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Jacques Alexandre César Charles (* 12. November 1746 in Beaugency, Frankreich; † 7. März 1823 in Paris) war Chemiker und Physiker.

Leben


Im Jahre 1783 entwickelte er den ersten Wasserstoff-Ballon, der später nach ihm Charlière genannt wurde, mit Hilfe der Gebrüder Robert, Anne-Jean Robert (* 1758 † 1820) und Marie-Noël Robert (* 1760 † 1820). Den ersten Versuchsballon startete er am 27. August in Paris auf dem Marsfeld (da wo heute der Eiffelturm steht). Er hatte einen Durchmesser von knapp vier Metern und konnte eine Nutzlast von neun Kilogramm tragen. Der Ballon flog in etwa 45 Minuten bis in die Nähe des Dorfs Gonesse, an dessen Stelle heute der Flughafen Charles de Gaulle ist. Dort gingen die Bauern mit Mistgabeln und Spaten auf das Ungetüm los, das da vom Himmel kam.

Zuschauer beim Start war der damalige amerikanische Botschafter in Frankreich, Benjamin Franklin. Als ihn jemand fragte, was diese neue Erfindung für einen Zweck habe, antwortete er mit der Gegenfrage: „Welchen Zweck hat ein neugeborenes Kind?“.

Beim ersten bemannten Aufstieg am 1. Dezember flog er zusammen mit Marie-Noël, dem jüngeren der beiden Brüder Robert, bei Paris auf eine Höhe von ungefähr 3 km. Er war damit jedoch 10 Tage zu spät, da der erste bemannte Flug den Montgolfier-Brüdern am 21. November 1783 mit einem Heißluftballon gelang.

Im Jahr 1785 wurde er in die Académie française gewählt und wurde später Professor für Physik.

Im Jahre 1787 entdeckte er noch vor Gay-Lussac bei Gasen den Zusammenhang von Temperaturänderung und Volumenänderung, weshalb man die hieraus resultierende Gesetzmäßgkeit auch oft als Gesetz von Charles bezeichnet.

Bild:Jacques_Charles_Luftschiff.jpg|Charlière startet in den Tuileries von Paris am 1. Dezember 1783 Bild:Jacques_Charles_Luftschiff_02.jpg|Charlière nach der Landung

Mann | Franzose | Ballonfahrer | Luftfahrtpionier | Physiker (18. Jh.) | Physiker (19. Jh.) | Chemiker (18. Jh.) | Chemiker (19. Jh.) | Geboren 1746 | Gestorben 1823

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