Alicia Christian („Jodie“) Foster (* 19. November 1962 in Los Angeles, Kalifornien, USA) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Filmregisseurin und Filmproduzentin.
Brandy Foster hat in der Filmbranche gearbeitet. Als alleinerziehende Mutter stimmte sie aus finanziellen Gründen Werbeauftritten ihres Sohnes Lucius ‚Buddy‘ zu. Zu einem der Castings (für die Hautcreme Coppertone) wurde die damals dreijährige Jodie mitgebracht, für die sich die Produzenten schließlich entschieden haben.
Ihre erste Kinofilmrolle spielte sie im Alter von zehn Jahren Flucht in die Wildnis (Napoleon and Samantha, 1972), einem Disney-Film. Während der 1970er Jahre drehte sie für dieses Studio dann noch eine Reihe weiterer Filme. Ihren ersten größeren Erfolg hatte sie als Zwölfjährige in der Komödie Bugsy Malone. Als minderjährige Prostituierte in Martin Scorseses Film Taxi Driver wurde die damals 13-Jährige weltberühmt. Im gleichen Jahr spielte sie in Das Mädchen am Ende der Straße eine unabhängig lebende, hochtalentierte Jugendliche, eine Rolle, die ihrem Image bis heute entspricht.
In den Jahren 1980 bis 1985 studierte Foster an der Universität Yale Literatur und schloss dieses Studium mit Magna Cum Laude ab. Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die afroamerikanische Autorin Toni Morrison. Im Jahr 1997 verlieh ihr die Universität einen Ehrendoktortitel.
Während der Studienzeit hat Foster einige Zeitschriftenartikel geschrieben und u.a. Nastassja Kinski interviewt. Die beiden Frauen wurden Freundinnen und haben nach einer Möglichkeit gesucht, bei einem gemeinsamen Filmprojekt zusammenzuarbeiten. Die Gelegenheit ergab sich beim Film Das Hotel New Hampshire aus dem Jahr 1984, welcher auf einem Roman von John Irving basierte.
Das Angebot, die Rolle der Prinzessin Leia Organa in Episode IV - Eine neue Hoffnung zu übernehmen, musste sie wegen vertraglicher Verpflichtungen gegenüber dem Disney-Konzern ablehnen. 1988 übernahm sie in Angeklagt die ursprünglich für Kelly McGillis vorgesehene Rolle einer vergewaltigten Frau und erhielt dafür ihren ersten Oscar.
1991 debütierte sie in Das Wunderkind Tate als Regisseurin. Im gleichen Jahr spielte sie anstelle von Michelle Pfeiffer eine FBI-Agentin in das Das Schweigen der Lämmer. Ihre schauspielerische Zusammenarbeit mit Anthony Hopkins brachte beiden Akteuren den Oscar ein.
Ihre Produktionsfirma Egg Pictures löste sie 2001 aus familiären Gründen auf. Zu den produzierten Filmen gehören neben ihren eigenen Werken Lost Heaven, Waking the Dead und Baby Blues.
Foster gehört zu den derzeit (2005) bestbezahlten Schauspielerinnen und spricht fließend Französisch. Für den Film Flight Plan – Ohne jede Spur lernte sie auch intensiv Deutsch.
Demnächst wird sie Regie bei dem Film Sugarland führen und an der Seite von Robert De Niro, der auch als Produzent fungiert, die Hauptrolle darin übernehmen. Der Film erzählt die Geschichte einer jungen Anwältin, die den Kampf gegen einen mächtigen Zuckerbaron aufnimmt, der seine Arbeiter wie Sklaven behandelt. Auch plant sie seit langem einen Film über das Leben und Werk der umstrittenen Filmregisseurin Leni Riefenstahl.
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