Die Jaguar XK8 und Jaguar XKR sind Bezeichnung für verschiedene Fahrzeugmodelle vom Automobilhersteller Jaguar.
Die Entwicklungsgeschichte des Jaguar XK8 & XKR (1996-2005)
Der XK8 stand eher in der Tradition des E-Typ als des zurückhaltenden XJS. Das Auto wurde auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt und als „Bestes Auto der Ausstellung“ ausgezeichnet. Es war in zwei Modell- und Motorversionen erhältlich: als langes, schlankes Coupé oder ebensolches Cabrio mit normal beatmetem oder Kompressormotor (XK8 bzw. XKR). Der letzte war durch Heckspoilerlippe, Lüftungslamellen in der Motorhaube, einem Kühlergrill in Gitteroptik und größeren Räder gekennzeichnet. Die Karosserien wurden in der Fabrik Castle Bromwich gebaut und lackiert, für die Endfertigung kamen sie danach nach Browms Lane. Die XK-Serie galt allgemein als erschwinglichere Alternative des Schwestermodells Aston Martin DB7.
Technik
Motor
Beide Modelle besaßen den in Whitney entwickelten AJ-V8 mit 4,0-Liter Hubraum und 32 Ventilen, der in der Standardversion 209 kW (284 PS) leistete. Mit Kompressor stieg die Leistung auf 267 kW (363 PS). Die Höchstgeschwindigkeit war bei beiden elektronisch auf 250 km/h begrenzt, den Sprint von 0-100 km/h vollführten sie in 5,4 s (XKR) bzw. 6,7 s (XK8). Die Motoren wurden in der Jaguar-Abteilung der Ford-Niederlassung Bridgend in Südwales gebaut und in Browns Lane endgefertigt. Sämtliche Funktionen des Motors wurden elektronisch überwacht, für die Kraftübertragung sorgte ein Fünfgang-Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler. Der Motor warüber den Vorderrädern eingebaut, aber das Gewicht war dennoch sehr ausgeglichen auf beide Achsen verteilt.
Fahrwerk
Die Räder waren rundum einzeln an doppelten Dreieckslenkern und Koaxialfedern aufgehängt, vorn gab es stabilisierende Dämpfer, einen Querträger aus Gussaluminium mit Anti-Dive-Technik und einen Drehstabilisator. An der Hinterachse saßen untere Dreiecklenker und Gelenkwellen, die die oberen Lenker ersetzten, zweistufige Dämpfer (nur beim XKR)und ein Drehstabilisator zur Niveauregulierung. Alle vier Räder hatten Vakuum-Scheibenbremsen und eine Stabilitätskontrolle, die vom Motorüberwachungssystem gesteuert wurde. Die Traktion wurde vom ABS kontrolliert, damit die Hinterräder beim Bremsen Traktion behielten.
Ausstattung
Beim XKR serienmäßig und für die XK8 auf Wunsch zu haben: Das Computergesteuerte Aufhängungssystem
CATS (
Computer
Active
Technology
Suspension). Es beinhaltete elektronisch gesteuerte Sensordämpfer, 18-Zoll-Räder sowie Niederquerschnittsreifen (hinten asymmetrisch). Beide Modelle erhielten eine Servolenkung. Front- und Seitenairbags sowie Gurtstrammer gehörten zur Grundausstattung. Für mehr Sicherheit sorgten verstärkte Träger im Kabinenbereich, Seitenaufprallschutz und Knautschzonen. Im Innenraum konnte zwischen zwei Ausstattungsverionen gewählt werden:
Classic oder
Sport. Zur Classic-Ausstattung gehörten Walnussdesign, Ledersitze, Lederlenkrad und Schaltknüppel aus Holz; während die Sportversion mit Lenkrad und Schalthebel in schwarzem Leder, einem Armaturenbrett mit Ahornmaserung und Sitzen mit Stoffeinsätzen aufwartete. Beide Sitze waren wie das Lenkrad elektrisch verstellbar, einzelne Positionen konnten gespeichert werden. Es gab eine Klimaanlage, eine Stereoanlage und eine Vorrichtung für ein Mobiltelefon. Das XK-Cabrio besaß ein elektrisch verstellbares Dach, dass sich innerhalb von 20 s öffnete bzw. schloss und automatisch in der Dachreling über der Frontscheibe einrastete.
Modellpflege
Während der Laufzeit des Modells wurde die Leistung des XK in mehreren Stufen angepasst so, dass zum Ende der Bauzeit der XK8 220 kW (299 PS) und der XKR 290 kW (395 PS) leisteten.
Nachfolger
2006 wurde der Nachfolger vorgestellt, er erhält ein völlig neues Design und einen neuen 4,2 l Basismotor der 225 kW leistet. Ein Kompressormodell wird nachgeschoben. Das Design stammt von Ian Callum, der vorher für Aston Martin tätig war. Tatsächlich weist der neue XK ähnlichkeiten zum Aston Martin V12 Vanquish und V8 Vantage auf.
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Jaguar XK