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Jawaharlal Nehru (जवाहरलाल नेहरू, Javāharlāl Nehrū) (* 14. November 1889 in Allahabad; † 27. Mai 1964 in Neu-Delhi) war ein indischer Politiker und von 1947 bis 1964 erster Ministerpräsident Indiens. Er ist auch bekannt als Pandit Nehru.

Leben


Jawaharlal Nehru wurde 1889 als Sohn des wohlhabenden Rechtsanwalts Motilal Nehru geboren, einem führenden Politiker des Indian National Congress. Er wurde westlich erzogen und ließ sich in England zum Rechtsanwalt ausbilden. Nach der Rückkehr setzte seine politische Beteiligung an der Befreiung Indiens ein. So wurde er im Jahr 1918 Mitglied des All-Indischen Kongresses.

Seit 1919 Weggefährte Mahatma Gandhis beim Unabhängigkeitskampf war er seit 1929 neben Gandhi auch der Führer der Unabhängigkeitsbewegung. Wegen seiner politischen Aktivitäten kam es wiederholt zu Verhaftungen Nehrus durch die britische Kolonialmacht.

Er gilt als Begründer der Ideologie der Nicht-Pakt-Gebundenheit. Nehru trat für ein demokratisches und säkulares Indien ein, dessen Wirtschaftssystem allerdings sozialistische Züge trug. Er gilt als der organisatorische Gründer der indischen Kongresspartei. Er prägte den Begriff Dritte Welt.

Am 15. August 1947 erreichte Indien die Unabhängigkeit. Die Teilung des indischen Subkontinents in das überwiegend von Hindus bewohnte säkulare Indien und den moslemischen Staat Pakistan im Industal und der Gangesmündung konnte er nicht verhindern. Nehru war von 1947 bis 1964 erster Ministerpräsident Indiens. Außenpolitisch war er seit 1955 Wegbereiter der Bewegung der Blockfreien Staaten.

Nehru war der Vater Indira Gandhis.

Zeiten als Ministerpräsident

15. August 1947 bis 27. Mai 1964 (Todestag).
1947 bis 1952
Nehru stand als Ministerpräsident einem Allparteienkabinett zur Vorbereitung der Unabhängigkeit vor, u. a. Shyama Prasad Mukherjee, B. R. Ambedkar, Sardar Vallabhbhai Patel wurde sein Stellvertreter (Deputy Prime Minister of India) und Innenminister.

Gandhis Ermordung im Januar 1948 brachte die indischen Politiker näher zueinander. Der Vertrag von Delhi (1949) garantierte in beiden Staaten die Minderheitenrechte. Als Rajendra Prasad erster Präsident Indiens wurde, überlegte Nehru zurückzutreten.

1952 bis 1964
1952 gab es in Indien die ersten freien Wahlen, in denen Nehru die Kongresspartei zur stärksten politischen Kraft im Unions-Parlament führte und dort erneut als Ministerpräsident gewählt wurde.

Wiederwahlen: 1957 und 1962.

Zitate


Siehe auch


Literatur


  • Tariq Ali: Die Nehrus und die Gandhis. Eine indische Dynastie. Kreuzlingen : Hugendubel, 2005, 462 S., ISBN 3-7205-2602-X
  • Shashi Tharoor: Die Erfindung Indiens. Das Leben des Pandit Nehru. Frankfurt : Insel, 2006, 285 S., ISBN 3-458-17303-X

Weblinks


Mann

Premierminister (Indien) | Geboren 1889 | Gestorben 1964 | Politischer Widerstand

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