Jacques Laffite (*21. November 1943 in Paris) war von 1974 bis 1986 Formel 1 Rennfahrer. In 176 Grand Prix konnte er 6 Grand Prix-Siege, 7 Pole Positions sowie 228 Weltmeisterschaftspunkte einfahren. 1979-1981 wurde er jeweils WM-Vierter.
Der immer fröhliche und humorvolle Franzose Jacques "Jacquot" Laffite war am Beginn seiner Karriere Mechaniker seines späteren Schwagers Jean-Pierre Jabouille. Er fuhr erfolgreich in der Formel 3 und kam als Formel 3-Sieger von Monaco 1974 am Nürburgring zu seinem Formel 1-Debut auf Williams. Laffite fuhr 1974 und 1975 für das Williams-Team, aufgrund des damals wenig konkurrenzfähigen Autos gelang ihm lediglich ein überraschender zweiter Platz am Nürburgring 1975 als einziges zählbares Resultat. Für 1976 bekam er das Angebot, den neuen französischen Gitanes-Ligier-Matra-Rennwagen zu pilotieren. Dieses Team sollte von nun an sein neues Zuhause im Rennsport werden. Das Premierenjahr endete erfolgreich, mit 20 Weltmeisterschaftspunkten und der ersten Pole Position in Monza, im Jahr darauf gab es den ersten Sieg in Anderstorp beim Großen Preis von Schweden. Für 1979 wurde das Team auf zwei Autos vergrößert und Patrick Depailler wurde als zweiter Pilot verpflichtet, außerdem stieg man auf Cosworth-Motoren um. Das Jahr begann mit einem Knalleffekt, Laffite gewann die ersten beiden Rennen und fand sich plötzlich in der Rolle des hohen WM-Favoriten wieder. Doch im Laufe des Jahres stellte sich heraus, daß Ligier mit dem Rennwagen nur ein Zufallstreffer gelungen war - kein Techniker war in der Lage, den Rennwagen zu verstehen. Laffite und Ligier fielen immer weiter zurück, sodass am Ende nur der vierte Gesamtrang übrig blieb. Dieses Resultat konnte er in den beiden folgenden Jahren wiederholen, wobei er 1981 noch im letzten Rennen Chancen auf den Titel hatte. Nach einer enttäuschenden Saison 1982 kehrte Laffite für zwei Jahre zu Williams zurück, allerdings konnte er dort nie richtig Fuß fassen. Da die Ergebnisse ausblieben und der Vergleich mit seinem Teamkollegen Keke Rosberg stark zu seinen Ungunsten ausging, wurde er für 1985 durch Nigel Mansell ersetzt. Obwohl schon über vierzig Jahre alt, wechselte Laffite noch einmal zu Ligier zurück, die inzwischen mit Renault-Turbomotoren ausgerüstet worden waren. 1985 und 1986 holte er wieder einige ausgezeichnete Plazierungen für seine Equipe Ligier, doch beim Großen Preis von England in Brands Hatch 1986 musste er nach einem Unfall, bei dem er sich schwere Beinverletzungen zuzog seine Karriere vorzeitig beenden.
Von seinen Verletzungen genesen, fuhr er noch einige Jahre Tourenwagenrennen, unter anderem in der DTM. Heute ist Laffite als Fernsehkommentator für den französischen Sender TF1 tätig. Mann | Franzose | Formel-1-Rennfahrer (Frankreich) | Geboren 1943
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