Jaspis, auch Hornstein genannt, ist ein durch viele fremde Beimengungen „verunreinigtes“ Mineral aus der Ordnung der Anhydride und eine kryptokristallinische Varietät des Quarzes, eng verwandt mit dem stets fasrig aufgebauten Chalcedon. Die Verwandtschaft ist so eng, dass sogar Stücke vorkommen, bei denen körnig und fasrig aufgebautes Quarzmaterial miteinander verwachsen ist.
Der größte Edelstein der Welt ist ein Jaspis aus Botswana, der sich im Deutschen Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein befindet. Aus einem 800 kg schweren Rohling wurde eine 224 kg schwere Kugel mit 54 cm Durchmesser geschliffen.
Jaspis findet sich derb, eingesprengt, in Kugeln und Geschieben, selten in trauben- oder nierenförmigen Gestalten. Er kann bis zu 20 Prozent Beimengungen fremder Substanzen wie Tonerde, Eisenoxid, Eisenhydroxid und Manganhydroxid enthalten. Da die Menge und Verteilung dieser Beimengungen über das Erscheinungsbild entschieden, ist der Farb- und Varietätenspielraum des Jaspis außerordentlich groß.
Jaspis war im Altertum bei den Griechen und Römern ein höchst angesehenes Mineral. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Jaspis an Bedeutung und Wertschätzung verloren und wird gegenwärtig zu Siegelsteinen, Dosen, Vasen, Tischplatten, Kannen, Mosaik, architektonischen Arbeiten etc. genutzt.
Der im späten Mittelalter berühmte Naturforscher Konrad Gesner überlieferte: "Der Jaspis ist ein Schild vor der Brust, das Schwert in der Hand und die Schlange unter den Füßen. Er schirmt gegen alle Krankheiten und erneuert Geist, Herz und Verstand." Bei den alten Griechen glaubte man, daß der Jaspis seinem Träger innerliche Harmonie beschere und Frauen durch das Tragen des Steins eine harmonievolle Schwangerschaft haben. Der rote Jaspis hilft am besten bei Übelkeit und übermäßiger Esslust während der Schwangerschaft und kann außerdem die Entbindung erleichtern - ein wunderbarer Stein für alle Bereiche des Unterleibes.