Java Platform, Enterprise Edition, abgekürzt Java EE, ist die Spezifikation einer Softwarearchitektur für die transaktionsbasierte Ausführung von in Java programmierten Webanwendungen.
In der Spezifikation werden Softwarekomponenten und Dienste definiert, die primär in der Programmiersprache Java erstellt werden. Die Spezifikation dient dazu, einen allgemein akzeptierten Rahmen zur Verfügung zu stellen, um auf dessen Basis aus modularen Komponenten verteilte, mehrschichtige Anwendungen entwickeln zu können. Klar definierte Schnittstellen zwischen den Komponenten und Schichten sollen dafür sorgen, dass Softwarekomponenten unterschiedlicher Hersteller interoperabel sind, wenn sie sich an die Spezifikation halten, und dass die verteilte Anwendung gut skalierbar ist.
Bestandteile der Spezifikation werden innerhalb des Java Community Process von diversen Unternehmen erarbeitet und schließlich der Öffentlichkeit in Form eines Dokuments und einer Referenzimplementierung zur Verfügung gestellt.
Die aktuelle Version der J2EE-Spezifikation ist die Version 5.0.
Der neue Name für die Spezifikation lautet Java Platform, Enterprise Edition, kurz Java EE Dies ersetzt die vorherige Abkürzung J2EE [ (Java 2 Platform, Enterprise Edition).
| Version | Ausführlicher Name | ü! bgcolor="#FFCBCB" | VeröffentlichungsdatumRelease-Status | |
|---|---|---|---|
| 1.2 | Java 2 Platform Enterprise Edition, v 1.2 | 2000 | Final Release |
| 1.3 | Java 2 Platform Enterprise Edition, v 1.3 | 2002 | Final Release |
| 1.4 | Java 2 Platform Enterprise Edition, v 1.4 | 24. November 2003ü | Final Release |
| 5 | Java Platform, Enterprise Edition, v 5 | 11. Mai 2006 | Final Release |
J2EE-Komponenten erfordern als Laufzeitumgebung eine spezielle Infrastruktur, einen sogenannten J2EE Application Server. Dieser Server stellt technische Funktionalitäten wie
Ein J2EE-Server wird in diverse logische Komponenten unterteilt. Diese werden Container genannt. Die aktuelle Spezifikation erfordert die folgenden Container:
Es sind zahlreiche Implementierungen für J2EE-Server verfügbar, teils proprietär, teils in Form frei verfügbarer Open-Source-Lösungen (z.B. JBoss). Eine Referenzimplementierung wird von Sun Microsystems zur Verfügung gestellt. Zu beachten ist, dass nicht alle Server die Spezifikation von J2EE vollständig abdecken.
Als weitere Infrastrukturkomponente kommt für die persistente Speicherung von Daten ein Datenbankmanagementsystem (DBMS) zum Einsatz. Hierbei kann es sich um ein relationales System handeln, oder aber auch um ein vergleichbares System wie beispielsweise ein OODBMS.
Der clientseitige Zugriff auf eine J2EE-Anwendung erfolgt meist über einen Browser, daneben sind aber auch Applikations-Clients (Java-Applikationen, CORBA-Komponenten, Web-Service-Clients über XML) möglich.
| Abkürzung | Name | Beschreibung | seit Version 1.4 | seit Version 5 |
|---|---|---|---|---|
| EJB | Enterprise Java Beans (EJB) | beinhalten die Geschäftslogik einer Enterprise Anwendung oder gestatten Zugriff auf persistente Daten. Die Beans laufen in einem EJB-Container ab. Es gibt drei unterschiedliche Typen von EJBs: | MDBs wurden in dieser Version neu eingeführt | durch Detachment auch außerhalb des Containers nutzbar; macht Datentransferobjekte obsolet |
| Servlet | Java Servlet API | Im Allgemeinen erlaubt das Java-Servlet-API die Erweiterung von Servern, deren Protokoll auf Anfragen und Antworten basiert. Primär werden Servlets im Zusammenhang mit dem Hypertext Transfer Protocol (HTTP) verwendet wo sie in einem Web-Container leben und Anfragen von Webbrowsern beantworten. | o | o |
| JSP | Java Server Pages | sind Textdokumente, die zum einen aus statischem Text und zum anderen aus dynamischen Textelementen - den JSP-Elementen - bestehen. Die JSP-Seiten werden transparent vom Web-Container in ein Servlet umgewandelt. | o | o |
| WS | Web Services | definieren Schnittstellen zu EJBs, die mit einem Uniform Resource Identifier (URI) eindeutig identifizierbar sind und deren Schnittstellen als XML-Artefakte definiert, beschrieben und gefunden werden können. | x | o |
| JMX | Management | ermöglicht es, die einzelnen J2EE-Komponenten und Anwendungen zu verwalten. So können Komponenten beispielsweise gestartet und gestoppt werden. | x | o |
| JNDI | Java Naming and Directory Interface | ist eine gemeinsame Schnittstelle mit der alle Java Klassen auf Namens- und Verzeichnisdienste zugreifen können. Über JNDI wird insbesondere der Zugriff auf J2EE-Komponenten sichergestellt. | o | o |
| JMS | Java Message Service | ist eine API für die asynchrone Nachrichtenverarbeitung. | x | o |
| JDBC | Java Database Connectivity | lässt die Anwendung auf eine relationale Datenbank mittels SQL zugreifen. | o | o |
| JTA | Java Transaction API | erlaubt der Anwendung die Steuerung der Transaktionsverwaltung. JTA ist die Java-Schnittstelle zu Transaktionsmonitoren. Standardmäßig wird diese Schnittstelle implementiert vom Java Transaction Service (JTS), welcher eine Schnittstelle zu CORBA Object Transaction Service (OTS) bietet. | o | o |
| JAAS | Java Authentication and Authorization Service | Der "Java Authentication and Authorization Service" (JAAS) ist eine Java-API, die es ermöglicht, Dienste zur Authentifikation und Zugriffrechte in Java-Programmen bereitzustellen. JAAS implementiert ein Standard-"Pluggable Authentication Module" (PAM) und unterstützt durch dieses Modul eine einfache Authentifizierung und benutzerbasierte Autorisierung. | x | o |
| JavaMail | JavaMail | erlaubt den Zugriff auf Mail Services, wie z.B. SMTP, POP3, IMAP oder NNTP. | x | o |
| JAXB | Java Architecture for XML Binding | ermöglicht es, ein XML-Schema direkt an Java-Klassen zu binden. | o | x (2.0) |
| JAXP | Java API for XML Processing | hilft dem Entwickler bei der Bearbeitung von XML-Dokumenten. | x | o |
| JAX-RPC | Java API for XML-Based Remote Procedure Calls | ermöglicht den entfernten Zugriff auf RPC-Dienste. | x | o |
| JAXR | Java API for XML Registries | dient dazu, einen transparenten Zugriff auf so genannte Business-Registries, wie beispielsweise ebXML oder ein UDDI basiertes Verzeichnis sicherzustellen. | x | o |
| JACC | Java Authorization Contract for Containers | definiert diverse Sicherheitsrichtlinien für die diversen J2EE-Container. | x | o |
| JCA | J2EE Connector Architecture | dient dazu, andere Systeme transparent zu integrieren (Stichwort: EAI). | x | o |
| JAF | Java Beans Activation Framework | bietet die Möglichkeit, verschiedene Daten anhand des MIME-Headers zu erkennen. | x | o |
| JAX-WS | Java API for XML Web Services | - | o | x |
| - | Web Service Metadata | - | o | x |
| - | Java Persistence | - | o | x |
| StAX | Streaming APIs for XML Parsers | - | o | x |
| JSF | Java Server Faces | - | o | x |
| JSTL | JavaServer Pages Standard Tag Library | - | o | x |
Siehe auch: Java Platform Standard Edition, Java Platform Micro Edition, Spring (Framework)
J2EE | Java Platform, Enterprise Edition | Java 2 Enterprise Edition | J2EE | Java 2 Enterprise Edition | J2EE | J2EE | Java 2 Platform, Enterprise Edition | J2EE | Java 2 Enterprise Edition | J2EE | Java 2 Enterprise Edition | J2EE | J2EE | J2EE | J2EE
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Java 2 Platform Enterprise Edition".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world