle des Abtes in Kladrau mit einem anderen als dem König genehmen Kandidaten besetzte. Nach kirchlichen Intrigen gegen den König wurde er gefoltert und anschließend in der Moldau ertränkt.

Der Legende nach, die zu seiner Heiligsprechung führte, wollte er das Beichtgeheimnis nicht brechen und Wenzel nicht preisgeben, was dessen Frau ihm gebeichtet hatte. Deshalb musste er den Märtyrertod erleiden, indem er nach der Folterung von der Karlsbrücke ins Wasser gestürzt wurde.

Sein Grab, ein kunsthistorisch bemerkenswertes Hochgrab, befindet sich im Prager Dom und wurde im Stil des Hochbarock von Fischer von Erlach d. J. gestaltet.

Johannes wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heilig gesprochen.

Johannes von Nepomuk ist der Patron

  • von Böhmen,
  • der Beichtväter, Priester, Schiffer, Flößer und Müller,
  • des Beichtgeheimnisses,
  • für Verschwiegenheit,
  • gegen Wassergefahren,
  • der Brücken.

Man findet seine Statue oft auf oder neben Brücken, bisweilen mit einer Hand auf dem Mund, in der anderen ein Kreuz. Sein Heiligenschein zeigt fünf Sterne, die als die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes tacui ("Ich habe geschwiegen.") gedeutet werden.

Bild:270505 schwarzenfeld-nepomuk-naabbruecke 1-480x640.jpg|Schwarzenfeld, Oberpfalz: Nepomuk-Statue auf der Naabbrücke Bild:Nepomuk Brückenheiliger.JPG|St. Johann Nepomuk auf einer Brücke in Ettlingen Bild:Seffern nepomuk.jpg|Sandsteinfigur auf der Nimsbrücke in Seffern, Südeifel von 1823 Image:Wroclaw OstrowTunski-swJanNepomucen.jpg|St. Johann Nepomuk in Breslau (Dominsel) Bild:glogow_jan_nepomucen.jpg|St. Johann Nepomuk an der Oderbrücke in Glogau Bild:St johann nepomuk m.jpg|St. Johann Nepomuk ("Asam-Kirche"), München

Biographie


  • Ivan Slavík: Čtení o sv. Janu Nepomuckém, Strakonice 1993
  • Vít Vlnas: Jan Nepomucký, Česká legenda 1993

Weblinks


Mann | Heiliger | Märtyrer

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