Joachim "Jochen" Peiper (* 30. Januar 1915 in Berlin-Wilmersdorf; † 13. Juli 1976 in Traves, Frankreich) war Standartenführer der Waffen-SS. Er unterhielt persönliche Beziehungen zu Heinrich Himmler. Peiper wurde 1946 im Malmedy-Prozess als Kriegsverbrecher verurteilt.
1934 beantragte Peiper die SS-Offizieranwärterschaft. Er wurde in die sog. Junkerschule der SS in Braunschweig aufgenommen. Am 20. April 1936 zum Untersturmführer ernannt, verpflichtete er sich zur sog. Leibstandarte Adolf Hitler, einer der ersten größeren Militäreinheiten der SS und damit eine der Kerneinheiten der späteren Waffen-SS. 1938 wurde Peiper in den persönlichen Stab Himmlers aufgenommen und 1939 zum ersten Adjutanten befördert. Dort lernte er seine zukünftige Frau kennen, die eine der Sekretärinnen Himmlers war.
1940 wurde Peiper auf einen reinen Militärposten der Leibstandarte geschickt und für militärische Operationen verantwortlich eingesetzt. Im Juli 1940 kehrte er in den Stab Himmlers zurück und blieb dort bis August 1941, als zeitgleich von Eichmann und anderen die industrielle Ermordung der jüdischen Bevölkerung und anderer Minderheiten vorbereitet wurde (Wannsee-Konferenz).
Peiper wurde Kommandeur an der Ostfront, aber Himmler wurde von ihm bis 1945 mehrmals besucht.
Nach Kriegsgefangenschaft im April 1946 in Dachau wurde er im Malmedy-Prozess wegen dieses Vorgangs zusammen mit 42 weiteren Soldaten als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Seine Strafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt, aus der er 1956 vorzeitig entlassen wurde.
1957 begann er für Porsche zu arbeiten, wurde jedoch später auf Druck der Öffentlichkeit entlassen.
Nach der Tätigkeit bei VW siedelte er 1970 nach Frankreich über. Als seine Anwesenheit in der französischen Presse bekannt gemacht wurde, forderte die kommunistische Tageszeitung l'Humanité, Peiper nach Deutschland auszuweisen. Nachdem er Morddrohungen erhalten hatte, starb Peiper 1976 nach einem Brandanschlag auf sein Haus in Traves unter nicht geklärten Umständen.
Mann | Deutscher | NSDAP-Mitglied | SS-MitgliedMitglied der Waffen-SS | Kriegsverbrecher | Geboren 1915 | Gestorben 1976 | Ritterkreuzträger
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