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Jean baptiste biot.jpg Jean-Baptiste Biot (* 21. April 1774 in Paris; † 3. Februar 1862 in Paris) war ein französischer Physiker und Mathematiker, der im frühen 19. Jahrhundert den Zusammenhang zwischen elektrischem Strom und Magnetismus untersuchte (Biot-Savart-Gesetz), sowie die Drehung polarisierten Lichtes beim Durchgang durch optisch aktive, chemische Lösungen (optische Aktivität).

1797 wurde er Professor für Mathematik an der École Centrale in Beauvais und im Jahr 1800 zum Professor der Physik ans Collège de France in Paris berufen, sowie 1809 zum Professor der Astronomie ernannt. Er war eines der ersten Mitglieder der Société d'Arcueil und im Laufe der Zeit Mitglied aller drei Pariser Akademien.

Am 20. August 1804 unternahm er zusammen mit Gay-Lussac eine Fahrt im Wasserstoff-Gasballon und erreichte dabei die damalige Weltrekordhöhe von 7.400 Meter. Bei dieser Gelegenheit untersuchten beide das irdische Magnetfeld und insbesondere seine Inklination.

Biot war auch in der Geodäsie tätig und dehnte 1807-1808 mit Arago die Gradmessung von Méchain und Delambre nach Süden bis zu den Balearen aus. Im Norden verlängerte er sie 1817-1818 bis zu den Shetland-Inseln. Mit dem Borda-Pendelapparat führte er 1811 Gravimetrie auf dem 45. Breitengrad durch und bestimmte erstmals eine Lotabweichung am Mont Cenis bei Bordeaux (1820 zusammen mit F.Carlini).

Als Physiker entdeckte er die Doppelbrechung von Glimmermineralen, weshalb das Mineral Biotit nach ihm benannt wurde. Zu seinen Ehren wurde die frühere cgs-Einheit des elektrischen Stromes mit "Biot" (Einheitenzeichen Bi), sowie eine dimensionslose Kennzahl (Biot-Zahl) der Thermodynamik benannt.

Biot forschte auch an der Geschichte der Naturwissenschaften. Er schrieb unter anderem über Newton und über die Astronomie der alten Ägypter, Inder und Chinesen.

Weblinks


Mann | Franzose | Mathematiker (19. Jh.) | Physiker (19. Jh.) | Geodät | Persönlichkeit der Elektrotechnik | Geboren 1774 | Gestorben 1862

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