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Jerry Cotton ist eine im deutschsprachigen Raum kommerziell höchst erfolgreiche Serie von Kriminalromanen mit einer Auflage von ca. 850 Millionen Exemplaren.

Überblick


1954 erschien der erste Roman als Nr. 68 "Ich suchte den Gangster-Chef" in der Reihe "Bastei Kriminalroman". Die Heftreihe "Jerry Cotton" entstand 1956 und erschien mit dem Titel "Ich jagte den Diamanten-Hai". 2005 erreichte die Serie die 2500. Ausgabe.

Eine Reihe von über 100 Autoren schreibt unter verschiedenen Pseudonymen für die Heftchenreihe, die im Bastei-Verlag erscheint und vor allem über Kioske und Zeitschriftenläden vertrieben wird. Rolf Kalmuczak, der später als Stefan Wolf mit der TKKG-Serie berühmt wird, war Lektor und Autor der Jerry-Cotton-Reihe. Die Handlung der Geschichten ist durch "Crime with Sex" geprägt. Frauen treten in den Romanen nur sporadisch auf. Wichtige Figuren der Serie sind neben Cotton seine Kollegen Phil Decker, Annie Geraldo, Zeerookah, John D. High, June Clark, Roby O'Hara, Myrna, Windermeere und seine Smith & Wesson, Caliber 38 Smith & Wesson Special, welche jedoch in Band 2163 - "Cottons Rückkehr" durch eine P226 Sig Sauer ersetzt wurde. Jerry Cotton fuhr einen Jaguar E-Type, Bj. 1966. Dieser Wagen wurde jedoch in Band 2217 - "Die letzte Fahrt im Jaguar" verschrottet. Seitdem fährt er einen Jaguar XKR.

Prominente Autoren, deren Mitarbeit an der Jerry-Cotton-Reihe bekannt ist, sind beispielsweise:

Jerry-Cotton-Romane werden der Trivialliteratur bzw. den so genannten Heftromanen zugerechnet. Zwar wird diese Gattung von der Kulturkritik traditionell gering geschätzt, dennoch hat sich um Jerry Cotton (wie um sein Pendant aus dem Genre der Science-Fiction, Perry Rhodan) eine treue Fangemeinde geschart.

G-Man Jerry Cotton ist New Yorker FBI-Agent und löst Straftaten im Umfeld des organisierten Verbrechens auf. Eine der wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen des FBI lautet, dass die fiktionale Figur Jerry Cotton kein tatsächlicher Mitarbeiter dieser Behörde sei.

Von verschiedenen Romanen gibt es Hörspiel-Adaptionen auf CD (gesprochen u.a. von Manfred Lehmann (Cotton), Joachim Kerzel und Volker Brandt).

Verfilmungen


In den 1960er Jahren wurde zudem eine Serie von B-Filmen auf der Basis der Cotton-Romane abgedreht, zu Anfang noch in schwarz-weiß. Die Rolle des Jerry Cotton spielte der amerikanische Schauspieler George Nader, die des Phil Decker der deutsche Schauspieler Heinz Weiss und die ihres Chefes Mr. John High Richard Münch. Regisseur der Filme war Harald Reinl. Die Filmmusik schrieb Peter Thomas (Jerry Cotton-March). Die Links verweisen auf die jeweilige Filmseite bei der deutschen IMDb.
  • Mordnacht in Manhattan (1965)
Der 12-jährige Billy wird Augenzeuge eines Mordes an einem Restaurantbesitzer. Das Opfer hatte die monatlichen "Schutzgebühren" der berüchtigten Hundert-Dollar-Bande verweigert und musste teuer dafür bezahlen. Das Leben des kleinen Billy schwebt in akuter Gefahr, denn er ist der einzige, der den Chef der Gangsterbande identifizieren kann. Jerry Cotton muss Billy beschützen und gleichzeitig die Verbrecher dingfest machen. Doch der clevere Unterweltboss versteht es, seine Spuren zu verwischen und erledigt vorsichtshalber alle lebenden V-Männer, die ihn verraten könnten. Einzige Chance für Cotton ist es, ihm mit Billy eine Falle zu stellen... * (s/w)

  • Schüsse aus dem Geigenkasten (1965) * (s/w)
  • Die Rechnung - eiskalt serviert (1966) * (s/w)
  • Um null Uhr schnappt die Falle zu (1966) * (s/w)
  • Der Mörderclub von Brooklyn (1967) * (Farbe)
  • Der Tod im roten Jaguar (1968) * (Farbe)
  • Dynamit in grüner Seide (1968) * (Farbe)
  • Todesschüsse am Broadway (1969) * (Farbe)

Weblinks


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