Johann Lukas Schönlein (* 30. November 1793 in Bamberg; † 23. Januar 1864 ebenda) war ein deutscher Arzt.
Schönlein studierte in Landshut und Würzburg Naturwissenschaften und Medizin. 1817 habilitierte er sich an der Universität Würzburg. Als Hochschullehrer arbeitete er in Würzburg, ab 1833 in Zürich und ab 1839 in Berlin.
Er reformierte und modernisierte grundlegend die deutsche Medizin durch die Einführung naturwissenschaftlicher Methoden in die Diagnostik. Schönlein erkannte die Tuberkulose als eigenständiges Krankheitsbild, Rudolf Virchow war einer seiner Schüler.
Schönlein prägte die Begriffe „Hämophilie“ und „Tuberkulose“. Seine Beschreibung der Purpura rheumatica, einer Sonderform der Purpura anaphylactoides, wurde von einem seiner Schüler niedergeschrieben. Letztere heißt heute nach ihm auch Purpura Schönlein-Henoch.
Da ihm auch grundlegende Erkenntnisse im Bereich der Mykologie zu verdanken sind, ist die Schönlein-Plakette der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft nach ihm benannt. In Berlin ist die Schönleinstraße nach ihm benannt, in Bamberg der Schönleinsplatz.
Mann | Deutscher | Mediziner (19. Jh.) | Geboren 1793 | Gestorben 1864
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