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Jean-Gaspard Deburau (gelegentlich auch Jean-Baptiste, gelegentlich auch Debureau, eigentlich Jan Kašpar Dvořák; * 31. Juli 1796 in Kolín, Böhmen; † 17. Juni 1846 in Paris) war ein böhmisch-französischer Pantomime. Er wurde als Sohn des Seiltänzers Philippe Germain Deburau und der Hausangestellten Katerina Králová (auch Catherine Graff genannt) in der böhmischen Stadt Kolín geboren. Im Jahre 1811 kam seine Familie nach Paris und ließ sich dort in der Rue Saint-Maur nieder, wo sie artistische Vorstellungen gab.

Deburau wurde bald zum Aushängeschild des Théâtre des Funambules. Die für ihn typische tragische Bühnenfigur des Pierrot, eines in fließende weiße Gewänder gekleideten mondsüchtigen Verliebten, der schweigend leidet, stand im Kontrast zu den Charakteren der Melodramen, die zu jener Zeit in Mode waren. Seine Darstellungen auf dem Gebiet der Pantomime waren eng verbunden mit dieser Figur, die auf dem Pedrolino der italienischen Commedia dell'arte basierte, die er jedoch dem Geschmack des Pariser Publikums angeglichen hatte.

Deburau starb in Paris und wurde dort auf dem Père Lachaise-Friedhof beigesetzt. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Charles Deburau die von seinem Vater entwickelte Figur und trug dazu bei, den französischen Pierrot als Bühnencharakter zu etablieren.

In dem 1938 entstandenen deutschen Spielfilm Tanz auf dem Vulkan wird Jean-Gaspard Deburau von Gustaf Gründgens verkörpert; jedoch hat die Figur nur wenig mit dem historischen Deburau gemein. Jean-Louis Barrault verkörperte 1945 in dem Film Kinder des Olymp eine Interpretation: die Figur „(sic!) Baptiste Debureau“.

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Mann | Franzose | Pantomime | Geboren 1796 | Gestorben 1846

Jean-Gaspard Deburau | Famille Deburau | Jean-Gaspard Debureau

 

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