Joaquin (/wə'kin/) Rafael Phoenix (* 28. Oktober 1974 in San Juan, Puerto Rico; gebürtig Joaquin Raphael Bottom) ist ein US-amerikanischer Schauspieler.
Joaquin, der sich wegen der Ausspracheprobleme seines Vornamens selbst den Namen Leaf gab, wurde in Puerto Rico am 28. Oktober 1974 geboren und lebte mit seiner Familie in recht einfachen Verhältnissen. Als er sechs Jahre alt war, ließ sich die Familie schließlich in Los Angeles nieder, nachdem sie mehrere Jahre lang in Südamerika im Auftrag der Sekte Kinder Gottes missioniert hatte. Als Zeichen für den Neuanfang wurde der Familienname in Phoenix umbenannt.
Erste kleinere Auftritte im Fernsehen hatte er in den 80er Jahren. Einen schweren persönlichen Schlag musste der 19jährige Joaquin im Jahr 1993 hinnehmen, als er seinen Bruder verlor. River Phoenix war nur 23 Jahre alt, als er an einer Überdosis Drogen starb. Joaquin war bei ihm und rief den Notarzt.
Erste Filmerfahrung sammelte er schließlich 1995 an der Seite von Nicole Kidman im Drama To Die For. Zwei Jahre später stand Joaquin mit Liv Tyler in Die Abbotts vor der Kamera. Die beiden waren drei Jahre lang ein Paar.
Einen gehörigen Karriereaufschwung verschaffte ihm die Darstellung des römischen Kaisers Commodus in Gladiator, er fiel neben Oscar-Preisträger Russell Crowe auf. Hierfür wurde er im Jahr 2000 unter anderem für einen Golden Globe und einen Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.
In den letzten fünf Jahren wurde Joaquin immer bekannter, was sich auch auf die Filme, in denen der vielseitige Schauspieler mitwirkte, auswirkte. Er war in zwei Filmen des Mystery-Regisseurs M. Night Shyamalan zu sehen: Signs – Zeichen und The Village – Das Dorf. Die Darstellungen des Amerikaners sind von Zurückhaltung und Authentizität geprägt, privat fällt er ebenso durch Zurückhaltung und nicht durch negative Schlagzeilen auf.
Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere bildete der biografische Film Walk the Line. Er mimt dort den bekannten Country-Sänger Johnny Cash. Für den Film lernte er singen und Gitarre spielen; er sang alle im Film dargestellten Songs selbst. Für die anspruchsvolle Rolle erntete er viel Lob und erhielt bei der Verleihung des Golden Globes 2006 den Preis als bester Hauptdarsteller in einer Komödie bzw. Musical. Er war ebenfalls als bester Hauptdarsteller bei den Oscars nominiert. Er musste sich nach den Dreharbeiten in einer Klinik wegen Alkoholsucht behandeln lassen; in weiten Teilen des Films stellt er die Sucht des Countrysängers dar.
Alle seine Geschwister – mit Ausnahme von Liberty – sind bzw. waren Schauspieler. Seine Schwester Rain spielte beispielsweise in Filmen wie O und Hitch – Der Date Doktor mit.
Joaquin Phoenix ist 1,73 m groß. Er ist Kettenraucher, Veganer und achtet darauf, bei Dreharbeiten ausschließlich tierproduktfreie Kleidung zu tragen.
Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Geboren 1974
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