Jack_the_ripper.jpg]] Jack the Ripper (engl. Jack, der Schlitzer) ist das vermutete Pseudonym eines Serienmörders, der zwischen August und November 1888 im East End von London vermutlich fünf Prostituierte ermordete und bestialisch verstümmelte. Er wurde niemals gefasst; bis heute wird über die wahre Identität des Täters spekuliert.
Der Name "Jack the Ripper" stammt von einem Brief, der in der Zeit der Tötungen von jemandem an die Central News Agency geschrieben wurde. Darin gab der Verfasser vor, der Mörder zu sein.
Die Legenden um die Ripper-Morde entwickelten sich zu einem komplexen Durcheinander aus wissenschaftlichen historischen Forschungen, Verschwörungstheorien und volkstümlichen Erzählungen. Aufgrund der fehlenden Identität des Täters wurden später durch Schriftsteller, Geschichtsforscher und vor allem durch Amateure eine große Anzahl von Personen verdächtigt. Zeitungen, deren Auflagen während dieser Zeit stiegen, widmeten dem Täter, seinen bestialischen Taten und den Fehlschlägen der Polizei fortlaufend ausgedehnte Berichte. Teilweise konnte der Täter nur wenige Minuten vor der Entdeckung einer Tat entkommen.
Die Opfer waren Frauen, die ihre Einkünfte durch Gelegenheitsprostitution bestritten. Typische Ripper-Morde wurden an öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen verübt. Den Opfern wurden die Kehlen bzw. Halsschlagadern durchschnitten. Anschließend wurden an den Leichen chirurgische Eingriffe am Unterleib und teilweise auch andere Verstümmelungen vorgenommen. Bei einigen Opfern wurden innere Organe entnommen. Die seit einigen Jahren bei den meisten Autoren gängige Annahme, die Opfer wären vor dem Kehlschnitt stranguliert worden, um sie zum Schweigen zu bringen, ist mit der Begründung fehlender Strangulations- bzw. Würgemale und -anzeichen umstritten.
Aufgrund der Art der zugefügten Wunden bei einigen Opfern wurde vermutet, dass der Täter einen Hochschulabschluss in der Chirurgie bzw. Medizin hatte oder ein Metzger war. Diese Annahmen sind wie viele Überzeugungen und Fakten in diesem Fall umstritten.
Die Gegend, in der der Täter tötete, war das Elendsviertel Whitechapel und der Stadtteil City Of London. Dort war Gewalt zwar nicht ungewöhnlich, jedoch gab es nur selten Morde. So verzeichnet die Statistik beispielsweise für das Jahr 1887 keinen einzigen Fall von Mord oder Totschlag in Whitechapel. Allerdings muss auch diese Statistik mit Vorsicht behandelt werden, denn in diesem Jahr ermordete zumindest Israel Lipski – einen Block von der Berner Street entfernt – seine Mitbewohnerin Miriam Angel.
Mit der Tötung von Emma Smith begann ab 1888 eine Welle von Gewaltverbrechen an Frauen in Whitechapel. Die Polizei hatte Probleme, die Morde von Jack the Ripper von denen anderer Täter zu unterscheiden. So ist es bis heute strittig, ob Elizabeth Stride und / oder Mary Jane Kelly Opfer des Rippers waren. Weitere mutmaßliche Opfer könnten außerdem noch Martha Tabram († 7. August 1888), Alice McKenzie († 17. Juli 1889) und Frances Coles († 14. Februar 1891) gewesen sein.
Während der Ermittlungen bekam die Polizei einige Briefe und sogar Organteile (Nieren) - angeblich vom Ripper - zugeschickt, deren Echtheit aber umstritten sind. Angeblich soll ein Journalist Anfang des 20. Jahrhunderts die Fälschung einiger dieser Briefe gestanden haben.
Die Anzahl und die Namen der Ripper-Opfer sind stark umstritten. Am weit verbreitetsten ist die so genannte Liste der Anerkannten Fünf ("Kanonischen Fünf") akzeptiert.
Sie enthält die folgenden fünf Opfer:
Diese Liste basiert auf Ansichten vieler Schriftsteller und muss mit Vorsicht behandelt werden. Der Ursprung dieser Liste findet sich in den privaten Notizen aus dem Jahr 1894 von Sir Melville Macnaghten, dem Polizeipräsidenten des Metropolitan Police Service Criminal Investigation Department. Diese Notizen tauchten erst 1959 auf und spiegeln seine eigene Ansicht wieder, die nicht notwendigerweise von den ermittelnden Beamten (z. B. Inspektor Frederick Abberline) geteilt wurde. Macnaghten trat erst ein Jahr nach den Morden der Ermittlungsgruppe bei. Seine Ermittlungsberichte enthielten schwerwiegende Fehler über Tatsachen bezüglich möglicher Verdächtiger. Aus diesem und anderen Gründe befürworten einige Quellen, einen oder mehrere Namen von der Liste der Anerkannten Fünf zu entfernen. Zu den angezweifelten Opfern gehört insbesondere Elizabeth Stride, die außer der durchschnittenen Kehle keine weiteren Verstümmelungen aufwies und nach einem Zeugenbericht in der Öffentlichkeit angegriffen wurde. Weiterhin passt auch Mary Jane Kelly nicht in das täterbezogene Schema des Rippers, da sie deutlich jünger als die anderen Opfer war, in einem Innenraum getötet wurde und weit umfangreichere Verstümmelungen aufwies als anderen Opfer. Andere Ansichten bevorzugen eine Erweiterung der Liste um Martha Tabram und andere wahrscheinliche Ripper-Opfer.
Mit Ausnahme von Elizabeth Stride, bei der der Angriff wahrscheinlich unterbrochen wurde, erscheinen die Verstümmelungen pro Opfer fortlaufend schwerwiegender. So wurden bei Mary Ann Nichols und Elizabeth Stride keine Organe vermisst. Bei Annie Chapman wurde die Gebärmutter, bei Catharine Eddowes die halbe Gebärmutter und die linke Niere entfernt. Zudem wurde Catharine Eddowes mit Verstümmelungen im Gesicht zurückgelassen. Im Fall von Mary Jane Kelly wurden viele ihrer inneren Organe entfernt und sowohl in ihrem Zimmer als auch unter und neben ihrem Körper verteilt. Lediglich das Herz wurde vermisst.
Die fünf anerkannten Morde wurden jeweils in der Nacht nach Mitternacht, sowie vorwiegend an bzw. nahe an einem Wochenende und an einem abgelegenen Ort, zu dem die Öffentlichkeit Zugang hatte, begangen. Zudem wiesen die Tatzeiten das Schema auf, dass sie entweder zum Ende eines Monats oder einer Woche begangen wurden. Jeder Fall wich andererseits in bestimmter Weise vom Schema ab. Neben den bereits erläuterten Unterschieden, war Catharine Eddowes das einzige Opfer, das in der City of London getötet wurde, auch wenn es nahe der Grenze zu Whitechapel war. Mary Ann Nichols war das einzige Opfer, das auf offener, wenn auch dunkler und verlassener Straße gefunden wurde. Zudem glauben viele Quellen, dass Annie Chapman nach Eintritt der Morgendämmerung getötet wurde, obwohl dies anscheinend nicht von der Polizei zu dieser Zeit angenommen wurde.
Ein Hauptproblem bei der Zuordnung der Getöteten als Opfer des Ripper war die große Anzahl an entsetzlichen Angriffen gegenüber Frauen in dieser Zeit. Die meisten Experten deuten tiefe Schnitte in der Kehle, Verstümmelungen am Unterleib und an den genitalen Bereichen, die Entfernung von inneren Organen und die fortschreitenden Verstümmelungen im Gesicht als markante Eigenschaften von Jack the Ripper.
Einige Quellen zählen auch Fälle mit verstümmelten Jungen zu den Taten des Ripper, da die Vorgehensweise den Ripperfällen ähnelte. Einige der zu dieser Zeit an die Polizei geschickten Briefe enthielten Drohungen über die Tötung von Kindern.
Über der Stelle, an der das Kleidungsstück gefunden wurde, war an der Mauer ein Graffiti mit weißer Kreide. Wachtmeister Long berichtete später, an der Wand habe die Nachricht: „The Juwes are the men That Will not be Blamed for nothing“ (engl. Die „Juwes“ sind Menschen, die nicht für nichts beschuldigt werden (Anm. Das Wort Juw(e) gibt es im Englischen nicht. Es hat jedoch Ähnlichkeiten mit dem englischen Wort Jew, im Deutschen Jude. Andere Polizisten gaben eine leicht abweichende Mitteilung wieder: "The Juwes are not The men That Will be Blamed for nothing" (''engl. Die „Juwes“ sind nicht die Menschen, die für nichts beschuldigt werden).
Der Polizei-Oberinspektor Thomas Arnold besuchte den Tatort und sah das Graffiti. Er befürchtete, dass mit Tagesanbruch das geschäftliche Treiben beginnt und die Mitteilung für jedermann weithin sichtbar wäre, wodurch die allgemeine antisemitische Stimmung der Bevölkerung noch verschlechtert würde. Seit dem Mord an Mary Ann Nichols waren Gerüchte im Londoner Stadtteil East End im Umlauf, dass die Verbrechen die Taten eines Juden mit dem Titel „Leather Apron“ (engl. Lederschürze) wären. Es gab bereits starke religiöse Anspannungen und infolge dessen einige beinahe ausgebrochene Unruhen. Polizei-Oberinspektor Arnold ordnete daher an, das Graffiti von der Wand zu entfernen. Während das Graffiti im Zuständigkeitsbereich der Londoner Polizei gefunden wurde, stammte das Kleidungsstück jedoch von einem in der Londoner Innenstadt getöteten Opfer, für deren Bereich eine gesonderte Polizei zuständig war. Einige der Polizeibeamten, insbesondere die Polizisten der Innenstadt, waren mit der Anordnung von Oberinspektor Arnold nicht einverstanden. Sie sahen das Graffiti als Teil eines Tatortes, das zumindest vor der Entfernung fotografiert werden musste. Die Anordnung von Oberinspektor Arnold wurde aber vom Beauftragten der Londoner Polizei Sir Charles Warren unterstützt. Das Graffiti wurde daraufhin um 05.30 Uhr morgens von der Mauer abgewischt.
In diesem Graffiti sah die Polizei zu dieser Zeit einen Angriff halb Gebildeter auf die jüdische Bevölkerung. Der Schriftsteller Martin Fido bemerkte, dass das Graffiti eine doppelte Verneinung enthielt. Dies war eine typische Cockney-Sprechweise, eine Umgangssprache der Einwohner des Londoner Bezirks Eastend. Er vermutete, das Graffiti könnte in das gewöhnliche Englisch übersetzt heißen: „The Jews are men who will not take responsibility for anything“ (engl. Die Juden sind Menschen, die keine Verantwortung für irgendetwas übernehmen werden). Demnach wurde die Nachricht von jemandem geschrieben, der glaubte, er oder sie sei von einem der vielen jüdischen Händler in dieser Gegend ungerecht behandelt worden.
Bezüglich der Bedeutung des Graffiti gibt es im Ripper-Fall kontroverse Streitigkeiten. Einige nehmen an, das Graffiti sei lediglich ein Zufall und wurde nicht vom Mörder geschrieben. Andere denken, dass es einige Verbindungen zu den Morden gibt. Abgesehen vom blutbefleckten Kleidungsstück am Ort des Graffiti gibt es keinen eindeutigen Beweis für die Verbindung des Graffiti mit den Morden. Es existieren verschiedene mögliche Szenarien, die allesamt ausschließlich auf Spekulationen beruhen:
Die Londoner Polizei gibt selbst nur vier Verdächtige an, die jedoch allesamt nie aufgrund dieser Morde offiziell angeklagt wurden:The Enduring Mystery of Jack the Ripper, Metropolitan Police, * Druitt2.jpg Der erste Verdächtige war Montague John Druitt. Er war ein 31 Jahre alter Anwalt und Lehrer, der im Dezember 1888 Selbstmord beging. Kosminski.jpg Zum zweiten wurde ein Mann namens Kosminski verdächtigt. Dieser war ein armer polnischer Jude, der in Whitechapel wohnte. Ostrogg.jpg Als drittes wurde ein Mann russischer Abstammung, Michael Ostrog verdächtigt, der unter einer Vielzahl von Pseudonymen auftrat und ein Dieb und Bauernfänger war. Es wird vermutet, dass er im Jahre 1888 55 Jahre alt war. Er war mehrere Male in einem psychiatrischen Krankenhaus. Tumblety.jpg Der vierte Verdächtige war Dr. Francis J. Tumblety, ein 56 Jahre alter amerikanischer Quacksalber. Im November 1888 wurde er wegen groben Unfugs angeklagt und inhaftiert. Nachdem er eine hohe Kaution für seine Freilassung zahlte, floh er im selben Monat aus dem Land.
Montague John Druitt, Kosminski und Michael Ostrog wurden von Sir Melville Macnaghten, von der Londoner Polizei in einem Bericht vom 23. Februar 1894 als Verdächtige benannt. Allerdings gab es seitens der damaligen ermittelnden Polizei gegen diese drei Verdächtigen keine ausreichenden Beweise für die Morde. Vielmehr enthielt der Bericht von Sir Melville Macnaghten einige fehlerhaft wiedergegebene Tatsachen. Montague John Druitt schien in den Augen von Sir Melville Macnaghten der Hauptverdächtige zu sein. Kosminski wurde auch von den leitenden Polizeibeamten, Dr. Robert Anderson und Donald Swanson verdächtigt.
Dr. Francis J. Tumblety war zunächst nur einer von vielen Verdächtigen zum Zeitpunkt der Morde, der jedoch vom leitenden Inspektor John George Littlechild favourisiert wurde. Seine diesbezüglichen Vermutungen schrieb er in einem Brief vom 23. September 1913 an den Kriminal-Journalisten und Schriftsteller George R. Sims.
Neben diesen offiziellen Verdächtigen seitens der Londoner Polizei wurden durch Schriftsteller, Geschichtsforscher und Amateure eine Vielzahl weiterer Personen verdächtigt. Unter den Verdächtigten waren prominente Personen wie Sir William Gull, Prinz Albert Victor, der Dichter Lewis Carroll und andere zeitgenössische Prominente. Auch gibt es einige Verschwörungstheorien: Am populärsten ist jene, die eine fesselnde Saga um ein heimliches Kind des Enkels von Königin Viktoria und um die Freimaurer webt. PrinceAlbertVictor.jpg]] Der präsumptive Thronfolger, Prinz Albert Victor, ältester Sohn des späteren Königs Eduard VII. und Herzog von Clarence, ist tatsächlich einige Zeit von Scotland Yard als Täter verdächtigt worden, unter anderem weil er als regelmäßiger Bordell-Besucher bekannt war.
Tatsächlich weiß man über den Täter nur wenig. Es wurde vielfach angenommen, dass er über ein detailliertes Wissen bezüglich der Anatomie des menschlichen Körpers verfügte. Bei genauerer Betrachtung seiner Taten war dies jedoch keine notwendige Voraussetzung. Wiederholt wurde der Ripper als Jude oder Ausländer bezeichnet. Für diese Vermutung lassen sich jedoch keinerlei echte Belege finden. Vielmehr kann man diesbezüglich von einem Vorurteil ausgehen, da zu dieser Zeit und in dieser Gegend starke antisemitische und rassistische Tendenzen in der Bevölkerung vorhanden waren (siehe Das Goulston Street Graffiti).
Im Jahre 2006 untersuchten Australische Wissenschaftler mit einer neuen Methode DNA-Proben, die insbesondere den gummierten Rückseiten der bei der Polizei und den Zeitungen eingesandten Briefen entnommen wurden, und kamen u. a. zum Ergebnis, dass der Täter möglicherweise eine Frau war.Was it Jill the Ripper?, NEWS.com.au, name="20minuten Mai 06">War Jack the Ripper eine Frau?, 20minuten, [http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/26126333 Der ermittelnde Polizeibeamte Inspektor Frederick Abberline verdächtigte während der Zeit der Morde die Frau Mary Pearcey, die kurze Zeit nach den Morden des Jack the Rippers in ähnlicher Weise die Frau ihres Geliebten tötete und dafür gehängt wurde.
Einige waren von Personen, die in guter Absicht Ratschläge zur Ergreifung des Mörders geben wollten. Der weitgehend größte Teil davon wurde als nutzlos erachtet und war infolge ignoriert worden.
Wahrscheinlich interessanter waren hunderte von Briefen, in denen behauptet wurde, dass sie vom Mörder selbst geschrieben wurden. Der weitgehend größte Teil von diesen Briefen wurden als Scherz betrachtet. Viele Experten meinen, dass keiner von ihnen vom Ripper persönlich verfasst worden war. Mit Hilfe einer neuen Methode zur Bestimmung von DNA-Proben gelang Australischen Wissenschaftlern der Nachweis, dass die meisten Briefe eine Fälschung sind. Einige der durch die damalige oder der heutigen Polizei als womöglich echt betrachteten Briefe sind die folgenden drei bekannten:
Einige Quellen führen einen weiteren Brief auf, der auf den 17. September 1888 datiert war und als erste Nachricht den Namen Jack the Ripper nutzte. Experten glauben, dass es sich dabei um eine moderne Fälschung handelt, die im 20. Jahrhundert, lange nach den Morden, in die Unterlagen der Polizei eingefügt wurde. Als Gründe für eine Fälschung wurde angeführt, dass der Brief weder einen offiziellen Stempel der Polizei mit dem Eingangsdatum noch die Initialen des Ermittlers trug, der den Brief auf seine potentielle Beweiskraft hin untersucht haben musste. Zudem wurde der Brief in keinen Unterlagen der Polizei in dieser Zeit erwähnt. Darüber hinaus behaupten einige derjenigen, die den Brief gesehen haben, dass dieser mit einem Kugelschreiber geschrieben wurde, der erst 50 Jahre nach den Ripper-Morden erfunden worden war.
Gesetzesreformen (Stamp Act) im Jahre 1855 ermöglichten große Auflagen von billigen Zeitungen. Beliebte Magazine wie die Illustrated Police News (engl. Dargestellte Polizeinachrichten) ermöglichten dem Ripper eine bis dahin beispielslosen Bekanntheitsgrad.
Aufgrund der Medien und der Tatsache, dass niemand jemals für die Morde angeklagt wurde, wurde eine legendäre Jagd nach dem Täter veranstaltet. Auch in späteren Zeiten wurden Serienmörder durch die weithin bekannten Legenden des Jack the Ripper beeinflusst.
Einige glauben, der Spitzname des Mörders wurde von Zeitungsverkäufern erfunden, um die Geschichte interessanter zu machen und mehr Zeitungen zu verkaufen. Dies wurde in den Medien später ein übliches Vorgehen, wie sich an den Beispielen des Boston Strangler, Green River Killer, Axeman of New Orleans, Beltway Sniper, Hillside Strangler und des Zodiac Killer sowie an den Britischen fast 100 Jahre späteren Beispielen Yorkshire Ripper und dem unbenannten Täter der „Thames Nude Murders“ (engl. Themse-Nacktmorde) in den 60er Jahren veranschaulichen lässt. Den Täter der „Thames Nude Murders“ betitelte die Presse gar als Jack the Stripper.
Die Armen in Eastend von London wurden lange Zeit von der wohlhabenden Gesellschaft ignoriert. Jedoch die Art der Morde und die Opfer erzwangen die Aufmerksamkeit bezüglich deren Lebensbedingungen. Aufgrund dieser Aufmerksamkeit waren nun Sozialreformer dieser Zeit in der Lage, die angesehenen Schichten zum Zuhören und Handeln zu bewegen.
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