Jean-Honoré Fragonard 023.jpg Jean-Honoré Fragonard (spr. -nar) (* 17. April 1732 zu Grasse (Var), † 22. August 1806 in Paris) war ein französischer Maler.
Er war Schüler François Bouchers und entwickelte den Malstil Bouchers konzeptionell weiter. Fragonard bildete sich dann in Rom weiter aus und wurde nach seiner Rückkehr durch sein Bild Koresos und Kallirrhoe Mitglied der Akademie. Dem herrschenden Geschmack sich anbequemend, verließ er das Fach der historischen Malerei ganz und ward der Maler des Vergnügens, der Lust und des heiteren Lebensgenusses im Stil von Watteau. [ In der Revolution verlor er sein durch zahlreiche Staffelei- und Dekorationsmalereien erworbenes Vermögen und starb, da er sich der neuen klassizistischen Richtung nicht mit Erfolg anzuschließen vermochte, in Armut und Vergessenheit. Nach ihm stachen die bekanntesten Kupferstecher seiner Zeit; auch ätzte er selbst eine Anzahl Blätter nach eigner Erfindung und nach Tintoretto, Giovanni Lanfranco, Sebastiano Ricci, Annibale Carracci, Giovanni Battista Tiepolo u.a.
Sein Sohn Alexandre-Évariste Fragonard wurde Bildhauer und Maler.
Fragonards Arbeitsstil zeichnete sich durch eine flockige und lockere Malweise aus (ähnlich Tiepolo). Dadurch wirken seine Figuren weniger porzellanhagft und lebendiger als die in den Zeichnungen Bouchers. Teilweise erinnert seine grobe Pinselführung an Werke von Franz Hals.
Mann | Pariser Maler | Geboren 1732 | Gestorben 1806
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