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Johann Joseph Couven 2.JPG Johann Joseph Couven (* 1701 in Aachen; † 1763 ebenda) war ein deutscher Architekt und Baumeister des Barock. Er wirkte hauptsächlich im Städtedreieck Aachen, Lüttich, Maastricht.

Seine Familie stammte aus dem 20 km von Aachen entfernten belgischen Clermont, ursprünglicher Familienname war de Couves. Sein Vater war Notar und erster Sekretär in Aachen. Johann Joseph Couven stand unter dem Einfluss von Johann Conrad Schlaun, unter dem er an mehreren Bauten, unter anderem im Raum Gulpen (NL) maßgeblich mitwirkte.

Leben und Werk


Erste Zeichnungen aus seiner Feder stammen aus dem Jahre 1722, erste Bauten von 1727. Couven war bei der Stadt Aachen als Architekt, Sekretär und Ingenieur angestellt und führte in deren Auftrag z.B. die barocke Umgestaltung des Aachener Rathauses durch. Der Fürstbischof von Lüttich ernannte ihn 1752 zu seinem Architekten. Zu seinen Auftraggebern zählten auch die Äbtissinnen von Burtscheid, Teuven und Münsterbilzen sowie zahlreiche Adelsfamilien und Patrizier aus dem Bereich Maasfranken.

Couvens Werk fand in der Auseinandersetzung zwischen französischem Régence und süddeutschem Spätbarock zu einer persönlichen Ausdrucksweise.

Beachtenswert die Vielfalt des Meisters: Kirchliche Aufträge, Fabriken, Bergwerke, Möbel und Dekorationskunst zeichnen sein Werk aus. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Wespienhaus in Aachen, das Haus Vercken in Eupen (Belgien), die Abteikirche St. Johann sowie die Pfarrkirche St. Michael in Aachen-Burtscheid, die Propsteikirche Sinnich bei Aubel (Belgien), das Abteigebäude in Münsterbilzen bei Hasselt (Belgien), das Abteigebäude St. Gerlach in Houthem (Niederlande), und viele weitere.

Durch Kriegseinwirkung wurden 1944 die meisten Couvenbauten Aachens zerstört. Das dortige Couven-Museum gewährt einen informativen Einblick in sein Schaffen und in das häusliche Ambiente des 18. Jahrhunderts, sowie in das einer zeitgenössischen Apotheke.

Nach seinem Tode setzte sein Sohn Jakob Couven sein Werk fort.

Bauwerke


Erhaltene Bauwerke im Aachener Raum

  • Gut Kalkofen
  • Haus Heusch in Aachen
  • die Annakirche in Aachen
  • Die Pfarrkirchen St. Johann und St. Michael in Burtscheid.
  • Verschieden Altäre und Portale überdauerten das Bombardement.

Erhaltene Bauwerke in Eupen

Im benachbarten Eupen gibt es noch zahlreiche gut erhaltene Bauwerke.
  • Der Hochaltar in Kettenis (Eupen)
  • Haus de Grand Ry (Regierungssitz der deutschsprachigen Gemeinschaft)
  • Haus Fettweiss in Nispert mit angegliederter Privatkapelle.
  • Haus Vercken (Klösterchen) auf dem Marktplatz.
  • Haus Signon auf den Werthplatz in Eupen.
  • Bauten in der Umgebung

    Siehe auch


    Ein weiterer großer Aachener Barockbaumeister war Laurenz Mefferdatis.

    Literatur


    • Paul Schoenen: Johann Joseph Couven. Schwann, Düsseldorf 1964
    • Marcel Bauer: Johann Joseph Couven – Mythos und Erbe eines großen Meisters. Eupen 2001, ISBN 90-5433-134-8

    Weblinks


    Mann | Geboren 1701 | Gestorben 1763 | Deutscher | Deutscher Architekt | Baumeister | Architekt des Barock

    Johann Joseph Couven

     

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