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James Cagney (* 17. Juli 1899 in New York; † 30. März 1986 in New York; eigentlich James Francis Cagney jun.) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler. Als hartgesottener Gangster in Klassikern wie Der öffentliche Feind oder Maschinenpistolen erlangte Cagney besondere Berühmtheit. Er war jedoch auch als Tänzer und Komödiant erfolgreich.

Biografie


James Cagney ist der Sohn eines Iren und einer Norwegerin. Zum Star wurde James Cagney 1931 durch seine Rolle als brutaler Gangsterboss Tom Powers in dem Gangsterfilm The Public Enemy (Der öffentliche Feind). Bekannt ist eine Szene aus The Public Enemy, in der der von James Cagney gespielte Gangsterboss beim Frühstück eine halbe Grapefruit auf dem Gesicht seiner Geliebten (gespielt von Mae Clarke) zerquetscht. Mit Edward G. Robinson, dem anderen, bekannten Gangsterdarsteller der 1930er und 1940er Jahre drehte er direkt im Anschluss an seinen Erfolg The Public Enemy den Gangsterfilm Smart Money (Leichtes Geld), der im Glücksspielmilieu spielt. Edward G. Robinson ist darin als Gangsterboss mit einer Schwäche für Blondinen zu sehen, während James Cagney seine "rechte Hand" spielt. Die Rolle in The Public Enemy führte dazu, dass James Cagney das Image des Gangsters erhielt, obwohl er überwiegend in anderen Rollen auftrat.

James Cagney spielte nach The Public Enemy und Smart Money lediglich fünf Gangster, nämlich in Angels with Dirty Faces (Chicago – Engel mit schmutzigen Gesichtern), in The Roaring Twenties (Die wilden Zwanziger), in White Heat (Maschinenpistolen), in Kiss Tomorrow Good Bye (Du wirst den Morgen nicht erleben) und in Love Me or Leave Me (Tyrannische Liebe). Für seine Rolle in Angels with Dirty Faces wurde James Cagney für den Oscar nominiert. Angels with Dirty Faces erzählt die Geschichte zweier Jungen, die zusammen aufwachsen; ein Junge wird später Gangster, der andere Priester. Den Gangsterboss spielte James Cagney; den Priester spielte Pat O´Brien. In Angels with Dirty Faces wirkte auch Humphrey Bogart als korrupter Anwalt mit. James Cagney und Humphrey Bogart drehten zusammen auch The Roaring Twenties, in dem sie zwei Kriegskameraden und spätere Schwarzbrenner spielen, sowie den Western The Oklahoma Kid (Oklahoma Kid). In die entgegengesetzte Rolle des Polizisten schlüpfte Cagney 1935 in Der FBI-Agent.

James Cagney spielte außer unsympathischen Gangstern in seinen Filmen Boxer, Reporter, Geheimagenten, Piloten und sympathische Betrüger wie in Hard to Handle (Ein charmanter Schwindler). Mit Bette Davis drehte er The Bride Came C.O.D. (Die Braut kam per Nachnahme), eine Komödie, in der James Cagney als Pilot die von Bette Davis gespielte Braut im Auftrage des Bräutigams entführt und mit ihr in der Wüste strandet. James Cagney spielte seine ungewöhnlichste Rolle 1935 in A Midsummer Night´s Dream (Ein Sommernachtstraum), einer Verfilmung von William Shakespeares gleichnamiger Komödie. James Cagney spielte den Zettel, einen jungen Mann, der in einen Esel verwandelt wird.

Einen Oscar erhielt James Cagney 1942 für seine Rolle als Komponist und Impresario George M. Cohan in Yankee Doodle Dandy, einer Mischung aus Musical und Filmbiografie. Die Rolle des George M. Cohan wiederholte James Cagney in den 1950er Jahren in Seven Little Foys (Komödiantenkinder), einem Film über den Bühnenkomiker Eddie Foy, der von Bob Hope gespielt wurde. Den Schauspieler Lon Chaney sen. spielte James Cagney in der Filmbiografie Man of a Thousand Faces (Der Mann mit den 1.000 Gesichtern). Lon Chaney sen. war ein Schauspieler der Stummfilmzeit, der seinerzeit für seine grotesken Masken berühmt war. Er spielte unter anderem Hauptrollen in Stummfilmversionen von Der Glöckner von Notre Dame und Das Phantom der Oper.

1961 spielte James Cagney C. P. MacNamara, Geschäftsführer von Coca Cola in West-Berlin in der Komödie One, Two, Three (Eins, Zwei, Drei), bei der Billy Wilder Regie führte. Anschließend nahm James Cagney 19 Jahre keine Rollen mehr an. 1980 feierte James Cagney sein Comeback. In dem Drama Ragtime (Ragtime) spielte er einen Polizeichef. Seine letzte Rolle spielte James Cagney 1984 in dem Fernsehfilm Nick sitzt in der Klemme.

Literatur


  • Andrew Bergman: James Cagney. Seine Filme, sein Leben (OT: James Cagney). Heyne-Filmbibliothek, Band 16. Heyne, München 1980, ISBN 3-453-86016-0

Weblinks


Filmschauspieler | Geboren 1899 | Gestorben 1986 | Mann | Oscarpreisträger | Schauspieler | US-Amerikaner

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