Johann Friedrich II. der Mittlere (* 8. Januar 1529 in Torgau; † 6. Mai 1595 auf Schloss Steyer, Oberösterreich) war ein Fürst aus der ernestinischen Linie der Wettiner. Er führte den Titel eines Herzogs zu Sachsen.
Johann Friedrich übernahm nach der Schlacht bei Mühlberg und der Gefangennahme seines Vaters Johann Friedrich I. mit seinem Bruder Johann Wilhelm die Verwaltung der ernestinischen Länder und wurde nach dem Tod seines Vaters 1554 im Einvernehmen mit seinen Geschwistern alleiniger Regent der ernestinischen Besitzungen. Seine Residenz bezog er in Gotha. Weil er während der Grumbachschen Händel Partei für den 1563 geächteten Wilhelm von Grumbach ergriffen hatte, wurde er 1566 vom Kaiser Maximilian II. geächtet. Nach der Einnahme des Grimmensteins bei Gotha wurde Johann Friedrich vom Kurfürsten August von Sachsen in Dresden gefangen gehalten und später nach Wiener Neustadt gebracht. Die Herrschaft über die ernestinischen Besitzungen übernahm sein Bruder Johann Wilhelm († 1573).
1573 wurden die Söhne Johann Friedrichs des Mittleren (Johann Casimir bekam Sachsen-Coburg und Johann Ernst bekam Sachsen-Eisenach) wieder in ihre vom Vater ererbten Rechte eingesetzt (vgl. Erfurter Teilung). Der ernestinische Besitz wurde zwischen ihnen und den Söhnen Johann Wilhelms (Friedrich Wilhelm (1562-1602) bekam Sachsen Weimar und Johann III. (1570-1605)), geteilt. Damit begannen die zahlreichen ernestinischen Teilungen, in deren Folge in Thüringen zahlreiche kleine Territorien entstanden.
Siehe auch: Ernestinische Herzogtümer
Mann | Deutscher | Herzog (Sachsen) | Geboren 1529 | Gestorben 1595 | Thüringer Geschichte
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"Johann Friedrich II. (Sachsen)".
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