James_croll.jpg James Croll (* 2. Januar 1821 in Cargill; † 15. Dezember 1890 in Perth) war ein schottischer Autodidakt.
James Croll wuchs in der Provinz auf. Seine Bildung erwarb er sich als Autodidakt, er war ein leidenschaftlicher Leser physikalischer und astronomischer Bücher. Eine Lehre als Stellmacher gab er aus gesundheitlichen Gründen auf und arbeitete danach in verschiedenen Berufen, u.a. als Versicherungskaufmann und Teehändler. 1848 heiratete er Isabella MacDonald. 1859 erhielt er eine Anstellung als Pförtner im Museum der Anderson Institution in Glasgow, Schottland. Dies verschaffte ihm Zugang zu wissenschaftlicher Literatur.
Seit 1864 korrespondierte er mit Sir Charles Lyell (1797 - 1875) über seine Idee, dass ein Zusammenhang bestünde zwischen dem Auftreten von Eiszeiten und Veränderungen in der Erdumlaufbahn. Croll bekam daraufhin eine Anstellung im Geological Survey of Scotland, dem er von 1867 bis 1881 angehörte. Dort förderte man seine Forschungen und er veröffentlichte Bücher und Artikel in Fachzeitschriften. Charles Darwin nutzte später seine Überlegungen.
Die Arbeit über den Zusammenhang zwischen den Eiszeiten und dem Erdorbit war seiner Zeit weit voraus. Heute sind Croll's Thesen unter dem Begriff Milanković-Zyklen bekannt, die nach einem 1879 geborenen serbischen Wissenschafter benannt sind.
Er wurde 1876 zum Mitglied der britischen Royal Society ernannt. 1880 zog er sich ins Privatleben zurück.
Philosoph (19. Jh.) | Geologe | Schotte | Mann | Geboren 1821 | Gestorben 1890
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