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Der SSV Jahn 2000 Regensburg ist ein Fußballverein aus Regensburg. Er ist der mitgliederstärkste Verein in Regensburg.

Geschichte


Am 4. Oktober 1907 wurde innerhalb des 1889 gegründeten Turnerbund Jahn Regensburg eine Fußballabteilung ins Leben gerufen, die sich am 28. Februar 1924 als Sportbund Jahn Regensburg verselbständigte. Seit der Fusion mit dem SV 1889 Regensburg und dem Schwimmverein Regensburg am 24. Mai 1934 lautet der Vereinsname Sport- und Schwimmverein Jahn Regensburg. Am 1. Juli 2000 gründete die Fußballabteilung den SSV Jahn 2000 Regensburg e. V., dem sich im Sommer 2002 auch die Fußballer der SG Post/Süd Regensburg (Bayernligist 1996-99) anschlossen.

In der Zeit von 1927-35 und 1937-45 war der SSV Jahn Regensburg in der Bezirksklasse bzw. der Gauliga Bayern erstklassig. Das erfolgreichste Jahr erlebte der Verein 1930, als man in der Trostrunde zur deutschen Meisterschaft den 1.FC Nürnberg mit 3:0 besiegte. Bei diesem Spiel entdeckte Reichstrainer Dr. Otto Nerz den Regensburger Torwart Hans Jakob für die Nationalmannschaft. Er bestritt bis 1939 38 Länderspiele, darunter das Spiel um den 3. Platz bei der WM 1934 gegen Österreich am 7. Juni 1934 in Neapel. Jakob ist bis heute der einzige deutsche Nationalspieler des SSV.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der SSV Jahn Regensburg in den Jahren 1949/50, 1953-58 und 1960/61 zur höchsten Spielklasse, der Oberliga Süd. Die beste Platzierung war Rang 6 im Jahr 1954. Später war die Mannschaft 1967-74 (Regionalliga Süd), 1975-77 (Zweite Bundesliga Süd) und 2003/04 (eingleisige Zweite Bundesliga) jeweils zweitklassig.

Ende Mai 2005 stand der Jahn nach dem Abstieg aus der Zweite Bundesliga vor dem Aus, da das bisherige Präsidium bei der Mitgliederversammlung nicht entlastet wurde. Ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet und es drohte der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Am 10. Juni 2005 wurde auf einer offiziellen Pressekonferenz verkündet, dass die Stadt Regensburg und ein Sponsor es ermöglichen, das fehlende Geld für eine Bürgschaft aufzubringen. Dadurch konnte der Konkurs abgewendet werden und der Verbleib in der Regionalliga gesichert werden. Im Folgenden zog das bisherige Präsidium die Konsequenzen und trat zum Großteil zurück. Es wurde damit Platz für einen neuen Vorstand geschaffen, dem unter anderem der bekannte Sportmanager Jenö Rauch angehörte. Neuer Präsident wurde der in Wirtschaftssachen erprobte Franz Nerb, sein Stellvertreter Gerhard Süß, der vor dem Insolvenzverfahren u.a. die Aktion "Rettet den Jahn" gestartet hat, um Geld für den bedrohten Sportverein einzutreiben.

Die "neue" Ära dauerte allerdings nicht lange an: schon am 7. April 2006 trat der Großteil des relativ frischen Vorstands bis auf den Präsidenten Franz Nerb zurück, nachdem es Streitigkeiten um die sportliche Kompetenz im Verein gegeben hatte. Nerb hatte unter Rücktrittsdrohungen eine sportliche Vollmacht gefordert, mit der der Vorstand jedoch nicht einverstanden war. Als Konsequenz trat fast die gesamte Führungsriege - inklusive dem Vizepräsidenten Gerhard Süß - zurück. Zugleich trennte man sich vom Trainer Dariusz Pasieka und engagierte den Ex-Bundesligaspieler Günter Güttler. Nerb baute daraufhin einen "schlanken" Vorstand auf, dem nun nur mehr der gebliebene Jenö Rauch und der der Ex-Jahnspieler Horst Eberl angehört. Nerbs Alleingang wurde äußerst kritisch bewertet: obwohl er zu Beginn seiner Amtszeit beteuert hatte, sich aufgrund mangelnder Fachtkenntnisse nicht in das sportliche Geschäft einzumischen, hatte er eine sportliche Vollmacht gefordert, die es ihm ermöglichen hätte können, bis in den alltäglichen Trainingsbetrieb einzugreifen. Auch der Abgang des beliebten Vizepräsidenten Gerhard Süß, der sich noch im Vorjahr sehr für den Verein engagiert hatte, wurde nur unwillig hingenommen. Neben der angespannten personellen Lage beim Traditionsverein wurde es auch im Sportlichen immer ernster: Nach der 0:2 Niederlage gegen den VfR Aalen am 20. Mai 2006 musste der Verein den Abstieg in die viertklassige Bayernliga hinnehmen. Da die zweite Mannschaft in ebendieser Liga spielte, wurde sie von der ersten Mannschaft in die Landesliga "gezwungen", obwohl sie eine solide Saison gespielt hatte.

Für die darauffolgende Saison wurde mit 1,2 Millionen Euro der höchste Etat in der Bayernliga veranschlagt, um den sofortigen Wiederaufstieg zu ermöglichen.

Mannschaftskader 06/07


Stand: (15. Juni 2006)
Torhüter Abwehr Mittelfeld Angriff

Trainer


Stadion


Das städtische Jahnstadion wurde 1926 erbaut. Es bietet 10.724 Zuschauern (950 überdachte Sitzplätze) Platz. Derzeit gibt es Pläne, dass das "ehrwürdige" Jahnstadion, das sich für ein Stadion recht nahe am Stadtkern befindet (mit den resultierenden Verkehrsproblemen bei Heimspielen), durch eine neue Arena ersetzt wird. Die wichtigste Finanzierungsmöglichkeit stellt dafür das Grundstück des alten Stadions dar, dessen Wert auf einen Rahmen von 6-10 Millionen Euro geschätzt wird. Nach bisherigen Plänen soll das Tivoli-Neu Stadion (Innsbruck) Vorbild für die neue Heimat des SSV Jahn Regensburg sein. Nach widersprüchlichen Aussagen von Stadt und Verein ist es derzeit allerdings unklar, wann der erste Spatenstich kommen wird. Hinzu kommt, dass der Abstieg die Pläne nicht gerade beschleunigen wird.

Fans


Das Team wird auch in der vierten Liga von den Fanclubs Power vom Tower, Ultras, Ratisbona Fanatica, Fanvereinigung Regensburg, JSC, Rot Weiß Bavaria, Jahnfreunde und einigen anderen unterstützt.

Jugendarbeit


Der SSV Jahn betreibt eine vorbildliche Jugendarbeit mit einem eigenen Sportinternat. Die A-Jugendmannschaft spielte 2005/2006 ihre erste Saison in der 1. Junioren-Bundesliga. Man konnte sich allerdings in dieser nicht halten.

Bekannte Spieler


Weblinks


Deutscher Fußballverein | Regensburg | Sport in Bayern | Jahn Regensburg | Jahn_Regensburg

 

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