James Scott „Jimmy“ Connors (* 2. September 1952 in Belleville, Illinois) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennis-Profi.
Connors, der im Alter von 43 Jahren sein letztes Spiel auf der Profi-Tour bestritt, gewann in seiner Karriere insgesamt 8 Grand Slam-Turniere im Einzel und 2 Grand-Slam-Turniere im Doppel. Fünf Jahre in Folge (1974-1978) beendete Connors eine Saison an der Spitze der Tennis-Weltrangliste und war insgesamt 263 Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste, davon die Rekordzahl von 160 Wochen in Folge. Der Amerikaner, der sich vor allem in seinen jungen Jahren durch sein umstrittenes Verhalten auf und neben dem Tennisplatz auszeichnete, war einer der dominierenden Tennisspieler der 70er und frühen 80er Jahre.
In insgesamt 25 Profijahren konnte Connors 105 Turniere in der Einzelkonkurrenz und 15 Titel im Doppel gewinnen, darunter fünfmal die US Open, zweimal Wimbledon und einmal die Australian Open. Einzig der Erfolg bei den French Open, wo er insgesamt viermal im Halbfinale scheiterte, blieb Connors in seiner Karriere verwehrt. Zusätzlich gewann er einmal das Masters und erreichte 1984 das Davis Cup Finale mit der amerikanischen Mannschaft. In seiner Bilanz stehen 1222 gewonnene Spiele 269 verlorenen Spielen gegenüber.
Auf dem Tennisplatz griff Connors nicht selten zu unpopulären Methoden, indem er das Publikum gegen seine Gegner aufwiegelte und oftmals Schiedsrichter und Kontrahenten beleidigte. 1974 unterschrieb der Amerikaner einen Spielvertrag für die World Team Tennis Spielserie, woraufhin er von der ATP für die French Open gesperrt wurde. Connors und Riordan reagierten mit einer Klage gegen die Vereinigung und deren Präsidenten Arthur Ashe mit der Begründung, dass die ATP ihn in seiner Spielfreiheit einschränken würde. Tatsächlich waren die French Open das einzige Grand-Slam Turnier der Saison 1974, das Connors nicht für sich entscheiden konnte und die Sperre verhinderte möglicherweise den ersten Grand-Slam Gewinn eines Spielers seit Rod Laver im Jahr 1969. Während der Saison 1974 konnte Connors auch erstmals die Spitzenposition in der im Vorjahr eingeführten Tennis-Weltrangliste einnehmen und diese Position gleich für die bis heute unerreichte Rekordzahl von 160 Wochen halten.
In seiner vierten Profisaison 1975 erreichte Connors bei allen Grand-Slam Turnieren, in denen er als Titelträger antrat, wiederum das Finale, verlor aber alle drei Finalbegegnungen, bei den Australian Open sollte der Amerikaner danach sogar nie wieder antreten. Einzig der Doppeltitel bei den US Open stand letztendlich in seiner Grand-Slam Erfolgsbilanz des Jahres. Im Finale von Wimbledon kam es zu einem medienwirksamen Duell, da Connors auf Arthur Ashe, den Vorsitzenden der Spielervereinigung traf. Ashe konnte das Spiel in vier Sätzen gewinnen und nur kurze Zeit später zog Connors seine Klagen zurück und trennte sich von Manager Riordan. 1976 folgte der vierte Grand-Slam Triumph für Connors, der bei den US Open den Schweden Björn Borg bezwingen konnte. Obwohl der Streit mit der ATP geschlichtet war, sorgte Connors weiterhin für negative Schlagzeilen. So weigerte er sich in der Saison 1977 an einer Veranstaltung zur Feier des hundersten Jubiläums des Turnieres in Wimbledon teilzunehmen und wurde in der Folge bei seinen Turniermatches ausgebuht. Dennoch erreichte er das Finale des Wimbledon-Turnieres, wo er Björn Borg diesmal allerdings unterlegen war. In der selben Saison konnte Connors auch erstmals das saisonabschließende Masters gewinnen (wo er in den Jahren 1974-76 trotz erfolgreicher Qualifikation nicht angetreten war).
1978 erreichte Connors zwei weitere Grand-Slam-Finals. In Wimbledon war er wieder Björn Borg unterlegen, doch im Finale der US Open gelang dem Amerikaner die erfolgreiche Revanche gegen den Schweden und der dritte US Open Triumph seiner Karriere. Es sollte für Connors der letzte Grand-Slam Titel für die nächsten fast vier Jahre sein. In den Jahren 1979-81 spielte Connors zwar weiterhin erfolgreich bei den vier großen Turniere und konnte sich bei 9 Turnierteilnahmen, achtmal ins Halbfinale vorspielen, konnte diese Hürde allerdings bei allen Versuchen nicht überwinden. Erst in der Saison 1982 gelang Connors (der nach dem Verlust der Weltranglistenspitze am 9. April 1979 immer nur noch für wenige Wochen an diese Position zurückkehren sollte) der erneute Schritt in ein Major-Finale. Im Duell gegen den jüngeren Amerikaner John McEnroe im Finale von Wimbledon konnte Connors durch einen Fünf-Satz-Erfolg den sechsten Grand-Slam-Triumph seiner Karriere einfahren. Später in der Saison folgte der vierte Titel bei den US Open, diesmal im Finale gegen Ivan Lendl. Gegen Lendl sollte Connors im folgenden Jahr bei den US Open auch die erste erfolgreiche Titelverteidigung bei einem Grand-Slam Turnier in seiner Karriere gelingen. Gleichzeitig war es allerdings auch der letzte große Turniersieg für Connors, der zwar 1984 noch einmal das Finale in Wimbledon erreichte, dort aber gegen John McEnroe nur ganze vier Spielgewinne im Matchverlauf erringen konnte. 1984 gelang dem Amerikaner auch der dritte Sprung in das Halbfinale der French Open, wo aber, wie auch im nachfolgenden Jahr, eine Niederlage folgte.
Es sollte bis zur Saison 1988 dauern, dass Connors noch einmal ein Turnier auf der ATP-Tour gewinnen konnte und aus dem einst so aggressiven Spieler war eine respektierte, ältere Persönlichkeit auf der Tour geworden. Viel Beachtung fand aus diesem Grund auch seine Erfolgsserie bei den US Open in der Saison 1991 (nachdem er 1990 nur drei Turnierspiele bestritten hatte und bereits offen über ein Karrierende gesprochen wurde), als er bis ins Halbfinale vordrang, um dort schließlich dem Titelverteidiger und Landsmann Jim Courier unterlegen zu sein. Bis in die Saison 1996 hinein spielte Connors noch vereinzelte Turniere auf der Tour, bis er letztendlich nach 25 Profijahren seine Karriere beendete.
Im Jahr 1998 wurde Jimmy Connors in die "International Tennis Hall of Fame" aufgenommen.
| Turnier/Statistik | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Australian Open | (-) | (-) | - | - | S | F | - | - | - | - | - | - | - | - |
| French Open | (-) | (-) | 2R | 1R | - | - | - | - | - | HF | HF | VF | VF | VF |
| Wimbledon | (-) | (1R) | VF | VF | S | F | VF | F | F | HF | HF | HF | S | AF |
| US Open | (1R) | (2R) | 1R | VF | S | F | S | F | S | HF | HF | HF | S | S |
| Turniersiege | (0) | (0) | 5 | 11 | 14 | 9 | 12 | 7 | 10 | 7 | 6 | 4 | 7 | 4 |
| Weltrangliste | (-) | (-) | - | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | 3 | 3 | 2 | 3 |
''Ergebnisse in Klammern = Statistiken aus Amateurjahren
| Turnier/Statistik | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Australian Open | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| French Open | HF | HF | - | VF | - | 2R | - | 3R | 1R | - | - | - | - |
| Wimbledon | F | HF | 1R | HF | AF | 2R | - | 3R | 1R | - | - | - | - |
| US Open | HF | HF | 3R | HF | VF | VF | - | HF | 2R | - | - | - | - |
| Turniersiege | 5 | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Weltrangliste | 2 | 4 | 8 | 4 | 7 | 14 | 936 | 48 | 84 | 363 | 673 | 419 | 1303 |
Ziffer = 1.-3. Turnierrunde; AF = Achtelfinale; VF = Viertelfinale; HF = Halbfinale; F = Finale; S = Turniersieg;
Mann | US-Amerikaner | Tennisspieler (USA) | Geboren 1952
جيمي كونرز | Джими Конърс | Jimmy Connors | Jimmy Connors | Jimmy Connors | Jimmy Connors | Jimmy Connors | ジミー・コナーズ | Jimmy Connors | Jimmy Connors | Jimmy Connors | Jimmy Connors | 吉米·康诺尔斯
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Jimmy Connors".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world