Jetons (auch Chips, Spielmarken, Tokens) sind Plastikmarken, die als Spielgeld in Gesellschaftsspielen, beim Poker oder im Glücksspiel benutzt werden.
In deutschen Spielbanken werden üblicherweise Jetons ab einem Wert von 1 Euro bis 10.000 Euro ausgegeben. Die Gäste sollen ihre Einsätze nur mit den Jetons tätigen, in Ausnahmefällen werden Einsätze mit echtem Geld zugelassen, meist auch nur auf einfachen Chancen.
Ein Wettkampf- oder Casino-Jeton wiegt 13,5 Gramm, da er einen Metallkern hat.
Zur Vermeidung von Streitigkeiten werden Jetons mit einem größerem Wert, meist ab 50 Euro, durch eine eindeutige identifizierende Nummer gekennzeichnet, die der Gast sich ggf. merken kann. Jetons können in der Regel durch den Gast in eigener Verantwortung oder durch einen der Croupiers platziert werden. Beim amerikanischen Roulette ist es möglich, einem Gast farblich gekennzeichnete Jetons auszugeben, die er jeweils nur am ausgebenden Tisch verwenden kann; so unterscheiden sich die von ihm annoncierten oder selbst getätigten Einsätze zweifelsfrei von denen anderer Spieler, sodass Streitigkeiten der Satzherkunft auf dem Tableau ausgeschlossen sind.
Die Platzierung von Jetons wird in der Spielersprache auch als Stellung bezeichnet; dementsprechend nennen Insider den Vorgang des Platzierens von Jetons stellen.
Die Gesamtheit der gesetzten und nicht auf der Gewinnchance liegenden Jetons wird Masse genannt.
Ferner zählen Tormarken, Brotpfennige hierzu. Teilweise kommen sie auch als Fahrkarte zur Verwendung (New York Underground, Istanbul). In Hamburg wurden beispielsweise Fahrgeldmarken aus Keramik (Bottgerzeug) 1923 ausgegeben. In Italien waren spezielle Münzen (Gettoni) für öffentliche Telefonzellen in Gebrauch.
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