Jin, auch Jin-guk („Jin-Reich“), war ein bronzezeitlicher Staat in Ostasien, der vermutlich zwischen dem 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. Teile der südlichen koreanischen Halbinsel bedeckte und im Norden an Go-Joseon grenzte. Seine Hauptstadt befand sich südlich des Han-ganges.
Über das Königreich Jin ist nur wenig bekannt. Es ging im Staatenbund Samhan auf, dessen Mitglieder sich jeweils als Erbe Jins ansahen.
Inwieweit es sich bei Jin tatsächlich um einen zusammenhängenden, organisierten Staat handelte, ist unklar. Möglich ist auch, dass Jin lediglich ein Bund kleinerer Stämme und Stadtstaaten war. Da der Staat allerdings Botschafter zur Han-Dynastie sandte, kann man zumindest von einem gewissen Maß an zentraler Gewalt ausgehen.
Es wird berichtet, dass König Jun 194 v. Chr. von Go-Joseon nach Jin geflohen sein soll, nachdem er von Wiman gestürzt wurde.
Jin war der Vorläufer des Staatenbundes Samhan, dessen Mitglied Jinhan den Namen weiterhin trug. Außerdem bezeichneten sich die Führer von Manhan als „Könige von Jin“, um damit ihren Anspruch auf ganz Samhan auszudrücken.