Der Jainismus, auch Jinismus (Sanskrit, जैन, m., Jaina, *, Anhänger des Jina) ist eine in Indien beheimatete Religion, die etwa im 6.Jh/ 5.Jh. v.Chr. entstanden ist. Der Gründer ist Mahavira (ca. 599 - 527 v.Chr). Dem Jainismus gehören heute ca. 6 Millionen Gläubige an, davon ca. 3,5 Millionen in Indien.
Das Kalpa-Sutra, eine heilige Schrift der Jainas, verzeichnet 24 Tirthankara. Die Geschichte von Rishabha, dem ersten Thirthankara, sowie von Neminatha, Parshavanatha und Mahavira, den 22. - 24. Tirthankara, sind in dieser Schrift ausführlicher geschildert. Nur die letzten beiden können als historische Persönlichkeiten gelten. Mahavira (skrt. "der große Held") begründete den Jainisimus im 6. Jh. v.Chr., während sein Vorgänger Parshavanatha ca. 350 Jahre vorher gelebt haben soll.
Nach der dualistisch orientierten Vorstellung des Jainismus wechseln sich ein Zeitalter (Kalpa), in dem die menschlichen Tugenden und spirituellen Fähigkeiten wachsen, und eines des Niedergangs auf ewig ab. In jedem Zeitalter erscheinen 24 Thirthankaras. Das gegenwärtige Äon gilt als ein Zeitalter des Verfalls.
Nach Parshavanatha ist der Berg Parasnath benannt, auf welchem Parshavanatha der Legende nach sein Nirvana erreichte. Mit seinen 24 Tempeln, die die 24 Thirthankaras symbolisieren, ist der Berg ein bedeutender Pilgerort. Ein anderes bekanntes Heiligtum ist Shravana Belgola.
Die ursprüngliche Reinheit und Allwissenheit der Seele (Jiva) wird jedoch durch feinstoffliche Substanzen, die als Folge von Karma eindringen, getrübt. Dies zwingt zum Verbleib im Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara), bis alles Karma getilgt ist. Eine solche Reinigung der Seele wird im Jainismus durch sittliche Lebensweise und strenge Askese erreicht. Ist eine Seele von allen Verunreinigungen befreit, so steigt sie in den höchsten Himmel auf, um dort in ruhiger Seligkeit zu verharren. Dieses Stadium erreichen jedoch nicht alle Seelen. Die sog. abhavya jivas (unfähige Seelen) können aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung nie aus Samsara befreit werden.
In der erzählenden Literatur wird diese Religion, vielleicht etwas überzogen, im 1997 erschienen Roman Amerikanische Idylle (American Pastoral) des amerikanischen Autoren Philip Roth dargestellt.
Die heterodoxe Religion (da sie die Veden nicht anerkennt) wurde von den Brahmanen zwar immer bekämpft, jedoch nie ausgerottet. Diese Meinung vertritt auch Heinrich Zimmer in seinem Buch "Philosophie und Religion Indiens".
جينية | Jainisme | Jainisme | Τζαϊνισμός | Jainism | Ĝajnismo | Jainismo | Jainalaisuus | Jaïnisme | Jainisim | ג'ייניזם | जैन धर्म | Dzsainizmus | Giainismo | ジャイナ教 | Jainismus | Jainisme | Jainismus | Jaïnisme | Djainismen | Jainisme | Dźinizm | Jainismo | Джайнизм | Džainizam | Jainism | Džinizmus | Džainizem | Jainism | జైనమతము | Jainizm | Джайнізм | 耆那教
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Jainismus".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world