Jean Paul Marat (* 24. Mai 1743 in Boudry, heute Kanton Neuchâtel, Schweiz; † 13. Juli 1793) war Arzt, Verleger und Journalist. Er gilt als einer der radikalsten Führer der Französischen Revolution. Er wandte sich radikal gegen die Monarchie und war ein Befürworter politischer Gewalt.
Dort führte er einige Experimente mit Feuer, Licht und der Elektrizität durch und veröffentlichte 1779 ein Buch über seine neuen Erkenntnisse in der Physik. Weitere Bücher über Physik, Theorie der Politik, Recht und Physiologie folgten in den folgenden Jahren. Im Jahre 1783 beendete Marat seine erfolgreiche medizinische Laufbahn und widmete sich voll und ganz den Naturwissenschaften.
Am 12. September 1789 gab er das erste Mal die Zeitung Publiciste Parisien heraus, die er kurze Zeit später in Ami du Peuple umbenannte. Diese Zeitung war die einflussreichste und gefürchtetste radikale Zeitung Frankreichs. Manchmal kam es sogar vor, dass sie zweimal an einem Tag erschien. Sie war die Stimme des Volkes, was die Revolution betrifft. Marat griff darin mit scharfen Worten alle gemäßigten Girondisten an und besonders die Bourgeoisie in der Nationalversammlung.
Marat vertrat die Ansicht, dass alle Gegner der Revolution Verräter und Volksfeinde seien. Deshalb veröffentlichte er deren Namen in der Ami du Peuple und lieferte sie somit der Rache des Volkes aus. Im Juli 1790 befürwortete er die Enthauptung von 500 bis 600 Gegnern. Noch im gleichen Jahr floh er nach England, nachdem er den Finanzminister des Königs kritisiert hatte. Im Jahre 1791 steckte ihn die Nationalversammlung für einen Monat ins Gefängnis. Ab diesen Zeitpunkt führte er seine Kampagne im Untergrund fort. Nach dem Sturz der Monarchie im August 1792 schloss sich Marat den radikalen Jakobinern an und wurde, mit großer Unterstützung des Volkes, ein einflussreicher Delegierter des Nationalkonvents und der Präsident der Jakobinischen Partei. Weiterhin begrüßte er die Septembermorde 1792 gegen Unabhängige und Royalisten.
Darum entschloss sie sich, den Führer der Jakobiner, Jean Paul Marat, dessen Einfluss sie weit überschätzte, umzubringen. Sie fuhr in einer Postkutsche nach Paris, wo sie ein Küchenmesser mit einer 20 cm langen Klinge erstand. Sie hatte eigentlich geplant, ihn am 14. Juli, dem Jahrestag des Sturms auf die Bastille, in der Öffentlichkeit zu erstechen. Doch Marat war wegen seines quälenden Hautleidens (Skrofulose genannt und mit einem schweren Juckreiz verbunden) an die Badewanne gefesselt. Unter dem Vorwand, dass sie einige Girondisten aus ihrer Heimatstadt Caen, einer Hochburg der Konterrevolution, denunzieren wolle, suchte sie Marat am 13. Juli 1793 auf, erhielt jedoch keinen Einlass bei Simone Evrard, Marats Lebensgefährtin. Sie fuhr zurück in ihr Hotel, kündigte ihren Besuch schriftlich an und fuhr noch am selben Tag zurück zu Marats Wohnung, ohne Antwort erhalten zu haben.
Im Badezimmer stach sie ihm nach einem kurzen Gespräch in Hals/Brust, in der Nähe des Schlüsselbeins also, wobei sie so heftig zustieß, dass die Aorta ebenfalls zerissen wurde und Marat so gut wie sofort tot war. Ein herbeieilender Redakteur des Ami du Peuple soll Corday niedergeschlagen haben, woraufhin sie festgenommen wurde. Zu keinem Zeitpunkt leistete sie Widerstand. Am 19. Juli 1793 wurde sie guillotiniert, allerdings machte sie Marat durch ihre Tat nur noch mehr zu einem Helden und Märtyrer, dessen Werk fortgesetzt werden musste. Corday selbst erlangte durch den Mord den Status einer Märtyrerin der Konterrevolution.
Französische Revolution (Person) Mann | Franzose Schweizer Geboren 1743 | Gestorben 1793
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