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Jacqueline „Jackie“ Lee Bouvier Kennedy Onassis (* 28. Juli 1929 in Southampton, New York; † 19. Mai 1994 in New York City, USA; geb. Jacqueline Lee Bouvier) war die Ehefrau des US-Präsidenten John F. Kennedy und damit die First Lady der Vereinigten Staaten vom 20. Januar 1961 bis zum 22. November 1963. In den 1960er Jahren war sie als Jackie Kennedy bekannt. Während ihrer zweiten Ehe mit dem griechischen Reeder und Milliardär Aristoteles Onassis verliehen ihr die Medien den Spitznamen Jackie O.

Kindheit und Jugend


Herkunft

Jacqueline Lee Bouvier wurde im Southampton Hospital und als erste First Lady in einem Krankenhaus National First Ladies' Library (engl.) geboren. Ihre Eltern hatten am 7. Juli 1928 in der St. Philomena's Church in East Hampton geheiratet. Bei ihrem Vater handelte es sich um den irisch- und französischstämmigen New Yorker Bankier John Vernou Bouvier III (* 19. Mai 1891; † 2. August 1957) National First Ladies' Library (engl.) , welcher aufgrund seiner dunklen Hautfärbung auch "Black Jack" genannt wurde. Ihre Mutter war Janet Norton Lee Bouvier Auchincloss Morris (* 3. Dezember 1907; † 22. Juli 1989; geb. Janet Norton Lee). Jacquelines Taufe fand am 22. Dezember 1929 in der St. Ignatius Loyola Church in New York City statt. beepworld.de - Jacqueline Kennedy Am 3. März 1933 wurde Jacquelines jüngere Schwester ebenfalls in Southampton geboren: Caroline Lee Bouvier Canfield Radziwiłł Ross (geb. Caroline Lee Bouvier), die später als Lee Radziwill bekannt wurde.

Jacqueline wurde römisch-katholisch erzogen. Als sie später den griechisch-orthodoxen Onassis heiratete, übernahm sie seine Glaubenslehre nicht und wurde später gemäß dem Ritus der katholischen Kirche beerdigt.

Black Jacks zahlreiche Affären führten zur Trennung von seiner Ehefrau im September 1937 und zur Scheidung am 22. Juli 1940 beepworld.de - Jacqueline Kennedy . Er blieb danach unverheiratet, Janet hingegen heiratete am 21. Juni 1942 den Börsenmakler Hugh Dudley Auchincloss jr. (* 15. August 1897; † 20. November 1976), für den es die dritte Ehe war und mit dem sie weitere zwei Kinder hat: Janet Jennings Auchincloss Rutherfurd (1945-1985) und James Lee Auchincloss (* 1947). Nachdem Auchincloss gestorben war, heiratete Janet am 25. Oktober 1979 erneut, diesmal Bigham „Booch“ Morris. Obwohl sich die beiden 1981 trennten, hielt die Ehe bis zu Janets Tod.

Abstammung

Jackie stammt von Iren, Briten, Franzosen und Schotten ab. Durch ihren Vater stammten die beiden Schwestern von den Van Salees ab, einer Kaufmannsfamilie niederländisch-afrikanischer Abstammung, die sich im 17. Jahrhundert in New Amsterdam angesiedelt hatte; ferner war ein Urgroßvater väterlicherseits Franzose. Janet war die Enkelin aus County Cork stammender Emigranten, die sich während der Hungersnot in den 1840ern in New York niedergelassen hatten.

Der erste Bouvier, der in Amerika lebte, war der Zimmermann Michel Bouvier, der 1815 aus der Provence nach Philadelphia auswanderte.

Gestaltung ihrer Freizeit

Als Kind entdeckte Jacqueline ihre Leidenschaft für das Reiten. Sie gewann einige Pokale und Medaillen, die weitläufigen Ländereien der Hammersmith Farm von Hugh D. Auchincloss verschafften ihr ausreichend Platz fürs Training. Außerdem liebte Jacqueline Lesen, Malen und Gedichte und Aufsätze schreiben, die manchmal in der Lokalzeitung erschienen. In die Schülerzeitung "Salmagundi" schrieb sie während ihrer High School-Zeit Cartoonserien und erhielt eine Auszeichnung in der Literatur.

Mit ihrem Vater verstand sie sich gut, während das Verhältnis zu ihrer Mutter häufig distanziert blieb.

Ausbildung

Ihre Grundschulzeit verbrachte sie von 1935 bis 1942 in der Chapin School (Kindergarten- und Grundschulzeit) in NYC, 1942-1944 besuchte sie dann die Holton Arms School (Ende der Grundschule und erstes Jahr der Oberstufe) in Washington D.C. und von 1944-1947 die Miss Porter’s School (Oberstufe) in Farmington.

Ihr Studium begann am Vassar College in Poughkeepsie, die sie von 1947 bis 1949 besuchte. Sie wurde für 1947/1948 zur „Anfängerin des Jahres“ ernannt. Jackie studierte auch an der University of Grenoble und 1949/1950 an der Sorbonne in Paris (Juniorjahre als Austauschschülerin) und später an der George Washington University (Seniorjahre), wo sie ihren Abschluss über Französischer Literatur machte. Sie machte eine Weiterbildung in Amerikanischer Geschichter an der Georgetown University.

Erste Arbeiten

1951 schloss Jacqueline ihre Ausbildung ab. Ihre erste Arbeit fand sie als Fotografin bei der Zeitung „Washington Times-Herald“ und verdiente 42,50US$ pro Woche. Jacquelines Arbeit bestand darin, den Bewohnern in Washington D. C. originelle Fragen zu stellen, sobald sie welche traf. Diese Fragen und Antworten erschienen in der Zeitung dann neben den Fotografien der Interviewten. Als erstes interviewte sie Pat Nixon, die von 1969 bis 1974 US-First Lady war. Später traf Jackie auf den Vizepräsidenten Richard Nixon und den damaligen Senatoren John F. Kennedy. Die Fragen wurden zunehmend politischer, sie enthielten Gesprächsstoffe wie die Sowjetunion oder den Koreakrieg. Einer ihrer letzten Aufträge war es, über die Krönung von Königin Elizabeth im Jahr 1953 zu berichten. National First Ladies' Library (engl.)

Ehe mit John F. Kennedy


Jacqueline verlobte sich im Dezember 1951 mit dem jungen Börsenmakler John Husted. Die Verlobung wurde im März 1952 wieder aufgelöst.

Das erste Mal trafen sich Jacqueline Bouvier und John F. Kennedy am 10. Mai 1952 auf einer Dinnerparty in Washington. Am 12. September 1953 heiratete Jacqueline Bouvier den US-Senator John F. Kennedy in Newport, Rhode Island. Die Hochzeitsfeier fand auf der Hammersmith Farm mit ungefähr 2000 Gästen statt.

Sie hatten zusammen vier Kinder: Arabella (Totgeburt 1956), Caroline (* 1957), John Fitzgerald Kennedy jr. (1960-1999) und Patrick Bouvier Kennedy (* 7. August 1963; † 9. August 1963), welcher 39 Stunden nach der Geburt starb.

Die Ehe geriet aufgrund von JFKs Affären und Gesundheitsproblemen in Schwierigkeiten, die der Öffentlichkeit verborgen blieben. Jacqueline Kennedy verbrachte viel Zeit damit, Designerkleidung einzukaufen oder ihr Zuhause zu dekorieren.

Die ersten Jahre ihrer Ehe verbrachten sie in einem Haus in der N Street in Georgetown, Washington D. C.

Jacqueline und ihr Schwiegervater, Joseph P. Kennedy, hatten zueinander ein gutes Verhältnis. Er erkannte ihr großes PR-Potenzial an. Sie verstand sich auch gut mit ihrem Schwager Robert. Dennoch hatte sie keinerlei Verständnis für den konkurrenzbetonten und oft barschen Umgangston des Kennedy-Clans. Jacqueline war leiser und zurückhaltender. Die Kennedy-Schwestern verliehen ihr den Spitznamen "die Anfängerin"; Jacqueline betrachtete die familiären Footballspiele mit Zögern. Einmal brach sie sich bei einem gemeinsamen Baseballspiel ein Bein.

First Lady der Vereinigten Staaten

Jacqueline Lee Bouvier Kennedy.gif Im Wahlkampf von 1960 besiegte John F. Kennedy knapp seinen Gegner Richard Nixon, und wurde somit zum 35. Präsident der Vereinigten Staaten im Jahre 1961. Jacqueline Kennedy wurde zur jüngsten US-First Lady seit Frances Cleveland beepworld.de - Jacqueline Kennedy und bekam den Rufnamen "Jackie" verliehen, den sie jedoch nicht besonders mochte. Sie hatte während der Wahlkampfkampagne eine aktive Rolle übernommen, in einer Stadt sprach sie sogar mit den Kunden eines Gemüsegeschäftes über das Lautsprechersystem des Ladens. Die wirtschaftliche Situation in West Virginia traf sie am stärksten, sie hatte noch nie diese Art von Armut erlebt. Später, als im Weißen Haus neue Glaswaren gebraucht wurden, schlug Jacqueline einen Lieferanten aus dem verarmten Staat vor.

Als First Lady befand sie sich im Interesse der Öffentlichkeit, alles aus ihrem Leben wurde einer Musterung unterzogen. Jackie wusste, dass ihre Kinder von der Presse verfolgt werden würden, doch sie war entschlossen, sie zu beschützen und ihnen eine normale Kindheit zu bereiten. Sie erlaubte nur sehr wenige Fotografien von ihren Kindern und der Präsident erlaubte der Fotografin des Weißen Hauses, Cecil Stoughton, nur während ihrer Abwesenheit die Anfertigung von Aufnahmen.

Jacqueline gestaltete das Weiße Haus mit Dingen französischer Herkunft, wie zum Beispiel mit den Menus, die sie für die Dinner im Weißen Haus auswählte, und in ihrem Kleidergeschmack. Sie sprach fließend Französisch, Spanisch und Italienisch, und bevorzugte es, wenn man ihren Namen auf die französische Weise aussprach, *. Sie hatte eine starke Vorliebe für französische Haute Couture-Designer, doch diese Kleider waren kostspielig, und sie befürchtete, dass sie durch das Tragen dieser Kleidungsstücke als mangelnde Loyalität gegenüber amerikanischen Designern wahrgenommen würde. Solche Beschränkungen konnte sie umgehen, indem amerikanische Damenschneider wie Chez Linon in New York französische Mode kopierten und für sie anpassten. Für ihre Staatsgarderobe wählte sie den Hollywood-Designer Oleg Cassini aus. Während ihrer Jahre als First Lady wurde sie eine häusliche und internationale Mode-Ikone.

Als die Kennedys Frankreich besuchten, beeindruckte sie Charles de Gaulle und die französische Öffentlichkeit mit ihrem Französisch.

Die Renovierung des Weißen Hauses
03294r.jpg Die Renovierung des Weißen Hauses war Jackies erstes großes Projekt. Da Jackie Kennedy nach allen aus der Vergangenheit stammenden Dingen verrückt war, meinte sie, dass man das Weiße Haus auf eine bessere Weise gestalten müsse. Sie gründete ein "Gremium der schönen Künste", welches dazu verpflichtet war, die Restauration der Villa zu beaufsichtigen. Diese Arbeitsgruppe versuchte alles, um authentische Möbel zu finden, denn diese Art von Kunst fügte sich am Ehesten in die originalgetreue Gestaltung des Weißen Hauses. Jackie suchte das Feinste vom Feinem, sie kontaktierte Henry du Pont und den Innenarchitekten Stephane Boudin, um sich von ihnen bezüglich der Renovierung beraten zu lassen. Die First Lady schrieb weiterhin Briefe an Personen, von denen sie wusste, dass diese persönliche Gegenstände ehemaliger Bewohner des Weißen Hauses besaßen. Am 14. Februar 1962 führte Jackie Kennedy die Zuschauer des amerikanischen Fernsehens auf einer Tour durch das Weiße Haus. Charles Collingwood vom CBS moderierte die Führung.

Eleganz
Jackie plante zahlreiche soziale Ereignisse, die den Präsidenten und seine Frau ins kulturelle Licht der Öffentlichkeit rückten. Diese Würdigungen der Kunst, Musik und Kultur markierten ein neues Kapitel in der amerikanischen Geschichte. Jackie entfernte den u-förmigen Esstisch vom Speisesaal und tauschte ihn gegen runde Tische mit acht Plätzen aus.

Ermordung des Präsidenten

ARC194273.gif Nach dem im August 1963 stattgefundenen Tod des jüngsten Kindes, Patrick, hielt sich seine Mutter im Weißen Haus bedeckt. Ihren ersten öffentlichen Auftritt danach hatte sie im November desselben Jahres, als JFK ihr anbot, ihn zu Wahlkampfzwecken auf seiner Reise nach Texas zu begleiten.

Als Kennedy in Dallas am 22. November 1963 durch eine Kugel ermordet wurde saß sie links neben ihm auf dem Rücksitz des offenen Cabrios. Er wurde im Capitol aufgebahrt; die anschließende Trauerfeier fand in der St. Matthew's Cathedral statt. Letztendlich wurde die Ewige Flamme auf dem Arlington National Cemetery entzündet. Die Londoner Evening Standard berichtete später: „Jacqueline Kennedy hat dem amerikanischen Volk etwas gegeben, etwas was ihm schon immer gefehlt hatte: Majestät.“

Leben nach dem Attentat auf JFK


Eine Woche nach dem Attentat wurde sie von Theodore H. White vom Life-Magazin interviewt. In diesem Interview verglich sie die Jahre im Weißen Haus mit König Arthurs legendärem Camelot, das von Lerner and Loewe als Musical auf dem Broadway gespielt worden war. Sie schilderte gegenüber White, dass Jack diese Show geliebt hatte und auch, dass "er nun eine Legende sei, obwohl er jetzt lieber ein Mann gewesen wäre".

Nach der Ermordung blieben sie und ihre Kinder noch für zwei Wochen in ihren Wohnungen im Weißen Haus um sich auf den Auszug vorzubereiten. Nachdem Jackie während des Winters 1964 in der Georgetown-Gegend in Washington gelebt hatte, entschloss sie sich, ein Appartement in der New Yorker Fifth Avenue zu kaufen. Sie trat für ein Jahr nicht in der Öffentlichkeit auf und bewahrte sorgfältig ihre Privatsphäre.

Während dieser Zeit erzählte ihre Tochter Caroline ihrem Schullehrer, dass Jackie die ganze Zeit schreien würde.

Sie bewahrte die Erinnerungen an ihren Mann, indem sie öffentlich an wichtigen Jahrestagen und Gedenkfeiern mitwirkte. Zu diesen Aktivitäten zählte auch die im Jahre 1967 stattfindende Taufe des Flugzeugträgers USS John F. Kennedy (CV-67) in Newport News, Virginia, und ein Denkmal in Hyannis Port, Massachusetts.

Im Mai 1965 weihten Königin Elizabeth II. und Jackie Kennedy in Runnymeyde, England ein offizielles Denkmal ein das dem verstorbenen Präsidenten gewidmet ist. Dieses Denkmal beinhaltet ein mehrere Hektar großes Gelände, auf dem im Jahr 1215 die Magna Carta von König John unterzeichnet worden war. Die Gedenkstätte wurde den USA von Großbritannien für alle Zeiten übereignet.

In den späten 1960ern half sie mit, das historische New Yorker Grand Central Terminal vor dem Abbruch zu schützen, indem sie eine Bürgerinitiative anführte.

Jacqueline Kennedy beaufsichtigte die Pläne für die Einrichtung der „John F. Kennedy Library“, welche der Aufbewahrungsort für offizielle Papiere der Kennedy Administration ist. Ursprüngliche Pläne diese in Cambridge, Massachusetts, nahe der Harvard University anzusiedeln erwiesen sich aus verschiedenen Gründen als problematisch. Die von Ieoh Ming Pei entworfene Bibliothek beinhaltet ein Museum und wurde in Boston 1979 von Jimmy Carter eingeweiht, ungefähr 16 Jahre nach dem Attentat. Neben den Spenden vieler Unternehmen und Privatpersonen ermöglichten auch die Spenden anderer Regierungen die Errichtung dieser Bibliothek.

Ehe mit Aristoteles Onassis

Am 20. Oktober 1968 heiratete Jacqueline Lee Bouvier Kennedy auf der Insel Skorpios, Griechenland den 23 Jahre älteren Großreeder und Milliardär Aristoteles Onassis. Viereinhalb Monate zuvor war ihr Schwager Robert F. Kennedy in Los Angeles ermordet worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jackie verkündet, dass die Kennedys "Eine Zielscheibe" seien. Mit ihren Kindern verließ sie daraufhin die USA. Für Jackie beendete Onassis seine Affäre mit der Operndiva Maria Callas. Jackie verlor ihren Anspruch auf den Schutz durch den Geheimdienst Secret Service.

Eine zeitlang brachte ihr die Eheschließung schlechte Presse; doch schon bald tauchten die ersten Belastungen auf. Das Paar verbrachte nur selten Zeit miteinander. Obwohl Aristoteles Onassis mit Caroline und John jr. gut zurechtkam (Onassis' Sohn Alexander lehrte John das Fliegen; beide starben dann in einem Flugzeugunglück), verstand sich Jacqueline nicht besonders gut mit ihrer Stieftochter, Christina Onassis. Sie verbrachte die meiste Zeit mit Reisen und Einkaufen. Onassis war gerade dabei, eine Scheidung einzureichen, als er am 15. März 1975 starb. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Jacqueline Onassis mit ihren Kindern in New York. Ihr Anteil am Erbe wurde durch den Ehevertrag stark eingeschränkt. Jacqueline akzeptierte schließlich die von Christina angebotenen 27 Millionen US$; dafür verzichtete die frühere First Lady auf alle Ansprüche auf das Anwesen der Familie Onassis. Nachdem ein Paparazzo Kennedy Onassis nackt auf einer griechischen Insel fotografiert hatte, erwarb Larry Flynt, der Herausgeber des Hustler die Aufnahmen und veröffentlichte sie in der amerikanischen Ausgabe vom August 1975. Die mit einem starken Teleskop-Objektiv aufgenommenen Bilder waren etwas unscharf; Jackies Körper verbargen sie nicht. Zu diesem Zeitpunkt fingen die Medien damit an, die inoffizielle Bezeichnung Jackie O regelmäßig zu verwenden.

Letzte Jahre

Jacqueline Kennedy Onassis verbrachte ihre späteren Jahre als Lektorin beim Verlag Doubleday. Sie lebte in New York City und Martha's Vineyard mit dem belgisch-stämmigen Maurice Tempelsman, einem verheirateten Industriellen und Diamantenhändler. Unter den zahlreichen Büchern, die sie bearbeitete, befand sich die Comic-Buch The Cartoon History of the Universe von Larry Gonick. Der Autor drückte seinen Dank hierfür aus in den Widmungen des zweiten Bandes der Serie aus.

Jackie Onassis schätzte auch die Beiträge afroamerikanischer Autoren zur US-amerikanischen Literatur, und ermutigte Dorothy West, ihre Nachbarin in Martha's Vineyard und die letzte Überlebende der Harlem Renaissance, ihren Roman "The Wedding" zu vollenden. Dieses literarische Werk schildert über mehrere Generationen hinweg die von Rassen, Klassen, Reichtum und Macht durchdrungene Entwicklung der Vereinigten Staaten. Der Roman erhielt große literarische Anerkennung, als er 1995 veröffentlicht wurde. Oprah Winfrey machte 1998 Millionen von Amerikanern mithilfe eines Fernsehfilmes in dem Halle Berry mitwirkte mit dieser die Erzählung bekannt. Dorothy West erkannte Jackies entgegenkommende Aufmunterungen auf dem Titelbild des Buches an.

In den Achtziger Jahren bildete sie eine wichtige Figur in Protesten gegen einen geplanten Wolkenkratzer auf dem Columbus Circle, welcher große Schatten auf den Central Park geworfen hätte. OnassisGrave.jpg

Von den Fenstern in ihrer New Yorker Wohnung aus hatte sie eine Aussicht auf den Glasflügel des Metropolitan Museum of Art. In dem Flügel ist der Dendur-Tempel ausgestellt, ein Geschenk Ägyptens an die USA als Dank für die Großzügigkeit während der Regierungszeit Kennedys. Amerikanische Finanzhilfen hatten eine wichtige Rolle gespielt, als man mehrere Tempel und andere Objekte aus der ägyptischen Antike beim Bau des Assuan-Staudammhatte sichern können. Sie wären anderenfalls überflutet worden.

1994 wurde bei Jacqueline Onassis ein malignes Lymphom diagnostiziert. Jacqueline starb als 64-Jährige am 19. Mai 1994 um 22.15 Uhr im Schlaf in ihrer Wohnung in der Fifth Avenue.

Ihre Beisetzung fand am 23. Mai statt und auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Dennoch blieb es, ihrem eigenen Wunsch entsprechend, eine überwiegend private Beerdigung. Jackie wurde neben ihrem ermordeten Ehemann in Arlington beerdigt. An ihrer Beisetzung nahmen die späteren First Ladys Lady Bird Johnson und Hillary Clinton teil National First Ladies' Library (engl.) . Jackies Sohn schrieb ihr damals drei Eigenschaften zu, "die Liebe zur Sprache, den heimischen Banden und ihre Abenteuerlust". beepworld.de - Jacqueline Kennedy

Bezüge in der Popkultur


  • Die New Order-Single von 1963 basiert auf "einer Theorie, dass JFK versuchte, seine Frau durch den Schuss loszuwerden." New Order Online (Englisch) .
  • Die Punkerband Human Sexual Response komponierte ein Lied namens Jackie Onassis mit den Liedertexten "Zuerst wird mich die Welt Bouvier nennen/dann werde ich zu Jackie K. werden/Nach meiner Verabredung mit der Tragödie/werde ich dafür sorgen, dass sich Aristoteles um mich kümmert".
  • Shel Silversteins One's On the Way stellt mit der Zeile "Und Jackie wurde tanzend in der letzten Disko gesehen" einen Bezug zu Jacqueline Onassis her.
  • Das Rod Stewart-Lied aus dem Jahr 1972 You Wear It Well benutzt "Madame Onassis" als Kennzeichen von Stil und Grazie, dem man sich zum Vergleich stellen muß.
  • In dem Lied Tire me von Rage Against The Machine, wird Jackie O. in einer Anspielung auf den Tod von JFK genannt: "I wanna be Jackie Onassis/I wanna wear a pair of dark sunglasses/I wanna be Jackie O/Oh oh oh oh please don't die!"
  • Michael Daugherty komponierte 1995/96 die Oper Jackie O. Es handelt sich um eine Pop-Oper über die Wahrzeichen der Sechziger Jahre, darunter Andy Warhol, Maria Callas und Jackie Kennedy Onassis. Ihre Texte sind auf Englisch.
  • Jackie und die Ermordung ihres Ehemannes ist das Thema des Tori Amos-Liedes namens Jackie's Strength.
  • In der Seinfeld-Episode The Chaperone bewarb sich Elaine Benes um Jacquelines Job bei dem Doubleday-Verlag. Obwohl Elaine den Job bei Doubleday nicht bekam, erhielt sie einen Job bei einem früheren (fiktiven) Freund Jackies.
  • In der Zeichentrickserie Die Simpsons ist Marge Simpsons Mädchenname "Bouvier", der Name ihrer Mutter ist Jacqueline. Springfields Bürgermeister "Quimby" spricht im englischsprachigen Original mit einem Tonfall der dem JFKs stark ähnelt. Seine Ehefrau erscheint regelmäßig in Jackies berühmtem rosefarbenen Chanelkostüm, sowie mit ihrer Frisur und ihrem typischen "Pillenschachtelhütchen".

Quellen


Literatur


Englischsprachige Literatur über Jacqueline Bouvier

  • Edward Klein, Farewell, Jackie: A Portrait of Her Final Days. Viking Books, 2004.
  • All Too Human: The Love Story of Jack and Jackie Kennedy. St. Martin's Press, 2003.
  • Just Jackie: Her Private Years, Ballatine Books, 1999.
  • The Kennedy Curse: Why Tragedy Has Haunted America's First Family for 150 Years. Pocket Books, 1996.
  • William Manchester, The Death of a President. New York: Harper & Row Publishers, 1967.
  • Shelly Branch und Sue Callaway, What Would Jackie Do? An Inspired Guide to Distinctive Living. Gotham Books, 2006.
  • Hamish Bowles, Jacqueline Kennedy: The White House Years, Little, Brown & Company, 2001, ISBN 0821227459
  • Vicky Moon, The Private Passion of Jackie Kennedy Onassis: Portrait of a Rider, ReganBooks, 2005, ISBN 0060524111
  • Mohammed Badrul Alam, Jackie Kennedy: Images and Reality (Presidential Wives Series), Nova Science Pub Inc, 2004, ISBN 1590333667
  • Jan Pottker, Janet and Jackie: The Story of a Mother and Her Daughter, Jacqueline Kennedy Onassis, St. Martin's Press, 2001, ISBN 0312266073

Deutschsprachige Literatur über Jacqueline Bouvier

  • Elisabeth Veit, Jacqueline Kennedy, dtv, 2003, ISBN 3423308370
  • Katherine Pancol, Jackie, Ullstein tb, 1997, ISBN 3548357229
  • Sarah Bradford, Jackie Kennedy Onassis - Ein leidenschaftliches Leben, Fischer, 2003, ISBN 3596158303
  • Wayne Koestenbaum, Jackie O - Der Fan und sein Star, Klett-Cotta, 1997, ISBN 3608918108

Filme über Jacqueline Bouvier


  • Das Schicksal der Jackie O., (engl. Originaltitel: A Woman Named Jackie), Regie: Larry Peerce, Drehbuch: Roger O. Hirson, mit Roma Downey

Weblinks


Frau | geboren 1929 | gestorben 1994 | US-Amerikaner | Kennedy | First Lady (Vereinigte Staaten)

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