Johann Zahn (auch Joanne Zahn; * März 1641 in Karlstadt; † 1707) war ein deutscher Prämonstratenserchorherr, Philosoph, Optiker, Erfinder, Mathematiker und Autor verschiedenartiger Werke.
Sein Hauptarbeitsgebiet war die Optik inkl. der astronomischen Beobachtung. Zahn bezeichnete sich als Schüler des Astronomen Franz Griendel von Ach aus Nürnberg. Er war Professor der Mathematik an der Universität Würzburg. Außerdem war er Kanoniker im Prämonstratenserkloster Oberzell und von 1685 bis 1707 Propst im Kloster Unterzell.
Zahn ist vor allem für seine Forschungen auf dem Gebiet der Optik bekannt. Die von Johann Sturm 1676 entwickelte Spiegelreflexkamera mit aufrechtem Bild (Ablenkspiegel) weiter, indem er eine Teleskoplinse aus zwei Teilen (konvex und konkav) mit verschiedenen Brennweiten hintereinander setzte, sodass ein größeres Abbild entstand (Reflex Camera Obscura). Zudem bestrich er die Belichtungskammer schwarz an, um Reflexionen auszuschließen. Bis auf das Verschlußsystem stellt die Erfindung den Prototyp einer Fotokamera dar.
Sein Werk Specula physico – mathematico - historica notabilium war eine Zusammenfassung aller Naturwissenschaften. Das Buch Oculus artificialis teledioptricus sive telescopium war seinerzeit das Standardwerk auf dem Gebiet der Optik. Es beschrieb neue optische Geräte und deren Anwendung (v.a. in der Astronomie und Biologie).
Mann | Deutscher | Mönch | Mathematiker | Optiker | Erfinder | Hochschullehrer | Theologe (17. Jh.) | Theologe (18. Jh.) | Autor | Literatur (17. Jh.) | Literatur (Latein) | Sachliteratur | Philosoph der Frühen Neuzeit | Würzburg | Geboren 1641 | Gestorben 1707
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