Barettabzeichen_Jäger.jpeg Unter einem Jäger versteht man im militärischen Sinne einen Infanteristen, der vor allem für den Gebirgs-, Wald- und Häuserkampf ausgebildet wurde. Er stellt eine der ältesten Truppengattungen in modernen Heeren.
Die Aufstellung der Jägertruppe war ein Versuch, die Stärken der gegnerischen Einheiten zu kopieren. Dazu wurde der Drill, der für die bisherigen Linientruppen galt, weniger streng angewendet. Bei den Jägern stand nicht das möglichst "automatenhafte" Ausführen von Schieß- und Ladeabläufen in dichten Formationen im Mittelpunkt. Die Jäger sollten vielmehr in lockerer Aufstellung und kleineren Einheiten operieren, die weniger stark an geschlossenen Formationen gebunden waren, dafür aber insbesondere bewachsenes und durchschnittenes Gelände sowie Deckung aller Art besser ausnutzten. Jägereinheiten operierten vergleichsweise unabhängig, Befehlshierarchien wurden verflacht, Entscheidungen auf untere Ebenen verlagert. Der einzelne Jäger sollte in der Lage sein, selbstständig Ziele anzuvisieren, im Gegensatz zur Linientruppe, bei deren Kampf es vor allem darum ging, den Gegner aus der dichten Formation mit einem weitgehend ungezielten Kugelhagel einzudecken.
Dieser Ansatz schlug sich auch in der Ausrüstung nieder: Jäger kämpften mit Gewehren, die sich aus Jagdwaffen entwickelt hatten und ein genaueres Zielen ermöglichten als die üblichen Infanteriegewehre der Zeit. Jägereinheiten verfügten außerdem über eine weitaus geringere Menge an Ausrüstung, was einerseits den weitgehenden Verzicht auf Bagagewagen ermöglichte und damit die Bewegungsfähigkeit in unwegsamen Gelände erhöhte, andererseits Probleme bei Unterbringung und Versorgung der Truppe aufwarf.
Eine Vielzahl der frühen Jäger rekrutierte sich tatsächlich aus den Reihen der Forstleute und Jäger. Deshalb trugen sie grüne Uniformen und Jagdhörner als Signalinstrumente.
Eigentliche Jäger (also Soldaten, die das goldene Eichenlaub als Abzeichen tragen) stellen heute nur noch in drei Bataillonen in Hammelburg (Jägerlehrbataillon 353), Donaueschingen (Jägerbataillon 292) und Marienberg (Jägerbataillon 371) annähernd die Gesamtheit der Mitglieder. Die Angehörigen des Jägerbataillons in Donaueschingen gehören zwar der Deutsch-Französischen Brigade an und tragen das Brigade-Abzeichen, sind aber Jäger. Des Weiteren gehören zahlreiche Jäger den Sicherungseinheiten der Großverbände an und sind im Wachbataillon vertreten.
Nach dem derzeitigen (Frühjahr 2005) Planungsstand der Bundeswehr-Reform werden einige dieser Jägereinheiten aufgelöst, umgruppiert oder in andere Truppengattungen überführt. Demnach ist in der heutigen Form lediglich der Fortbestand des Jägerbataillons in Donaueschingen, der Sicherungseinheiten und des Wachbataillons gesichert. Die Aufstellung eines (neuen) luftbeweglichen Jäger-/Infanterieregimentes in Schwarzenborn ist in Planung. Die Jägerbrigade 37 in Frankenberg/Sa. wird zwar weiterhin diesen Namen führen, allerdings werden ihr keine eigentlichen Jägerverbände mehr unterstehen. In verschiedenen Verbänden werden zudem auch weiterhin einzelne Jägerkompanien weiter bestehen.
Neben der Jägertruppe besteht die heutige deutsche Infanterie aus
Außerdem haben folgende Truppengattungen bzw. Verwendungen, die nicht der Infanterie angehören, den Begriff "Jäger" mit in ihre Bezeichnung aufgenommen
Besonders hervorzuheben sind die im Gebirgsdienst ausgebildeten Gebirgsjäger sowie die Garde, die ausschließlich in Wien stationiert ist und vorwiegend Repräsentationsaufgaben wahrnimmt.
Truppengattung Mannschaftsdienstgrad | Dienstgrad (Bundeswehr)
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"Jäger (Militär)".
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