Johann Joseph Couven 2.JPG Johann Joseph Couven (* 1701 in Aachen; † 1763 ebenda) war ein deutscher Architekt und Baumeister des Barock. Er wirkte hauptsächlich im Städtedreieck Aachen, Lüttich, Maastricht.
Seine Familie stammte aus dem 20 km von Aachen entfernten belgischen Clermont, ursprünglicher Familienname war de Couves. Sein Vater war Notar und erster Sekretär in Aachen. Johann Joseph Couven stand unter dem Einfluss von Johann Conrad Schlaun, unter dem er an mehreren Bauten, unter anderem im Raum Gulpen (NL) maßgeblich mitwirkte.
Couvens Werk fand in der Auseinandersetzung zwischen französischem Régence und süddeutschem Spätbarock zu einer persönlichen Ausdrucksweise.
Beachtenswert die Vielfalt des Meisters: Kirchliche Aufträge, Fabriken, Bergwerke, Möbel und Dekorationskunst zeichnen sein Werk aus. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Wespienhaus in Aachen, das Haus Vercken in Eupen (Belgien), die Abteikirche St. Johann sowie die Pfarrkirche St. Michael in Aachen-Burtscheid, die Propsteikirche Sinnich bei Aubel (Belgien), das Abteigebäude in Münsterbilzen bei Hasselt (Belgien), das Abteigebäude St. Gerlach in Houthem (Niederlande), und viele weitere.
Durch Kriegseinwirkung wurden 1944 die meisten Couvenbauten Aachens zerstört. Das dortige Couven-Museum gewährt einen informativen Einblick in sein Schaffen und in das häusliche Ambiente des 18. Jahrhunderts, sowie in das einer zeitgenössischen Apotheke.
Nach seinem Tode setzte sein Sohn Jakob Couven sein Werk fort.
Mann | Geboren 1701 | Gestorben 1763 | Deutscher | Deutscher Architekt | Baumeister | Architekt des Barock
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