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Jürgen Ponto (* 17. Dezember 1923 in Bad Nauheim; † 30. Juli 1977 in Frankfurt am Main) war Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG.

Leben


Jürgen Ponto, Sohn aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie, wurde nach dem Studium der Rechtswissenschaften im Alter von 36 Jahren Hausjurist der Dresdner Bank. Mit 43 Jahren wurde er zum Vorstandsvorsitzenden und somit -sprecher der Bank berufen, wo er vornehmlich an einem Ausbau der internationalen Geschäftsbeziehungen des Hauses interessiert war. Zusätzlich fungierte Ponto als Berater des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Seine herausragende Stellung in der deutschen Bankenlandschaft nebst zahlreicher führender Posten in der Wirtschaft rückte ihn bald in das Visier der Rote Armee Fraktion (RAF).

Am 29. Juli 1977 kündigte sich Susanne Albrecht, die 26-jährige Tochter eines befreundeten Ehepaars, für den nächsten Tag zu einem Besuch im Haus der Pontos in Oberursel an. Am Samstag, den 30. Juli, erschien sie gegen 17.10 Uhr in Begleitung zweier unbekannter Männer. Während des ersten Wortwechsels wurde sehr schnell klar, dass es sich um den Versuch einer Entführung Pontos durch die RAF handelte. Es kam zu einem Handgemenge, in dessen Folge fünf Schüsse auf Ponto abgegeben wurden. Die Terroristen flohen. Ponto erlag wenig später in der Universitätsklinik Frankfurt seinen Verletzungen. Die "Befreiungsbewegung" Aktion Roter Morgen bekannte sich am nächsten Tag zu der Tat. Als Täter wurden Susanne Albrecht, Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Peter-Jürgen Boock ermittelt.

Pontos Ermordung stellte den Auftakt des Deutschen Herbsts dar.

Veröffentlichungen


  • Strukturprobleme der Kapitalmärkte in internationaler Sicht, 1968
  • Die Rolle der Banken in der Welt von morgen, 1970
  • Banken und Staat im Konflikt. In: "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen", 1973
  • Wirtschaft auf dem Prüfstand, 1975
  • Mut zur Freiheit, 1977

Weblinks


Mann | Bankier | Deutscher | RAF-Opfer | Geboren 1923 | Gestorben 1977

Jürgen Ponto | Jürgen Ponto

 

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