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Johann Gottfried Tulla (* 20. März 1770 in Karlsruhe, † 27. März 1828 in Paris) war ein badischer Ingenieur, der im 19. Jahrhundert die Begradigung und Schiffbarmachung des Rheins durchführte.

Seine Maßnahmen gaben dem Oberrhein, z. B. bei Karlsruhe Knielingen, ein völlig neues Aussehen:

  • Begradigung und Einengung des Flussbettes auf 200-250 m
  • "Abschneiden" der Schlingen mit Durchstichen - nördlich von Karlsruhe
  • Bau richtiger Dammanlagen
  • Verstärkung der Form
  • Vertiefung des Flussbettes

Lebenslauf

Tulla wurde auf dem Friedhof Montmartre in Paris beigesetzt. Sein Grabstein zeigt das so genannte "Altriper Eck", einen der technisch schwierigsten Abschnitte der Rheinbegradigung nahe dem pfälzischen Dorfe Altrip.

Werke


  • Charte über das Grossherzogthum Baden (1812)
  • Ueber die Rektifikation des Rheins, von seinem Austritt aus der Schweitz bis zu seinem Eintritt in das Großherzogthum Hessen (1825)

Literatur


  • Arthur Valdenaire: Tulla. Braun, Karlsruhe 1928
  • Heinrich Cassinone: Johann Gottfried Tulla, der Begründer der Wasser- und Straßenbauverwaltung in Baden. C.F. Müller, Karlsruhe 1929
  • Emil Mosonyi (Hrsg.): Johann Gottfried Tulla. Ansprachen und Vorträge zur Gedenkfeier und Internationalen Fachtagung über Flussregulierungen aus Anlass des 200. Geburtstages. Theodor-Rehbock-Flusslaboratorium, Karlsruhe 1970

Weblinks


Mann | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur

 

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