Der Jakobssegen von Rembrandt, auch Jakob segnet seine Enkel, der Segen Jakobs, ist ein in Öl auf Leinwand gemaltes Historienbild von 1656 des flämischen Malers Rembrandt Harmenz van Rijn.
Das Gemälde gilt als bedeutendes Altersspätwerk Rembrandts. Der Jakobssegen ist der Glanzpunkt der Gemäldegalerie im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe. Der Schriftsteller Manfred Hausmann würdigte das Bild als ein „Wunder an schweigendem Menschentum und unergründlicher Transzendenz“.
In abendländischen Darstellungen des Jakobssegens kommt Asnath nur ausserordentlich selten vor. Der deutsche Dichter Phlipp von Zesen veröffentlichte 1670 in Amsterdam den Roman Assenat, bei dem er ebenfalls die jüdische Überlieferung eines apokryphen Buchs verwendete. Der hessische Gouverneur in Breda und Maastricht Landgraf Wilhelm VIII. (Hessen-Kassel) erwarb den Jakobssegen im Frühjahr 1752 bei einer Auktion. 1977 wurde der Jakobssegen durch ein Attentat mit Schwefelsäure beschädigt und durch den Münchner Restaurator Hubertus von Sonnenburg grundlegend restauriert und zudem von Firnis befreit. 2003 wurde der Jakobssegen in der Wanderausstellung Rembrandt, Rembrandt in Tokio und Frankfurt am Main gezeigt.
Jakob sitzt von seinem Sohn Joseph gestützt im Bett. Er legt seine rechte Hand auf den Kopf des blonden Knaben Ephraim. Joseph versucht offenbar die Hand seines Vaters Jakobs behutsam von unten zu stützen, um sie auf den Scheitel des näher stehenden dunkelhaarigen Manasses zu lenken. Der Erstgeborene Manasse soll der stärkere Segen der rechten Hand zuteil werden. Josephs Frau Asnath steht in Gedanken versunken neben Joseph.
Das Motiv bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Judentum und Heidentum. Manasse, der das Judentum symbolisiert wird von Jakob zurückgesetzt. Der Zweitgeborene Ephraim, der für das Heidentum steht wird von Jakob bevorzugt, da das Heidentum die Offenbarung annahm. Das Judentum hingegen bekam zwar die Offenbarung zuerst zugesprochen, lehnte diese aber ab.
Belegt wird dies durch die angedeutete Überkreuzung der Hände Jakobs durch Rembrandt. Für Rembrandt selber ist das Segnen das Hauptthema. Diese nämlich beschreibt das Weitergeben einer überweltlichen Auserwähltheit an kommende Generationen.
Nach dem Säureattentat 1977 wurde der Jakobssegen restauriert und untersucht. Die Röntgenaufnahmen ergaben, dass Asnath ganz fehlte und erst später hinzugefügt wurde. An deren Stelle war Joseph am Fußende des Bettes dargestellt. Im Verlauf der Arbeit Rembrandts rückte der Kopf Josephs in zwei Stadien immer näher an den Kopf Jakobs heran. Die Beziehung von Jakob und Joseph wurde in den unterschiedlichen Fassungen immer enger.
Durch die Restaurierung wurde dem Bild seine ursprüngliche Farbigkeit zurückgegeben.
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"Jakobssegen (Rembrandt)".
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