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Jaspis, auch Hornstein genannt, ist ein durch viele fremde Beimengungen „verunreinigtes“ Mineral aus der Ordnung der Anhydride und eine kryptokristallinische Varietät des Quarzes, eng verwandt mit dem stets fasrig aufgebauten Chalcedon. Die Verwandtschaft ist so eng, dass sogar Stücke vorkommen, bei denen körnig und fasrig aufgebautes Quarzmaterial miteinander verwachsen ist.

Der größte Edelstein der Welt ist ein Jaspis aus Botswana, der sich im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein befindet. Aus einem 800 kg schweren Rohling wurde eine 224 kg schwere Kugel mit 54 cm Durchmesser geschliffen.

Jaspis findet sich derb, eingesprengt, in Kugeln und Geschieben, selten in trauben- oder nierenförmigen Gestalten. Er kann bis zu 20 Prozent Beimengungen fremder Substanzen wie Tonerde, Eisenoxid, Eisenhydroxid und Manganhydroxid enthalten. Da die Menge und Verteilung dieser Beimengungen über das Erscheinungsbild entschieden, ist der Farb- und Varietätenspielraum des Jaspis außerordentlich groß.

Wortherkunft


Das Wort „Jaspis“ leitet sich über lat. iaspis und gr. , íaspis aus einer orientalischen Sprache ab, möglicherweise aus dem Ägyptischen oder Persischen (yashp).

Varietäten und Vorkommen von Jaspis


Jaspis ist gelb, rot, braun, schimmernd bis matt, undurchsichtig, mit muscheligem Bruch. Man unterscheidet mehrere Varietäten.

  • Ägyptischer Jaspis (Kugeljaspis, Nilkiesel, Jaspisknollen), ockergelb bis braun und ziegelrot, häufig gestreift und geflammt, findet sich in großer Menge als Gerölle im Nil und in der Wüste. Bei Kairo bildet er ein Konglomerat, das wahrscheinlich der Kreideformation angehört.
  • Der rote Jaspis findet sich im Bohnerz bei Müllheim im Breisgau und in Idar-Oberstein.
  • Der ziegelrote Jaspis findet sich auch in den Eisensteingängen des sächsischen Erzgebirges.
  • Der gemeine Jaspis auch Silex genannt, meist rot und braun, auch gelblich und schwarz, findet sich besonders auf Eisensteingängen an vielen Orten.
  • Jaspis vom Bühlchen in Deutschland.
  • Bandjaspis, besteht aus grau, grün, gelb, rot, braun gefärbten parallelen Lagen, die ihn zum Gemmenschneiden prädistinieren. Vorkommen in Sibirien (Ochotsk, Jekaterinburg), auf Sizilien, Korsika, am Harz und in Tirol vor.
  • Der indische Zebrajaspis ist dunkelbraun mit hellbraunen Strichen und enthält oft versteinerte Muscheln und Schnecken.
  • Als Blutjaspis oder Heliotrop bezeichnet man einen dunkelgrünen Jaspis mit roten Pünktchen.

Verwendung


Jaspis war im Altertum bei den Griechen und Römern ein höchst angesehenes Mineral. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Jaspis an Bedeutung und Wertschätzung verloren und wird gegenwärtig zu Siegelsteinen, Dosen, Vasen, Tischplatten, Kannen, Mosaik, architektonischen Arbeiten etc. genutzt.

Bedeutung in der Bibel


Über das dem Apostel Johannes offenbarte Himmlische Jerusalem heißt es:
Die Grundsteine der Stadtmauer sind mit edlen Steinen aller Art geschmückt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd.

Esoterik


Der im späten Mittelalter berühmte Naturforscher Konrad Gesner überlieferte: "Der Jaspis ist ein Schild vor der Brust, das Schwert in der Hand und die Schlange unter den Füßen. Er schirmt gegen alle Krankheiten und erneuert Geist, Herz und Verstand." Bei den alten Griechen glaubte man, daß der Jaspis seinem Träger innerliche Harmonie beschere und Frauen durch das Tragen des Steins eine harmonievolle Schwangerschaft haben. Der rote Jaspis hilft am besten bei Übelkeit und übermäßiger Esslust während der Schwangerschaft und kann außerdem die Entbindung erleichtern - ein wunderbarer Stein für alle Bereiche des Unterleibes.

Weblinks


Schmuckstein | Mineral

Jaspis | Jasper | Jaspis | Jaspe | Jaspis

 

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