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Joey Dunlop MBE/OBE (* 25. Februar 1952 in Ballymoney, Nordirland ; † 2. Juli 2000 in Tallinn, Estland, geboren als William Joseph Dunlop) war ein erfolgreicher Motorradrennfahrer in Straßenrennen und bereits zu Lebzeiten eine Legende, weshalb er auch den Spitznamen King of the Roads trug. JoeyDunlopTT92.jpg

Der Einstieg


Sein erstes Rennen fuhr er im Jahr 1969 und nahm 1976 zum ersten Mal an der Tourist Trophy auf der Isle of Man teil. Ohne Kenntnisse des anspruchsvollen, 60 km langen Kurses erreichte er in allen Rennen das Ziel und - für einen Anfänger - den respektablen 16. Rang. Schon im nächsten Jahr gewann er die Jubilee Classic und 1980 zum ersten Mal die 1000cc Klasse auf Yamaha.

Die Honda Ära


Im Jahr 1983 schloss er mit Honda einen langfristigen Vertrag ab („Bikes for life“) und gewann zwischen 1983 und 1988 fünf Mal den F1 World Champion-Titel. Auf der Isle of Man erreichte er 1985, 1988 und 2000 jeweils 3 Siege im gleichen Jahr. Er war einer der wenigen, die innerhalb Minuten ohne Mühe von einer 1000cc Maschine auf ein 125cc Motorrad umstellen konnte und errang in seiner Karriere über 200 Siege.

Seinen größten Sieg erreichte er im Jahr 2000, dem 32. Jahr seiner Rennkarriere: Er gewann die Königsklasse F1 auf einer ihm komplett neuen, schlecht beherrschbaren Honda VTR SP1.

Für seine sportlichen Erfolge erhielt er 1986 den MBE.

Isle of Man


JoeyDunlopTT92_125cc.jpg Mit seinen insgesamt 26 Siegen auf der Isle of Man ist er der Rekordhalter, gefolgt von Mike Hailwood mit 14 Siegen.

In 25 Jahren blieb er nur 8 Mal ohne Sieg auf der Insel, bei total 98 Starts gewann er 80 Preise. Er fuhr über 250 Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 180 km/h, seine schnellste Runde fuhr er im Jahr 2000 mit 199.34 km/h.

  • 1977 - Jubilee Classic
  • 1980 - Classic
  • 1983 - TT Formula 1
  • 1984 - TT Formula 1
  • 1985 - TT Formula 1, Senior und Junior
  • 1986 - TT Formula 1
  • 1987 - TT Formula 1 und Senior
  • 1988 - TT Formula 1, Senior und Junior
  • 1992 - 125 cc
  • 1993 - 125 cc
  • 1994 - 125 cc und Junior
  • 1995 - Lightweight (250) und Senior
  • 1996 - 125 cc und Lightweight
  • 1997 - Lightweight
  • 1998 - Lightweight
  • 2000 - Formula 1, Lightweight (250), UltraLightweight (125)

Die andere Seite


Weniger bekannt waren Dunlops karitative Tätigkeiten für Waisenkinder. Mehrmals sammelte er in seiner Gegend alte Kleider, lud damit seinen Renntransporter und fuhr nach Rumänien, Bosnien oder Albanien. Für seine gemeinnützigen Tätigkeiten wurde er 1996 mit dem OBE ausgezeichnet.

Tödlicher Unfall


Joey Dunlop verunglückte am 2. Juli 2000 bei einem von ihm selbst unterstützten internationalen Rennen in Tallinn, das zu keiner Meisterschaft zählte. Bei einsetzendem Regen stürzte er und prallte gegen einen Baum. Er hinterließ neben seiner Frau Linda fünf Kinder.

Im Jahre 2002 wurde ein Steckenabschnitt auf der Isle of Man nach ihm benannt, sowie ein Denkmal errichtet.

Zitate


„I never really wanted to be a superstar. I just want to be myself. I hope that’s how people remember me.“

Weblinks


Mann | Nordire | Motorrad-Rennfahrer (Nordirland) | Motorrad-Rennfahrer (Großbritannien) | Motorradweltmeister | Geboren 1952 | Gestorben 2000

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