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RANDI.jpg James „The Amazing“ Randi (* 7. August 1928 in Toronto (Kanada); Geburtsname Randall James Hamilton Zwinge) ist ein Bühnenzauberer, Skeptiker, und Gegner von Pseudowissenschaften. Er ist wohl am besten bekannt durch seine Ein-Millionen-Dollar-Herausforderung für den Beweis paranormaler Behauptungen, bei der die James Randi Educational Foundation ein Preisgeld von einer Million Dollar an jeden zahlt, der in der Lage ist, vorher beschriebene paranormale, übernatürliche, oder okkulte Kräfte oder Ereignisse unter Beweis zu stellen. Den ebenfalls vorher festgelegten Testbedingungen müssen beide Seiten zustimmen. In Deutschland führt die GWUP Vortests für diesen Test durch.

Asteroid 3163 Randi ist nach ihm benannt.

Berufliche Karriere


Randi arbeitet seit den 1950er Jahren als professioneller Bühnenzauberer und Entfesselungskünster. Er trat 1955 als The Amazing Randi in einer kurzlebigen TV-Show names Wonderama auf. In der Ausgabe vom 2. Februar 1974 des britischen Magier-Magazins Abracadabra forderte er die magische Gesellschaft heraus mit den Worten: „Ich kenne keine Berufung, die so sehr wie unsere auf gegenseitigem Vertrauen und Glauben beruht“.

Randi trat ins internationale Rampenlicht, als er in den 1970ern die öffentlichen Behauptungen von Uri Geller anprangerte. Randi beschuldigte Geller, nichts weiter als ein Scharlatan zu sein, der sich gewöhnlicher „magischer“ Tricks bediente, um seine paranormalen Heldentaten zu vollbringen, und er untermauerte diese Beschuldigungen in seinem Buch The Magic of Uri Geller. Geller antwortete auf Randis Behauptungen mit einer Reihe von erfolglosen Klagen, und die Rivalität zwischen beiden hält seit drei Dekaden an.

Randi hat seitdem zahlreiche Bücher veröffentlicht, in denen er populäre Irrtümer und Behauptungen des Paranormalen angreift. Er wirkt ebenso mit, Betrüger und Scharlatane aufzudecken, die diesen Bereich für ihren persönlichen Gewinn ausbeuten. Mit seinem Projekt Alpha hat er es erreicht, dass paranormale Untersuchungen an Universitäten praktisch aufgegeben worden sind. Randis Demaskierung des Wunderheilers Peter Popoff bewirkte einen starken Niedergang von Popoffs Einfluss und Popularität.

Randi war prominentes Gründungsmitglied der CSICOP (Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal), wegen der gegen ihn durch Uri Geller angestrengten Klagen trat er jedoch später dort aus, um den Verein vor eventuellen Auswirkungen zu schützen.

1996 gründete Randi die James Randi Educational Foundation (JREF). Diese Organisation fördert die Untersuchung paranomaler Behauptungen und versucht sie unter kontrollierten Testbedingungen zu testen. Randi aktualisiert seine JREF-Website freitags mit aktuellen Kommentaren zur Arbeit seiner Organisation.

Für seine Verdienste um die Förderung vernunftgeleiteten Denkens wurde er 2004 mit dem Erwin-Fischer-Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten ausgezeichnet.

Die Eine-Million-Dollar-Herausforderung


Die JREF hat ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgesetzt, das jeder erhält, der eine übernatürliche Fähigkeit unter einverständlichen wissenschaftlichen Testbedingungen demonstrieren kann. Vor dem eigentlichen Test wird ein zwischen Randi und dem Kandidaten abgesprochener Vortest verlangt, der in Deutschland von der GWUP durchgeführt wird, und den bisher auch weltweit noch niemand bestanden hat. In den Bedingungen seiner Herausforderung hat Randi deutlich gesagt, dass beide Seiten – sowohl er selbst als auch der Kandidat – im Voraus den Bedingungen zustimmen müssen, unter denen der Test ein „Erfolg“ bzw. ein „Fehlschlag“ sein soll. Diese Forderung wird von Skeptikern als Grund dafür angesehen, warum so viele Personen in vorgeblichem Besitz paranormaler Fähigkeiten nicht an der Herausforderung teilnehmen wollen. Kritiker Randis behaupten, seine Herausforderung sei unaufrichtig, und dass Randi sicherstellen werde, dass er das Geld niemals auszahlen muss. Diesem Vorwurf tritt die JREF mit dem Hinweis entgegen, dass Geld sei nachweislich vorhanden (in Form eines Wertpapierdepots bei Goldman Sachs) und müsse nach geltendem Recht einem Gewinner auch vertragsgemäß zugewendet werden.

Randis Gegner halten die Glaubwürdigkeit der $1.000.000-Herausforderung unter Verweis auf dessen harsche, kompromisslose Persönlichkeit für gering. Randis Unterstützer bemerken, dass es alternative Möglichkeiten gibt, angebliche paranormale Fähigkeiten unabhängig testen zu lassen und dabei Randi völlig aus dem Weg zu gehen.

Kritik


Einige Kritiker sehen die sofortige Abweisung mancher Bewerber als Indiz für die Unaufrichtigkeit Randis. Beispielsweise bewarb sich 1999 ein deutscher Aspirant - Rico Kolodzey - um den Preis. Kolodzey behauptet, er könne sich allein von Wasser ernähren und erklärte sich dazu bereit, dies unter wissenschaftlichen Testbedingungen zu demonstrieren. Kolodzey erhielt zunächst keine Antwort. Auf erneute Nachfrage antwortete Randi am 18. Juni 1999, dass Kolodzey ein ein Lügner und Schwindler sei, wenn er behauptete, sich nur von Wasser ernähren zu können. Die Randi Foundation sei weder daran interessiert, die Angelegenheit weiterzuverfolgen, noch werde die Foundation mit Kolodzey in dieser Sache weiter korrespondieren Artikel Randi runs away auf www.alternativescience.com *.

Am 16. Februar 2004 bestätigte Randi auf Nachfrage die Echtheit des Ablehnungsschreibens und schrieb, es sei kaum zu glauben, dass ein solcher Blödsinn soviel Aufmerksamkeit erringen könnte Forumsbeitrag von Randi * .

Im Oktober 2004 chronologisches Archiv von Internetseiten wurden die Teilnahmebedingungen derart geändert, dass die Behauptung, sich allein von Wasser zu ernähren und ähnliche Behauptungen, künftig nicht mehr für die Eine-Million-Dollar-Herausforderung in Betracht gezogen werden Teilnahmebedingungen der Herausforderung [http://www.randi.org/research/challenge.html.

Trotz der Ablehnung Kolodzeys und der geänderten Teilnahmebedingungen forderte Randi am 1. Juli 2005 die Australierin Ellen Greve, die in Büchern und Vorträgen behauptet, schon seit über 12 Jahren von "Lichtnahrung" zu leben, an der Eine-Million-Dollar-Herausforderung teilzunehmen, und ihre Behauptung, keine "stoffliche" Nahrung zum Leben zu benötigen, zu beweisen. Greve hatte bereits 1999 an einem durch einen australischen Fernsehsender durchgeführten Test teilgenommen, der vorzeitig abgebrochen wurde. Greve hatte nach wenigen Tagen ohne Nahrung 6 kg an Gewicht verloren und zeigte die für längeren Nahrungsverzicht üblichen Symptome (Austrocknung, etc.). Auf Anraten des betreuenden Arztes brach der Fernsehsender das Experiment ab. Im Gegensatz zu Kolodzey ist Greve ist nicht bereit dazu, an einem vom der Randi Foundation durchgeführten Test ihrer Behauptung teilzunehmen.

Quellen


Werke


  • Flim-Flam! (1982)
  • The Magic of Uri Geller (später in The Truth About Uri Geller umbenannt) (1982)
  • The Faith Healers (1989, ISBN 0879755350) mit Carl Sagan
  • The Mask of Nostradamus: The Prophecies of the World's Most Famous Seer (1990, ISBN 0879758309)
  • Conjuring (1992)
  • An Encyclopedia of Claims, Frauds, and Hoaxes of the Occult and Supernatural (1995)

Weblinks


Mann | Zauberkünstler | US-Amerikaner | Geboren 1928

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