Der Japanisch-Russische Grenzkonflikt von 1938/1939 war Folge des Versuchs Japans die Grenzen des Mandschukostaats weiter in Richtung Norden auszudehnen.
Japan sicherte sich jedoch großen Einfluss und baute die Südmandschurische Eisenbahn, um Rohstoffe aus der Mandschurei nach Korea bringen und von dort nach Japan verschiffen zu können. Die Eisenbahn wurde von der japanischen Guandong-Armee beschützt. Doch nach der Weltwirtschaftskrise sahen viele Militärs eine Lösung der Probleme, durch eine weitere Expansion in Richtung Mandschurei. Nach dem Mukden-Zwischenfall 1931, der vermutlich von den Japanern selbst erzeugt wurde, kam es zur Mandschurei-Krise und die Guandong-Armee besetzte, angeblich ohne größere Rücksprache mit der japanischen Regierung, die Mandschurei. In der Mandschurei wurde der Marionettenstaat Mandschuko eingerichtet. Diese Okkupation wurde von Seiten der USA durch die Hoover-Stimson-Doktrin verurteilt und der Völkerbund protestierte.
Japan wollte nun seine Bestrebungen in China intensivieren, so dass es zum zweiten japanisch-chinesischen Krieg kam. Aber auch eine Ausdehnung des Einflussgebiets in Richtung Norden, zur russischen und mongolischen Grenze war geplant.
So kam es zu Streitigkeiten um den Grenzverlauf des Mandschukostaats.
Josef Stalin ließ daraufhin einen Plan zur Vertreibung der Japaner ausarbeiten und die Sowjets und Mongolen zogen weitere Truppen zusammen. Die Japaner standen nun einer Übermacht gegenüber. Bei der Auseinandersetzung starben acht Offiziere und 97 Soldaten, ein Offizier und 33 Soldaten wurden verwundet. Die Guandong-Armee beschloss daraufhin, dass das Gebiet zu unbedeutend sei, um weitere Truppen zu opfern.
Dennoch kam es im Juni zu kleineren Gefechten und die Sowjets und Mongolen griffen immer wieder kleinere Mandschuko-Einheiten an. Daher erhielt der lokale Kommandant der Guandong-Armee Lieutnant General Michitaro Komatsubara gegen Ende Juni die Erlaubnis, die Eindringlinge zu vertreiben. Am 1. Juli starteten die Japaner ihre Operationen und schafften es, den Fluss zu überqueren, bis sie am Abend des 3. Juli von den Sowjets wieder zurückgeworfen wurden.
Danach kam es zu einer Waffenruhe, bis am 22. August etwa 50.000 sowjetische Soldaten unter dem Kommando Georgi Konstantinowitsch Schukows vom Ostufer des Flusses aus und drei Infanterie-Divisionen mit etwa 70.000 Soldaten mit Unterstützung von Artillerie, Panzern und Flugzeugen die japanischen Elite-Einheiten angriffen.
Die damalige japanische Verteidigungsdoktrin sah vor, dass die Position mit starkem Beschuss zu verteidigen und auf eine Entlastung zu warten sei. Dies war gegen schlecht ausgerüstete chinesische Truppen zwar sehr erfolgreich, aber die sowjetischen Panzer durchbrachen die Linien, schlossen zwei Divisionen ein und rieben die anderen Truppen auf.
Ein Ausbruchsversuch scheiterte am 22. August. Da die Truppen sich nicht ergeben wollten, wurden sie bis zum 31. August aufgerieben.
Am 16. September unterzeichneten beide Seiten einen Waffenstillstand und einigten sich auf die existierenden Grenzen. Schukow erhielt für den Sieg das erste Mal (von insgesamt vier) die Auszeichnung Held der Sowjetunion.
Im August 1945 kam es mit der Operation Auguststurm zu weiteren Kampfhandlungen, weil die Sowjetunion nach der Beendigung des zweiten Weltkriegs in Europa mit über einer Million Soldaten die Mandschurei angriff.
1969 kam es wieder zu einem bewaffneten Konflikt über die Grenzziehung, diesmal aber zwischen der Volksrepublik China und der Sowjetunion.
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