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Jim Jarmusch * (* 22. Januar 1953 in Akron, Ohio, USA) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Filmproduzent.

Leben


Mit 17 ging Jarmusch nach New York und erwarb einen Bachelor of Arts in Englisch an der Columbia University. Anschließend studierte er Filmwissenschaften an der Tisch School of the Arts, wo er seinen Abschlussfilm und gleichzeitig ersten Film "Permanent Vacation" 1980 drehte.

Er lernte dort unter anderem bei Nicholas Ray Regie. Dann begann er als Produktions-Assistent von Wim Wenders, der ihm übriggebliebene Filmrollen schenkte. Damit und mit 7.000 Dollar drehte er 1982/84 "Stranger Than Paradise", einen 30-minütigen Kurzfilm, den er später zu einer Langversion streckte. Zur Finanzierung seiner weiteren Filme konnte er Anfang der Achtziger Jahre das Vertrauen des deutschen Produzenten Otto Grokenberger gewinnen.

Neben seinen Kinofilmen drehte er Musikvideos, u.a. für die Talking Heads, Tom Waits, Neil Young und Jack White. Musik ist für Jarmusch "die höchste und schönste Form des Ausdrucks. Ohne Musik hätte das Leben keinen Sinn."

Werk


Jarmuschs Werk dreht sich immer wieder um das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und der Bindungskraft familiärer Beziehungen. Während man hinter diesen konfliktreichen Konstellationen oft einen pessimistischen, zuweilen antiamerikanischen Unterton vermuten könnte, verwehren sich seine Filme einer solchen Wertung konsequent.

Jarmusch zählt zu den wenigen wirklichen "Independent-Regisseuren" oder Autorenfilmern, d.h. er behält die Kontrolle über die gesamte Filmproduktion und die Rechte an den Negativen seiner Filme. Eine weitere Besonderheit liegt in seinen unorthodoxen Arbeitsgewohnheiten. Nach seinen eigenen Angaben schreibt er seine Plots für ganz bestimmte Schauspieler und baut dann um diese Figur(en) herum eine Geschichte auf. Er verzichtet damit ganz bewusst auf die üblichen Mittel von Drehplan oder Storyboards.

Wie einige seiner Zeitgenossen (Paul Thomas Anderson, Quentin Tarantino) verteilt Jarmusch einen Teil der Rollen auf die Mitglieder eines Stammensembles, mit denen er auch befreundet ist wie etwa Iggy Pop, Tom Waits, Roberto Benigni.

Jarmuschs Filme sind getragen von einer lässigen Langsamkeit und humorvollen Lakonik, die manchmal bis zur Grenze der Langeweile ausgereizt werden, diese jedoch nicht überschreiten. Beliebte Stilmittel sind darüber hinaus die Verwendung von Schwarzweißfilm und die totale Perspektive.

Filme


Auszeichnungen


Literatur


  • Aurich, Rolf / Reinecke, Stefan (Hg.): Jim Jarmusch. Bertz, Berlin 2001, ISBN 3-929470-80-2

Weblinks


Mann | US-Amerikaner | Schauspieler | Filmproduzent | Filmregisseur | Geboren 1953

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